Ein innovativer Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für eine innovative Branche



Die chemisch-pharmazeutische Industrie ist die wohlhabendste und rentabelste aller Schweizer Industrien. Ihre Angestellten sind die Produktivsten überhaupt. Kein anderer Industriezweig profitiert mehr vom Know-How seiner Arbeitskräfte. Das bedeutet in einer wirtschaftlichen Logik aber auch: Keine andere Industrie muss mehr dafür tun, um ihre Arbeitskräfte an sich zu binden. Wenn man aber sieht, wie wenig Beachtung die Arbeitgeber in den letzten Jahren der weiteren Entwicklung des GAV und den Arbeitsbedingungen ihrer Angestellten geschenkt haben, so staunt man über eine solch nachlässige Haltung. Sie birgt ein grosses Risiko in sich.

 

Die Gewerkschaft Unia hat deshalb entschieden, die Chance zu nutzen und den auslaufenden GAV für die Basler Pharma-, Chemie- und Dienstleistungsunternehmen nicht einfach stillschweigend zu erneuern. Vielmehr soll der Rahmen für eine umfassende Überarbeitung des Vertrags geschaffen werden. Dabei soll der neue GAV gleich in mehrfacher Hinsicht als breit angelegte Plattform für Innovationen dienen: Erstens verbessern wir mit handfesten Fortschritten die Arbeitsbedingungen der Angestellten. Zweitens schaffen wir wieder ein umfassendes Regelwerk der Standards in der Branche. Drittens nutzen wir die Verhandlungen, um den Stellenwert einer aktiven Sozialpartnerschaft sowohl den Arbeitgebern als auch den Angestellten näher zu bringen. Denn wir wollen mit dem GAV 2008 «Innovation für alle!»

 

Der ausführliche Forderungskatalog der Gewerkschaft Unia zur Überarbeitung des GAV Pharma/Chemie 2008 finden Sie im unter «Dokumentation» ...