18/02 2012:

Resolution der regionalen Unia-DV vom 18. Februar 2012 - Résolution AD-Unia régionale du 18 février 2012

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Regio_DV_Resolution_Industrie_Bau.pdf RESOLUTION INDUSTRIE-WERKPLATZ UND BAU-LMV 128 KB
19/09 2011:

Mediemitteilung zum Stellen- und Lohnabbau in der Papierfabrik Saber SQP AG in Balsthal

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2011_09_19_Medienmitteilung_Unia_Syna_SPV_BK_zur_Konsultation_Saber_SQP_Balsthal_v_1.pdf MEDIENMITTEILUNG UNIA, BK, SYNA UND SPV VOM 19. 09. 2011 52 KB
19/09 2011:

Die vollständige Stellungnahme der Gewerkschaften und der Betriebskommission zu den in Aussicht gestellten Massnahmen der Papierfabrik Saber SQP AG in Balsthal

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2011_09_14_Konsultation_Saber_SQO_Balsthal_Eingabe_def_korrigiert.pdf STELLUNGNAHME VON BK, UNIA, SYNA UND SPV IM RAHMEN DES KONSULTATIONSVERFAHRENS SABER QPS BALSTHAL SO 45 KB

Unia Biel-Seeland / Solothurn fordert schärfere flankierende Massnahmen und eine verstärkte Umsetzung in den Kantonen - Unia Bienne-Seeland / Soleure exige des mesures d’accompagnement plus sévères et une mise en œuvre renforcée dans les cantons



Delegierte und GewerkschaftssekretärInnen debattierten am Samstag in Olten über die flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit und verabschiedeten einstimmig die nachstehende Resolution.

Die Delegierten der Unia Region Biel-Seeland / Kanton Solothurn haben sich an der Delegiertenversammlung vom Samstag, 28. Mai, in Olten eingehend mit den flankierenden Massnahmen und deren Durchsetzung im Rahmen der Personenfreizügigkeit mit der EU befasst. Die Debatte zeigte: Damit die Löhne, die Arbeitsbedingungen und die Arbeitsplätze in der Schweiz sicher sind, müssen die flankierenden Massnahmen verschärft werden. Die vielen Verstösse und die Weigerung von Bund und Kantonen, trotz gesetzlichem Auftrag Mindestlöhne einzuführen, belegen ein gravierendes Vollzugsproblem. Diese verschärfte Situation verlangt nach schärferen Massnahmen.

Um den Missbrauch auf dem Arbeitsmarkt in den Griff zu bekommen, unterstützt die Unia Region Biel-Seeland / Kanton Solothurn mit Nachdruck die aktuellen Forderungen des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes:

Kontrolloffensive: 50 Prozent aller Neuanstellungen in der Schweiz müssen kontrolliert werden. Bei Neuanstellungen ist die Gefahr am grössten, dass die Arbeitgeber die Löhne drücken. Dafür braucht es mehr Kontrollen. Zudem müssen 50 Prozent der ausländischen Firmen (Entsendefirmen) kontrolliert werden. Die Kantone Bern und Solothurn werden aufgefordert, ihre Kontrolltätigkeit im Rahmen einer stärkeren Zusammenarbeit mit den bestehenden paritätischen Kommissionen auszubauen und zusätzliche Arbeitsmarktinspektoren und Dossier-Sachbearbeitende anzustellen.

Mindestlohnoffensive: Trotz verbreitetem Lohndumping erlassen der Bund und die Deutschschweizer Kantone keine Mindestlöhne. Eine nationale Task Force mit Beteiligung der Gewerkschaften muss den Vollzugsnotstand beseitigen. Bei Dumping müssen die Löhne durch verbindliche Mindestlöhne geschützt werden, wie das im Gesetz vorgeschrieben ist.

Lücken im Gesetz schliessen:

  • Bekämpfung der Scheinselbständigkeit: Pflicht, Dokumente zum Beleg der Selbständigkeit mitzuführen; Kompetenz der Kontrolleure, einen Arbeitsunterbruch zu erzwingen.
  • Sanktionierung von Verstössen gegen Normalarbeitsverträge (NAV): Bund und Kantone müssen alle Verstösse gegen NAV büssen; dumpende Arbeitgeber müssen Löhne nachzahlen.
  • Schutz vor missbräuchlicher Kündigung: Kündigungen aufgrund der Einstellung einer billigeren Arbeitskraft müssen aufgehoben werden können.
  • Solidarhaftung: Bei Lohndumping soll grundsätzlich der Auftraggeber haften müssen – mindestens aber der Generalunternehmer.
  • Beseitigung der Diskriminierung der Schweizer Arbeitskräfte gegenüber ihren KollegInnen in der EU in den Bereichen Mitbestimmung (Übernahme der Regelungen in der EU-Richtlinie über Europäische Betriebsräte).
  • Mehr Schutz bei Massenentlassungen: Es kann nicht sein, dass internationale Firmen Arbeitskräfte in der Schweiz entlassen, nur weil Entlassungen in der Schweiz einfacher sind. Deshalb braucht es eine besseren Kündigungsschutz, eine allgemeine Sozialplanpflicht mit gesetzlichen Mindeststandards, und die Pflicht für Unternehmen, für Restrukturierungsmassnahmen angemessene Reserven zu bilden.

