Mattmark nie vergessen
Am 30. August 1965 ereignete sich auf der Baustelle des Mattmark-Staudammes eine der schlimmsten Katastrophen, die in den Schweizer Alpen je stattgefunden hat. Durch den Gletscherabbruch kamen 88 Personen ums Leben. Die meisten waren ausländische Bauarbeiter.
Aus Anlass des 40. Jahrestages der Mattmark-Katastrophe wurde am Donnerstag in Bern eine 80-seitige dreisprachige Publikation der Öffentlichkeit vorgestellt. Das von der Gewerkschaft Unia herausgegebene Buch „Mattmark nie vergessen“ arbeitet im Gedenken an die Toten die Ereignisse auf. Zentrale Fragen sind: Hätte das Unglück verhindert werden können? Welche Verantwortung hatten die Bauherren, welche Rolle spielten die Gerichte? Was unternahmen die Gewerkschaften? Wie hat die Schweizer Gesellschaft auf die Tragödie reagiert? Welches Bild der Schweiz ging um die Welt?
Die Publikation richtet sich mit bewusst kurz gefassten Texten und vielen Bilddokumenten an ein möglichst breites Publikum. Sie kann bestellt werden bei migration(at)unia.ch.
Für weitere Fragen:
Rita Schiavi, Geschäftsleitungsmitglied Unia
Vania Alleva, Leiterin Abt. Migration-Jugend-Gleichstellung Unia
