Aldi



Harte Arbeit beim Harddiscounter

Seit dem Frühjahr 2005 ist der Harddiscounter Aldi auch in der Schweiz aktiv. Inzwischen wurden über 100 Läden eröffnet; der Umsatz dürfte über 1 Milliarde Franken liegen.

 

Die Anstellungsbedingungen der über 2000 Beschäftigten wurden auf Druck der Unia insbesondere im Bereich der Löhne verbessert, sind aber immer noch höchst ungenügend. Unhaltbar ist vor allem, dass das Verkaufspersonal in der Regel nur zu 50 % angestellt wird. In der Praxis müssen die Beschäftigten aber jederzeit bereit sein, auch 100 % zu arbeiten. Aldi hält so seine Lohn-Fixkosten auf tiefem Niveau. Aldi kümmert es dabei nicht, dass die Angestellten mit diesen Knebelungsverträgen in ihrer materiellen Existenz sehr eingeschränkt sind. Die sehr hohen Anforderungen an die Flexibilität verunmöglichen praktisch eine Zweitbeschäftigung bei einem andern Arbeitgeber. Aldi ist in der Vergangenheit vor allem auch damit bekannt geworden, dass der Umgang mit dem Personal äusserst rigide ist.

 

Unia vertritt die Interessen der Beschäftigten. So musste Aldi erst kürzlich einem Angestellten in einem Vergleich wegen missbräuchlicher Kündigung 20'000 Franken Entschädigung zahlen. Von einem GAV will Aldi nichts wissen. Klar auch: Sozialpartnerschaft passt nicht zu dieser Herr-im-Haus-Mentalität, welche die Besitzer von Aldi auf Kosten des Personals zu Milliardären gemacht hat.