 

Les délégué-e-s de la région Unia Bienne-Seeland / canton de Soleure ont examiné en détail, à leur assemblée des délégués de samedi 28 mai à Olten, les mesures d’accompagnement et leur mise en œuvre dans le cadre de la libre circulation des personnes avec l’UE. Le débat l’a clairement montré: un renforcement des mesures d’accompagnement s’impose pour garantir les salaires, les conditions de travail et les emplois en Suisse. Les nombreuses infractions commises et le refus de la Confédération et des cantons d’introduire, en dépit de leur mandat légal, des salaires minimums révèlent un très grave problème d’exécution. L’aggravation de la situation exige l’adoption de mesures plus sévères.

Pour contrôler les abus sur le marché du travail, la région Unia Bienne-Seeland / canton de Soleure soutient fermement les revendications actuelles de l’Union syndicale suisse (USS):

Offensive de contrôle: 50% des nouvelles embauches en Suisse doivent être contrôlées. C’est lors des nouveaux engagements que le risque de sous-enchère salariale est le plus élevé. D’où la nécessité d’intensifier les contrôles des employeurs. En outre, il faut contrôler 50% des entreprises étrangères (entreprises détachant des travailleurs en Suisse). Les cantons de Berne et Soleure sont invités à étendre leur activité de contrôle, dans le cadre d’une collaboration renforcée avec les commissions paritaires existantes, et à engager davantage d’inspecteurs du marché du travail.

Offensive pour des salaires minimums: malgré le dumping salarial répandu, la Confédération et les cantons alémaniques n’édictent pas de salaires minimums. Une taskforce nationale incluant les syndicats doit mettre fin aux insuffisances dans l’application. En cas de dumping, les salaires doivent être protégés par des salaires minimums obligatoires, comme le prévoit la loi.

Lacunes de la loi à combler:

  • Lutte contre les faux indépendants: obligation d’avoir sur soi des documents attestant de son indépendance; octroi aux contrôleurs de la compétence d’interrompre les travaux.
  • Prise de sanctions contre les infractions aux contrats types de travail (CTT): la Confédération et les cantons doivent punir toutes les infractions aux CTT; les employeurs faisant du dumping doivent payer rétroactivement la différence de salaire.
  • Protection contre les licenciements abusifs: possibilité d’annulation des licenciements liés au recrutement d’un(e) travailleur/euse meilleur marché.
  • Responsabilité solidaire: le donneur d’ouvrage – ou du moins l’entrepreneur général – doit répondre en cas de dumping salarial.
  • Elimination de la discrimination subie par la main-d’œuvre suisse par rapport aux collègues de l’UE en matière de participation (reprise des dispositions de la directive UE sur les comités d’entreprise européens), ainsi que
  • Protection accrue en cas de licenciement collectif: il n’est pas admissible que des sociétés internationales mettent à la porte du personnel en Suisse, pour la seule raison que les licenciements y sont plus faciles. D’où la nécessité d’une meilleure protection contre le licenciement, d’un régime légal de plan social obligatoire fixant des normes minimales, ainsi que de l’obligation pour les entreprises de constituer des réserves adéquates en vue d’éventuelles mesures de restructuration.

Unia fordert Massnahmen der Kantone gegen Massenaussteuerung - Unia exige que les cantons agissent contre la brutale vague de fin de droit aux indemnités de chômage

 Resolution der DV der Unia Region Biel-Seeland / Kanton Solothurn

 

Unia fordert Massnahmen der Kantone Bern und Solothurn gegen die rücksichtslose Massenaussteuerung in der Arbeitslosenversicherung

Trotz einem vergleichsweise sehr knappen Ja von 53 Prozent in der Volksabstimmung vom 26. September 2010, setzt der Bundesrat die unsoziale Revision der Arbeitslosenversicherung (AVIG) mit aller Härte und grosser Rücksichtslosigkeit um. Auf einen Schlag verlieren rund 16'000 Arbeitslose mit der Inkraftsetzung des neuen Gesetzes am 1. April 2011 ihren Anspruch auf Taggelder der Arbeitslosenversicherung. Besonders hart trifft es die unter hoher Arbeitslosigkeit leidenden Regionen am Jurasüdfuss und vorab die Zentren Biel-Bienne und Grenchen. Die Unia Biel-Seeland / Kanton Solothurn fordert angesichts dieser Massenaussteuerung, dass die Kantone Bern und Solothurn Sofortmassnahmen ergreifen, um die Betroffenen zu unterstützen.

