Kämpferischer Sektor Bau
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Mit rund 45'000 Mitgliedern ist der Bausektor in der Unia ein wichtiger Pfeiler der gewerkschaftlichen Organisation. Er umfasst neben dem Bauhauptgewerbe (Hoch-, Tief- und Holzbau) mit fast 40'000 Mitgliedern auch den Bauplanungsbereich, das Reinigungsgewerbe, den Gartenbau, die Landwirtschaft und die Baustoffindustrie. Das Bauhauptgewerbe ist die Branche mit dem höchsten Organisationsgrad in der Unia. Allerdings bestehen immer noch Bereiche mit ungenutztem Mitgliederpotential. Deshalb streben wir trotz fortdauerendem Beschäftigungsrückgang ein Mitgliederwachstum an.
Der Landesmantelvertrag (LMV) ist mit rund 100'000 Unterstellten einer der wichtigsten Gesamtarbeitsverträge in der Schweiz und hat eine gewisse Pilotfunktion für die anderen Gewerbebranchen und für die gesamte Unia. Seine Erneuerung im Herbst 2005 hat daher grosse Bedeutung. Mit erfolgreichen Lohn- und Frühpensionierungskampagnen haben wir den LMV in den letzten Jahren gestärkt. Allerdings gilt es die zunehmende Tendenz zur Vertragsflucht einzudämmen. Der Holzbau soll wieder in den LMV zurückgeführt werden. Die grossen Gartenbaufirmen, welche das Baugewerbe heute mit Dumpinglöhnen konkurrenzieren, sollen ebenfalls in den LMV integriert oder einem gleichwertigen GAV unterstellt werden. Für die Baukader wird ein einheitlicher GAV angestrebt, dem Poliere, Bauführer aber auch das technische und administrative Personal unterstehen. Ein grosses Potential an Mitgliedern gibt es im Reinigungsgewerbe, wo erst kürzlich ein überregionaler GAV für die ganze deutsche Schweiz abgeschlossen werden konnte. Die 50'000 Beschäftigten im Bereich Bauplanung und Generalunternehmen beabsichtigen wir mit Bildungs- und Gleichstellungsthemen sowie mittelfristig mit GAV-Forderungen anzusprechen.
In der Baustoffindustrie mit ihren global tätigen, multinationalen Unternehmen ist die GAV-Abdeckung hoch. Hier wollen wir das Mitgliederpotenzial besser ausschöpfen und so Unia als Vertragspartner stärken. In der Landwirtschaft schliesslich wollen wir die Arbeitsbedingungen besser regulieren und gegen unten absichern.

