Finanzmarktkrise
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Die Arbeitnehmenden haben in der letzten Wachstumsperiode gute Arbeit geleistet – am Aufschwung hat man sie kaum teilhaben lassen. Jetzt aber sollen sie die Zeche für eine Krise zahlen, welche uns andere eingebrockt haben.
Gespaltene Konjunktur, gespaltener Arbeitsmarkt
Die Arbeitslosenzahlen verharren seit Beginn des Jahres auf hohem Niveau. Kurzarbeit ist immer noch weit verbreitet und die Zahl der Aussteuerungen steigt an. Dennoch rufen Politiker und Experten bereits das Ende der Krise aus. Ein genauer Blick auf die Wirtschaftszahlen zeigt aber, dass das Land tief gespalten ist: Während einige Branchen der Krise widerstehen, ist die Situation in einer Reihe von anderen Branchen und Regionen immer noch extrem schwierig.
Grosse Teile der Industrie und insbesondere der Exportindustrie leiden weiterhin unter geringer Auslastung. Ein weiterer Kapazitätsabbau ist zu erwarten. Verschärft wird die Situation durch einen immer stärker werdenden Schweizer Franken.
Die Finanzwirtschaft hat sich scheinbar erholt und schüttet bereits wieder Traum-Boni aus. Bereits gibt es Anzeichen einer neuerlichen spekulativen Blasenbildung. Ein zweiter Crash könnte international kaum mehr durch ein Kriseninvestitionsprogramm aufgefangen werden.
Die Binnenwirtschaft profitiert von den bisherigen Zusatzinvestitionen und vom relativ stabilen Privatkonsum. Gefahr droht hier von allfälligen Sparprogrammen der öffentlichen Hand.