Im Kanton Bern wird die Zahl der Arbeitslosen, die am 1. April schlagartig den Taggeldanspruch verlieren, auf 1'500 geschätzt. Im Kanton Solothurn sind es rund 600. Dieses brutale Vorgehen des Bundesrates und namentlich des neuen Volkswirtschaftsministers Johann Schneider-Ammann steht im krassen Widerspruch zu seiner sonstigen Untätigkeit und Laisser-faire-Politik.

Seit Monaten sieht der Bundesrat tatenlos, wie der Schweizer Franken gegenüber dem Euro und dem Dollar immer härter wird. Ausser der Alibi-Übung eines Franken-Gipfels hat das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bisher nichts zuwege gebracht. Die Folge ist, dass in der exportabhängigen Industrie Unternehmen an den Rand des Ruins gedrückt und täglich Arbeitsplätze vernichtet werden. Industriepolitik, wie sie die umliegenden Staaten insbesondere im Bereich der neuen Umwelttechnologien erfolgreich vorantreiben, ist in Bundesbern nach wie vor ein Fremdwort.

Stattdessen butterten Bund und Nationalbank 60 Milliarden Franken in die Rettung der Grossbanken. Zusätzlich ein Skandal ist: Während landesweit eine Strafexpedition gegen die Langzeit-Arbeitslosen im Gange ist, feiern die bürgerlichen Parteien einen gegenüber dem Budget um 5 Milliarden Franken besseren, positiven Abschluss der Bundesrechnung 2010. Das kann so nicht hingenommen werden. Darum  fordert die Unia Biel-Seeland / Kanton Solothurn die Kantone Bern und Solothurn auf, folgende Sofortmassnahmen zu treffen:

1.         Die Kantone schaffen für von der Aussteuerung betroffenen Arbeitslosen Sonderberatungsstellen, die möglichst nahe bei den Arbeitslosenkassen angesiedelt sind. Sie unterstützen die Ausgesteuerten bei der Durchsetzung ihrer Sozialhilfeansprüche.

2.         Die Kantone fördern mit zusätzlichen, konkreten Qualifizierungs- und Beschäftigungsprogrammen aktiv die berufliche Eingliederung der Ausgesteuerten in die Arbeitswelt.

3.         Die Kantone stellen ausreichend finanzielle Mittel bereit, um die  durch die Aussteuerung verursachten Härtefälle zu mildern.

 

Solothurn, 12. Februar 2011

Für Rückfragen stehen zur Verfügung:

Zur Resolution:
Beat Jost, Leiter Unia Region Biel-Seeland / Kanton Solothurn
Mobil 079 658 01 60 – beat.jost(at)unia.ch


 

 

RÉSOLUTION
de l’assemblée des délégué-e-s de la
région Unia Bienne-Seeland / canton de Soleure

Soleure, le 12 février 2011

Unia exige que les cantons de Berne et Soleure agissent contre la brutale vague de fin de droit aux indemnités de chômage

Malgré la courte majorité de 53% obtenue aux urnes le 26 septembre 2010, le Conseil fédéral met en œuvre la révision antisociale de la loi sur l’assurance-chômage (LACI) avec beaucoup d’intransigeance et de brutalité. Du jour au lendemain, près de 16 000 chômeuses et chômeurs perdront leur droit aux indemnités journalières de l’assurance-chômage, suite à l’entrée en vigueur de la nouvelle loi le 1er avril 2011. Les régions du pied sud du Jura, à commencer par les centres de Bienne et Granges (SO), confrontées à un chômage important, seront frappées de plein fouet. Unia Bienne-Seeland / canton de Soleure exige, en réponse à cette vague de fin de droit au chômage, que les cantons de Berne et Soleure prennent des mesures immédiates d’aide aux personnes concernées.

Dans le canton de Berne, le nombre des chômeurs qui, du jour au lendemain, perdront leur droit à l’indemnité journalière le 1er avril prochain est estimé à 1500. Dans le canton de Soleure, près de 600 personnes sont concernées. Cette façon brutale d’agir du Conseil fédéral, et notamment du nouveau ministre de l’économie Johann Schneider-Ammann, est en flagrante contradiction avec sa passivité antérieure et sa politique du laisser-faire.

