Europäische Betriebsräte

Europäische Betriebsräte gibt es seit 1996. Ihre Rechte und Pflichten ergeben sich einerseits aus der entsprechenden Richtlinie der EU ("EBR-Richtlinie"), andererseits aus den nationalen Umsetzungsgesetzen in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, Norwegen, Liechtenstein und Island. Dort ist geregelt, unter welchen Umständen EBR einzurichten sind. Im Prinzip gilt: In jedem Unternehmen, das in der EU insgesamt mehr als 1'000 Menschen beschäftigt, und zwar in mindestens zwei Ländern (jeweils mindestens 150), muss ein Europäischer Betriebsrat (EBR) eingerichtet werden. Das gilt auch für Unternehmen mit Sitz ausserhalb des Geltungsbereichs der Richtlinie.

 

Obwohl die Richtlinie in der Schweiz nicht bindend gilt, sind viele hiesige Unternehmen dennoch betroffen. Dies rührt daher, dass entweder Schweizer Konzerne in der EU die Voraussetzungen erfüllen und deshalb einen EBR eingerichtet haben (und Schweizer Delegierte in den EBR aufgenommen haben) oder weil EU-Konzerne (freiwillig) Schweizer Delegierte aufgenommen haben. In allen diesen Fällen haben die EBR das Recht, in wesentlichen Fragen informiert und angehört zu werden, die die Beschäftigten in mindestens zwei Ländern betreffen. Kernaufgabe der EBR ist immer die Information und Konsultation in allen Fragen, die grenzüberschreitende Dinge angehen (z.B. Produktionsverlagerungen, Massenentlassungen,...).

 

Im Sommer 2009 wurde eine neue, weiter gehende EBR-Richtlinie erlassen, die bis zum Sommer 2011 in allen Ländern umgesetzt werden muss. EBR sind die einzigen grenzüberschreitenden betrieblichen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmervertretungen mit einem legalen und demokratisch legitimierten Status. Daher ist es wichtig, die EBR zu unterstützen und zu beraten.   

Grundlegende Informationen zu Europäischen Betriebsräten

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EBR.pdf D Europäische Betriebsräte - in der Schweiz und andernorts 3 MB

Euro-Forum Holcim. Plenarsitzung 2009 in Paris - Bilanz eines schwierigen Jahres

Die Plenarsitzung des Europäischen Betriebsrats (Euro-Forum) von Holcim fand im November 2009 in Paris stattAn dieser Plenumssitzung haben rund 30 Delegierte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus ganz Europa teilgenommen. Diese Delegierten repräsentieren rund 20'000 Beschäftigte des multinationalen Konzerns aus 13 europäischen Ländern. Der aktuelle Newsletter kann hier heruntergeladen werden:

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Newsletter_2010_1_D.pdf D Newsletter Euro Forum Holcim 01/2010 787 KB

Plenarsitzung Euro-Forum Holcim 2008 Bukarest

Die Plenarsitzung des Europäischen Betriebsrates (Euro-Forum) von Holcim fand erstmals in Bukarest, Rumänien, statt (am am 20. und 21. November ). Teilgenommen haben 29 Arbeitnehmervertreter/-Vertreterinnen und Beobachter aus 13 europäischen Ländern. Sie vertreten insgesamt fast 20'000 Beschäftigte im Konzern und seinen Gesellschaften.

 

Der aktuelle Newsletter kann hier heruntergeladen werden:

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Newsletter_091_dt.pdf D Newsletter Euro Forum Holcim 01/09 711 KB

Erste globale Konferenz für GewerkschafterInnen in der Zementindustrie vom 22./23. Juni 2007 in Lissabon

Zum ersten Mal überhaupt fand im Bereich Bau/Baustoffe/Holz eine solche globale, von der Bau-Internationalen BHI und der europäischen Föderation EFBH organisierte Konferenz statt, an der ca. 60 GewerkschaftsvertreterInnen aus allen Kontinenten vertreten waren.

 

Die vier grössten Zementkonzerne der Welt, Holcim, Lafarge, Cemex und HeidelbergCement haben in den letzten Jahren unglaublich expandiert und beherrschen heute einen Drittel des Weltmarktes, in den meisten Ländern haben sie sogar einen Marktanteil zwischen 50 und 90 Prozent. Immer mehr beherrschen diese Konzerne auch die vertikale Produktionskette (von den Rohstoffen bis zum Beton) und die Märkte in den Schwellenländern. Holcim, heute der weltgrösste Zementhersteller, ist klammheimlich auch zu einem der grössten Schweizer Multis geworden, mit rund 90'000 Beschäftigten nach Nestlé und ABB etwa gleichauf mit Novartis an dritter Stelle. Holcim machte 2006 mehr Gewinn wie die 10 grössten Schweizer Multis der MEM-Industrie zusammen, und zwar inkl. ABB, Schindler etc.!

 

Bezüglich sozialer Verantwortung und Nachhaltigkeit bemühen sich vor allem Holcim und Lafarge darum, auch gegenüber der Öffentlichkeit und den Anlegern ein gutes Bild abzugeben. Auch funktionieren die Beziehungen zu den Arbeitnehmervertretungen und Gewerkschaften in Europa relativ gut. Trotzdem beklagten sich an der Konferenz vor allem GewerkschafterInnen aus Südostasien und aus Lateinamerika über gewerkschaftsfeindliches Verhalten. So wurde aus Lafarge- und Holcimbetrieben berichtet, dass systematisch Stammpersonal, das in der Regel in der Gewerkschaft organisiert ist, durch unorganisiertes Personal aus Subunternehmen ersetzt wird. Dieses ist nicht gewerkschaftlich organisiert und arbeitet zu viel tieferen Löhnen und längeren Arbeitszeiten.

 

An einer separaten Sitzung der Holcim-Vertreter wurde vereinbart, das globale Gewerkschaftsnetz zu stärken und den Informationsaustausch, der innerhalb von Europa vor allem über das Netz der Europäischen Betriebsräte funktioniert, auch auf den anderen Kontinenten zu intensivieren. Zudem sprachen sich die GewerkschafterInnen aus den Holcim-Niederlassungen dafür aus, mit der Holcim-Konternleitung über den Abschluss einer Internationalen Rahmenvereinbarung zu verhandeln. Gespräche hat es hierüber zwar schon gegeben, bis jetzt aber ohne konkrete Ergebnisse.

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200706_Weltzementmarktbau.pdf ENGL Präsentation Weltzementmarktbau (auf Englisch) 468 KB

Internationale gewerkschaftliche Abkommen mit Multis

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Internationale_gewerkschaftliche_Abkommen_mit_Multis.pdf D Internationale gewerkschaftliche Abkommen mit Multis 379 KB