Unia aktiv 2005

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Unia-Aktivitaeten_2005_d.pdf D Überblick über die Aktivitäten der Unia 2005 839 KB

22. 12. 05 | Schweiz
Mehr Lohn dank Unia-Gesamtarbeitsverträgen

Die Arbeit der Gewerkschaft zahlt sich für die Arbeitnehmenden aus: Bessere Gesamtarbeitsverträge, höhere Mindestlöhne und Lohnerhöhungen schlagen sich direkt im Portemonnaie nieder. Dank diesen GAV sind die ihnen unterstellten Arbeitnehmenden gegenüber den gesetzlichen Mindestbestimmungen um durchschnittlich 20 bis 40 Prozent besser gestellt. Unia hat 2005 in vielen Branchen erfolgreiche Lohnverhandlungen geführt und respektable Abschlüsse erreicht.

>> Liste Lohnabschlüsse 2005/06

22. 12. 05 | Bern
Unia feiert 1. Geburtstag

Gut gestartet, erfolgreich unterwegs und noch lange nicht zufrieden: Das war die Bilanz der Anfang 2005 gegründeten Gewerkschaft Unia an ihrer Jahrespressekonferenz in Bern. Der Erfolg der Unia zeige sich nicht zuletzt bei der Mitgliederzahl, welche im Unterschied zu praktisch allen anderen vergleichbaren Fusionen nicht eingebrochen ist, sondern sich bei über 200'000 Mitgliedern stabilisiert hat. Im kommenden Jahr werden die Löhne für Unia klar im Zentrum stehen. Höhere Reallöhne für alle, Lohngleichheit zwischen Frau und Mann und kein Lohndumping.

21. 12. 05 | Schweiz
Unia erreicht Abschaffung der Stundenlöhnerei bei Carrefour

Ein Signal für den Detailhandel: Als erste Detailhandelskette verzichtet Carrefour auf Stundenlohnverträge und wandelt diese in feste Teilzeitverträge mit Monatslohn um. Dies stellt eine wichtige, im Detailhandel bisher nicht erreichte Errungenschaft dar. Unia fordert die anderen Grossverteiler auf, diesem Beispiel zu folgen. Zudem hat Unia mit Carrefour eine anständige Lohnerhöhung ausgehandelt. Alle Beschäftigten mit einem Monatslohn bis Fr. 4000.- erhalten eine generelle Lohnerhöhung von 65 Franken pro Monat. Für die Löhne über Fr. 4000.- stehen 1,2 Prozent der Lohnsumme zur individuellen Verteilung zur Verfügung.

20. 12. 05 | Zürich
Sersa AG nimmt illegale Arbeitsverträge zurück

Am 8. Dezember setzen sich 25 Betroffene mit einer Protestaktion am HB Zürich gegen ihre Änderungskündigung zur Wehr. Mit Erfolg: Die Sersa AG hat in einem Entschuldigungsschreiben an alle 60 Betroffenen ihren Fehler eingestanden. Mit sofortiger Wirkung gilt die bisherige Version des Arbeitsvertrags. Die Änderungskündigung sah vor, die Angestellten illegalerweise auf Abruf zu beschäftigen, was zu Lohnkürzungen von bis zu 20 Prozent geführt hätte. Die Unia wird die weitere Entwicklung bei der Sersa AG genau beobachten und sich Massnahmen vorbehalten.

20. 12. 05 | Bern
Petition gegen diskriminierende Versicherungsprämien eingereicht


Schweizer Autoversicherer diskriminieren Autofahrer ohne Schweizer Pass. Insbesondere Autofahrer aus dem ehemaligen Jugoslawien oder aus der Türkei zahlen massiv – nämlich um die Hälfte – höhere Prämien als Schweizer. Mit der heute eingereichten Petition fordert die Gewerkschaft Unia zusammen mit rund 6'000 Unterzeichnenden sinnvolle und objektive Kriterien bei der Festlegung der Prämienhöhe.

20. 12. 05 | Zweidlen
Streik bei der SLG Textil AG

Die rund 60 Arbeiterinnen und die Arbeiter des Zürcher Spinnereibetriebes SLG Textil AG in Zweidlen sind heute morgen um fünf Uhr in den Streik getreten. Zuvor waren sämtliche Versuche, die Geschäftsleitung zu Verhandlungen über ihren abrupten Schliessungsentscheid zu bewegen, gescheitert. Die Streikenden verlangen vorbehaltlose Transparenz über die im firmeneigenen Wohlfahrtsfonds angelegten Gelder. Die Arbeiterinnen und Arbeiter wollen Anerkennung für ihre jahrelangen Leistungen im Dienste der SLG Textil AG. Sie kämpfen für ihre soziale und finanzielle Sicherheit.