Depuis des mois, le Conseil fédéral regarde passivement le franc suisse s’apprécier face à l’euro et au dollar. En dehors de l’exercice alibi d’un sommet sur le franc, le Secrétariat d’Etat à l’économie (SECO) n’a rien entrepris jusqu’ici. Il s’ensuit que dans l’industrie d’exportation, des entreprises sont poussées au bord de la ruine, alors que des emplois disparaissent chaque jour. La politique industrielle, que les pays voisins de la Suisse pratiquent avec succès – dans le secteur des nouvelles technologies environnementales notamment, reste taboue dans la Berne fédérale.

A la place, la Confédération et la Banque nationale ont claqué 60 milliards de francs dans le sauvetage des grandes banques. Autre scandale: alors qu’une expédition punitive se prépare en Suisse contre les chômeurs de longue durée, les partis bourgeois se félicitent du bon résultat des comptes 2010 de la Confédération, dépassant de 5 milliards de francs les prévisions budgétaires.

Ce n’est pas acceptable. Unia Bienne-Seeland / canton Soleure invite par conséquent les cantons de Berne et Soleure à adopter les mesures immédiates suivantes:

1.         Les cantons créent pour les chômeuses et chômeurs en fin de droit des services de consultation implantés le plus près possible des caisses de chômage. Ils soutiennent les personnes en fin de droit dans l’obtention de leurs droits à l’aide sociale.

2.         Les cantons encouragent en outre, en mettant sur pied de nouveaux programmes concrets de qualification et d’occupation, la réinsertion professionnelle des personnes en fin de droit.

3.         Les cantons mettent à disposition des moyens financiers suffisants pour atténuer les cas de rigueur dus à la suppression des indemnités de chômage.

 

Resolution: Unia fordert Weiterbeschäftigung nach der Ausbildung - Unia exige le maintien de l’emploi après la formation!

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2010_06_26_Unia_Resolution_zur_hohen_Jugendarbeitslosigkeit.pdf DEUTSCH - RESOLUTION DER REGIONALEN DV VOM 26. JUNI 2010 29 KB
2010_06_26_Unia_Resolution_sur_le_chomage_des_jeunes.pdf FRANCAIS - RESOLUTION DE L’ASSEMBLEE REGIONALE DU 26 JUIN 2010 29 KB

Krisenresolution der Regio-DV vom 30. Januar 2010 in Grenchen: Kurzarbeit auf 24 Monate verlängern, den zu harten Franken bekämpfen!

 

In der Industrieregion Biel-Seeland / Kanton Solothurn drohen weitere massive Arbeitsplatzverluste, wenn der Bundesrat, die Nationalbank und die Kantonsregierungen jetzt nicht unverzüglich die notwendigen und möglichen Massnahmen treffen. Die Delegierten der Unia Region Biel-Seeland / Kanton Solothurn appellieren mit Nachdruck an die politisch Verantwortlichen, die Maximal-Dauer der Kurzarbeit unverzüglich von 18 auf 24 Monate zu verlängern. Die Nationalbank wird aufgefordert, den gegenüber dem Euro zu harten Franken mit allen Mitteln zu bekämpfen.

Die Industrieregion am Jura-Südfuss befindet sich seit Monaten im Würgegriff der Krise. Vorab die exportorientierten Unternehmen der Uhren-, Maschinen- und Metallindustrie, sowie die Zulieferindustrie im Auto-, Werkzeug- und Präzisionssektor leiden unter massiven Umsatzverlusten und haben bereits Tausende Stellen abgebaut. Entsprechend überdurchschnittlich hoch ist die Arbeitslosigkeit in der Region mit Arbeitslosenquoten zwischen 5 und 7 Prozent. Das nahende Ende des Anspruchs auf Kurzarbeit in vielen Betrieben und der zu starke Franken führen zu einer weiteren Verschärfung der Situation.

Kantone müssen sich für die Verlängerung der Kurzarbeit stark machen

Dank der Kurzarbeit sind in der gegenwärtigen Krise viele Stellen erhalten geblieben. Die vom Bundesrat auf den 1. April 2009 vorgenommene Verlängerung auf 18 Monate hat viel dazu beigetragen. Bald werden jedoch zahlreiche Unternehmen die neue Obergrenze von 18 Monaten erreichen. Damit die Betriebe weiterhin auf Kurzarbeit setzen und damit Stellen – und so auch wichtiges betriebliches Know-how - erhalten können, ist eine nochmalige Verlängerung auf 24 Monate notwendig. Aus Gründen der Planungssicherheit in den Firmen braucht es dazu jetzt einen raschen Entscheid des Bundesrates und kein zusätzliches Anhörungsverfahren, wie es vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) erst diese Woche eingeleitet wurde.

