1. Mai 2011



 

Als ob nichts gewesen wäre: Die Wirtschaftskapitäne und die Spitzenmanager erbeuten wieder ihre Millionenboni. Die Löhne der Normalverdienenden dagegen sind unter Druck. Immer mehr Arbeit wird in Billigfirmen ausgelagert. Die Arbeitslosigkeit ist weiterhin hoch. Die Zahl der Temporärstellen nimmt massiv zu. Die Frauenlöhne hinken nach wie vor denjenigen der Männer hinterher.

 

Auf der anderen Seite steigen Mieten und Gebühren ständig an. Die Prämien der Krankenkassen explodieren geradezu. Und die Angriffe auf die Sozialwerke folgen sich in dichter Reihenfolge.

 

Statt Boni braucht es Lohnerhöhungen für alle. Es braucht den Schutz der Erwerbstätigen durch Mindestlöhne. Deshalb hat die Unia gemeinsam mit anderem Gewerkschaften die Mindestlohn-Initiative lanciert. Der darin geforderte gesetzliche Mindestlohn von 22 Franken pro Stunde oder von 4000 pro Monat hilft mit einem Schlag rund 400‘000 Beschäftigten. Die Initiative schützt aber weit über die Tiefstlöhne hinaus gegen Lohndruck und ungerechte Verteilung. Sie leistet auch einen Beitrag, die Frauenlöhne anzuheben.

 

Darum lautet das Motto für den 1. Mai 2011 "Lohndruck stoppen - Mindestlöhne jetzt!".