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Unia organisiert das Gewerbe



Der Gewerbesektor ist geprägt von einer Vielzahl von Klein- und Kleinstbetrieben. Die Krise der neunziger Jahren hat zu einer weiteren «Atomisierung» der Firmenstruktur beigetragen. Insgesamt arbeiten heute im Ausbaugewerbe, der Gebäudetechnik, im Holzgewerbe, im Metallbau, im Auto- und Carrossieriegewerbe, in der Elektroinstallationsgewerbe und im Dach- und Wandgewerbe über 200'000 Personen in 28'000 Betrieben. Davon sind heute bereits 35'000 in den fusionierenden Gewerkschaften organisiert.

 

Mit bis zu 4'000 Neumitgliedern jährlich hat sich Unia in diesem Bereich ein ehrgeiziges Wachstumsziel gesetzt. Etwa 60 Prozent der Beschäftigen geniessen den Schutz eines Gesamtarbeitsvertrages GAV. Die Unia wird die GAV kontinuierlich verbessern und ihren Geltungsbereich ausbauen. Branchenübergreifende Forderungen wie der frühzeitige Altersrücktritt, die Einführung der 40 Stunden-Woche, Mindestlöhne über 4'000 Franken netto sowie bessere Weiterbildungs-, Arbeitszeit- und Ferienregelungen. Nur Verträge, die auch eingehalten werden, sind gute Verträge. Wir werden daher die Kontrollen auf den Baustellen und in den Betrieben intensivieren.

 

Unia formuliert Strategien zum Submissionswesen, zur Finanzierung der KMU-Firmen mit günstigen Betriebskrediten, zur Berufsweiterbildung, zur Nachhaltigkeit und zur Beschäftigungspolitik. Damit wird Unia die wirtschaftspolitischen Perspektiven des Gewerbes entscheidend mitprägen.