Die Delegierten der Unia Biel-Seeland / Kanton Solothurn unterstützen die diesbezügliche Forderung des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) und vieler Arbeitgeber. Die Kantonsregierungen werden aufgerufen, sich aktiv beim Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement für eine unverzügliche Verlängerung der Kurzarbeits-Dauer zu engagieren.

Nationalbank muss Frankenaufwertung entschieden bekämpfen

Mit ihrer Ankündigung kurz vor Weihnachten, nur noch bei starker Aufwertung des Frankens zu intervenieren, gefährdet die Schweizerische Nationalbank zusätzliche Arbeitsplätze in der Exportindustrie. Durch die Aufwertung, vor allem gegenüber dem Euro, werden die Produkte der Schweizer Exporteure im Ausland teurer, was ihre bereits ohne die Aufwertung schwierigen Absatzchancen zusätzlich verschlechtert. Wenn die Nationalbank am Devisenmarkt nicht stärker gegen die Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro interveniert, werden gemäss Schätzungen des SGB-Chefökonomen Daniel Lampart schon dieses Jahr 4400 zusätzliche Arbeitsstellen in der Schweizer Exportindustrie verloren gehen. Bis 2011 würden es bereits 7300 Stellen sein. Der Präsident des Wirtschaftsdachverbands „Economiesuisse“ bestätigte gegenüber der Zeitung „Sonntag“ dieses Schreckenszenario. Angesichts der Wechselkurssituation müssten die Unternehmen Massnahmen ergreifen, was sich tendenziell negativ auf die jetzt schon angespannte Beschäftigungssituation in der Schweiz auswirken werde.

Im Einklang mit dem SGB fordern daher die Delegierten der Unia Region Biel-Seeland / Kanton Solothurn, dass die Schweizerische Nationalbank in bewährter Tradition den Franken gegenüber dem Euro auf einem Wert von spürbar über 1.50 Fr./Euro hält. Teuerungsgefahren sind absehbar keine in Sicht. Im Gegenteil: Es dominieren nach wie vor die Deflationsgefahren – ohne Wohnungsmieten ist die Teuerung in der Schweiz null.

Delegierte unterstützen die Forderungen der Betriebskommissionen

Die Delegierten bekräftigen zudem die Forderungen, die von den Präsidenten und Mitgliedern der betrieblichen Arbeitnehmervertretungen (ANV) und Betriebskommissionen der Maschinenindustrie bereits an einem Treffen der Gewerkschaft Unia Region Biel-Seeland / Kanton Solothurn im Herbst 2009 in einer Resolution erhoben wurden. Sie forderten unter anderem:

       Die Aushandlung von Sozialplänen bei Massenentlassungen aus wirtschaftlichen Gründen muss obligatorisch erklärt werden. Dabei dürfen bestimmte Mindeststandards nicht unterschritten werden. Insbesondere braucht es für die über 55-jährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen weitergehenden Kündigungsschutz.

       Die Konsultationsfrist bei Entlassungen aus wirtschaftlichen Gründen ist generell auf mindestens 30 Tage zu erstrecken, damit die Arbeitnehmendenvertretungen und die Gewerkschaften ausreichend Zeit haben, alternative Lösungen auszuarbeiten.

       In den Betrieben sind in Zeiten mit Wirtschaftswachstum schrittweise Reservefonds für die Krise zu äufnen und zwar so lange, dass daraus bei wirtschaftlichen Einbrüchen mindestens drei Monatslöhne für alle Angestellten bezahlt werden können.

       Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit sind für Weiterbildungsoffensiven der öffentlichen Hand und der Unternehmen zu nutzen. Es braucht bedürfnisgerechte  Weiterbildungsangebote, welche die Chancen der Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Dabei muss auch die Weiterbildung für die schlechter qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gezielt gefördert werden.

       Bei direkten Eingriffen von Banken auf die Betriebe im Rahmen von Kreditvergaben muss dringend öffentliche Transparenz geschaffen werden.

       Für die dringend notwendigen technologischen Innovationen, insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien, müssen der Realwirtschaft zinsgünstige Pensionskassengelder, die von der Nationalbank verbürgt werden, zu Verfügung gestellt werden, wie das der Sektor Industrie der Unia mit der Lancierung eines schweizerischen Produktionsfonds propagiert.

Die vorliegende Resolution wurde an der Delegiertenversammlung vom 30. Januar 2010 einstimmig gutgeheissen.