Der Stress steigt brutal, die Bauarbeiter kämpfen für mehr Schutz
Dienstag, 20. September 2011, 10.30 Uhr, Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, Grüner Saal im 1. Stock, Zürich
- Dokumente zur Medienkonfernez unten auf dieser Seite
- Dossier zu den LMV-Verhandlungen im Bau
- Die Demo
- Medienmitteilung zur Konferenz
Im letzten Jahr hat die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe um 3,5 Prozent abgenommen. Der Umsatz ist hingegen um 3,1 Prozent gestiegen. Das bedeutet: allein in einem Jahr betrug die Produktivitätssteigerung über sechs Prozent. Für die einzelnen Bauarbeiter bedeutet dies eine brutale Zunahme des Stress’. Die Auswirkungen: Bauen im Schichtbetrieb rund um die Uhr; Bauarbeiter, die Doppelschichten schieben; keine Arbeitsunterbrüche, wenn bei Schlechtwetter die Gesundheit in Gefahr ist…
Die Bauarbeiter verlangen darum mehr Schutz. Der Baumeisterverband hat hingegen massive Abbauforderungen. Auch im Baunebengewerbe boomt es. Die Auftragsbücher sind voll, der Arbeitsmarkt ist ausgetrocknet, Überstunden sind an der Tagesordnung und überall fehlen Fachkräfte. Und trotzdem haben die Arbeitnehmenden im Baunebengewerbe in den letzen Jahren nicht vom Erfolg profitiert.
Seit Februar 2011 verhandeln Gewerkschaften und Baumeister über den neuen Landesmantelvertrag für das Bauhauptgewerbe. Bisher waren die Baumeister in keinem Punkt verbindlich bereit, auf die berechtigten Forderungen der Bauarbeiter verbindlich einzugehen und haben die Verhandlungen in den vergangenen Monaten verschleppt.
Jetzt reicht es den Bauarbeitern. Am kommenden 24. September gehen sie in Bern auf die Strasse. Die Gewerkschaften rechnen mit 10'000 Bauarbeitern – das wäre die grösste Bauarbeiterdemonstration, die in der Stadt Bern seit Jahren stattfand.
Die Gründe für die Demonstration werden folgende Personen aufzeigen:
- Hansueli Scheidegger, Sektorleiter Bau der Gewerkschaft Unia
- Ernst Zülle, Branchenleiter Bau der Gewerkschaft Syna
Für Rückfragen:
- Hansueli Scheidegger, Branchenleiter Baugewerbe Unia
- Ernst Zülle, Branchenleiter Baugewerbe Syna
- Nico Lutz, Mediensprecher der Gewerkschaft Unia
