Jugendarbeitslosigkeit: Nur zum Jammern? Nein, wir haben Lösungen!
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Das fordert die Unia-Jugend:
Recht auf eine Ausbildung oder eine Lehrstelle – für alle. Ohne Sekundarabschluss (Berufsbildung, Maturitätsschule) sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt gleich null. Eine gute Ausbildung sichert einen besseren Lohn, bessere Aufstiegschancen und bessere Weiterbildungsmöglichkeiten. Kurz gesagt: ein besseres Erwerbsleben.
10 Prozent mehr vollschulische Ausbildungsplätze (an Handelsmittelschulen und in Lehrwerkstätten). Auch wenn alle Massnahmen zur Schaffung von mehr Lehrstellen eingesetzt werden, dauert es einige Zeit, bis sie wirklich greifen und alle eine Lehrstelle haben. Inzwischen braucht es daher Lösungen, damit niemand auf der Strecke bleibt. Der Staat muss also auch sein Angebot an Ausbildungsplätze verbessern.
Mehr Lehrstellen durch Förderung der ausbildenden Betriebe und Bestrafung der nicht ausbildenden Betriebe:
- Keine öffentlichen Aufträge und Subventionen für Betriebe, die nicht ausbilden. Diese Betriebe nutzen die Ausbildungsbereitschaft anderer. Jugendliche auszubilden ist mindestens so wichtig wie der tiefe Preis einer Offerte. Zahlreiche Betriebe bekommen Subventionen oder Steuererleichterungen, wenn sie sich in unserem Land niederlassen. Dies muss an die Bedingung gekoppelt werden, dass sie Lehrlinge ausbilden.
- Förderung der ausbildenden Betriebe durch Berufsbildungsfonds. In jedem Kanton und jeder Branche braucht es einen Berufsbildungsfonds, an welchen alle betroffenen Unternehmen finanziell beitragen. Die Gelder aus diesen Fonds werden zur Finanzierung von Projekten für die Berufsbildung gebraucht und an die ausbildenden Betriebe zurückerstattet. Es existieren bereits kantonale Fonds in Genf, Neuenburg, Wallis und bald im Jura. Branchenfonds gibt es noch mehr, zum Beispiel in der Metallindustrie oder im Carrosseriegewerbe.
Der Zugang zur Berufsbildung muss allen offen stehen. Weg mit den Ausbildungsgebühren und Eignungstests! Besser ist eine gute, öffentliche und kostenlose Berufsberatung.
Jeder Lehrling, jede Lehrtochter soll vom ausbildenden Betrieb während mindestens einem Jahr weiterbeschäftigt werden. Alle haben das Recht, Arbeitserfahrung als vollqualifizierte Arbeitnehmer/-innen zu sammeln.
Die Zeit ist reif für den „Pakt für die Beschäftigung der Jugendlichen“! Nicht ausbildende Betriebe sollen stellenlosen Lehrabsolventen eine Teilzeitstelle zu den üblichen Branchenbedingungen anbieten. Für die restliche Zeit werden diesen Jugendlichen Weiterbildungen angeboten, welche von der Arbeitslosenversicherung oder von den Berufsbildungsfonds finanziert werden. Mehr auf www.gewerkschaftsjugend.ch
Die Unia-Jugend hat noch zahlreiche andere Lösungsvorschläge. Mehr dazu in unserem Positionspapier.