19. 12. 05 | Schweiz
Frühpensionierung ab 62 im Marmor- und Granitgewerbe

Die Unia-Berufskonferenz der Beschäftigten des Marmor- und Granitgewerbes hat am Wochenende den neuen Branchenvertrag einstimmig akzeptiert. Dies bedeutet für die 850 Beschäftigten dieser Branche, dass sie neu mit 62 in Pension gehen können. Der neue Vertrag bringt ausserdem im kommenden Jahr eine generelle Lohnerhöhung von 100.- Franken. Die Mindestlöhne werden 2006 und 2007 um je 70 Franken angehoben. Damit überschreitet auch der tiefste Mindestlohn die 4000 Franken-Grenze.

 

19. 12. 05 | Dietikon
Aktion gegen Beschnüffelung des Personals im Media Markt

Seit Monaten gärt die Unzufriedenheit beim Personal des Media Marktes in Dietikon. Mit permanenter Videoüberwachung wird das Verkaufsverhalten des Personals kontrolliert und sanktioniert. Mit der Aktion „Willkommen im Media Schnüffelmarkt“ wehrt sich die Unia für faire Arbeitsbedingungen für das Personal des Media Marktes.

17./18. 12. 05 | Bern
Erste «Landsgemeinde der MigrantInnen»


Am 17. und 18. Dezember 2005 trafen sich in Bern 200 VertreterInnen von über 40 Organisationen zur ersten gesamtschweizerischen «Landsgemeinde der Migrantinnen und Migranten». Zentrales Thema war der Widerstand gegen die Asylgesetz-Revision und das neue Ausländergesetz.

Detailprogramm und Fotos: www.ohneuns.ch

16. 12. 05 | Spreitenbach
Sozialplan bei Orion Al-Ko

Die Orion Al-Ko Schweiz restrukturiert nach vier verlustreichen Jahren ihre Produktion in Spreitenbach und baut dabei rund 40 Arbeitsplätze ab. Die Gewerkschaft Unia wurde vom Personal der Orion Al-Ko Schweiz mandatiert, gemeinsam mit dem Angestelltenverband Angestellte Schweiz VSAM einen Sozialplan auszuhandeln. Der Sozialplan konnte heute von allen Beteiligten unterzeichnet werden und wird von der Orion Al-Ko umgehend in Kraft gesetzt. Kernstück des Sozialplanes sind die Mithilfe bei der Stellensuche, Austrittsentschädigungen für alle Entlassenen und spezielle soziale Begleitmassnahmen für Betroffene über dem sechzigsten Altersjahr. Weiter konnte im Rahmen des Konsultationsverfahrens dank Intervention der Arbeitnehmerverbände die Anzahl der Kündigungen reduziert werden.

14. 12. 05 | Reconvillier
Die abgeschlossene Vereinbarung bei Boillat muss bleiben!

Die Beschäftigten von Swissmetal in Reconvilier weigern sich, die Vereinbarung, die vor Jahresfrist zwischen den Behörden, Swissmetal und Unia abgeschlossen wurde, zu ändern. Die Vereinbarung vor einem Jahr beendete den Streik und sah vor, dass die Produktionsstätte in Revonvilier von einem Direktor vor Ort geleitet wird. Daran will sich Swissmetal nun nicht mehr halten. Nach wie vor werden die Personalkommissionen massiv unter Druck gesetzt, sich ruhig zu verhalten.

12. 12. 05 | Buenos Aires
Vasco Pedrina wird Vizepräsident der Bau- und Holzarbeiter Internationale

Unia-Co-Präsident Vasco Pedrina wurde am Kongress des internationalen Bundes der Bau- und Holzarbeiter (IBBH) zum Vizepräsidenten gewählt. Als solcher präsidiert er das Europakomitee der Weltorganisation, dessen Hauptaufgabe die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen den ost- und westeuropäischen Gewerkschaften ist.

10. 12. 05 | Schweiz
Grünes Licht für neuen GAV im Holzbau

Die Delegierten der Unia Berufskonferenz Holzbau haben am Samstag dem 10. Dezember in Bern mit einer Gegenstimme und einigen Enthaltungen dem neu ausgehandelten GAV Holzbau zugestimmt. Allerdings lehnen sie die vorgeschlagenen Kündigungsbestimmungen des GAV sowie das dem Vertrag beigestellte Leitbild einstimmig ab. Diese beiden offenen Punkte sollen nun mit dem Arbeitgeberverband Holzbau Schweiz nachverhandelt werden. Über die Lohnforderung der Unia von 2,3 Prozent verhandeln die Vertragsparteien am 16. Dezember.

8. 12. 05 | Zürich
Protestaktion gegen Änderungskündigungen im Geleisebau

 

60 Arbeitnehmende der Sersa AG haben sich heute Mittag mit einerProtestaktion am HB Zürich zur Wehr gesetzt. Sie alle haben von ihrem Arbeitgeber, dem grössten Schweizer Geleisebauer, eine Änderungskündigung erhalten. Sie sollen künftig illegalerweise auf Abruf beschäftigt werden, was zu Lohnkürzungen von bis zu 20 Prozent führt. Die Forderung der Betroffenen ist klar und eindeutig: sofortige Rücknahme der illegalen Arbeitsverträge durch die Sersa AG.

8. 12. 05 | Schweiz
Ausweitung der Sonntagsarbeit gestoppt

Unia hat ihr Ziel erreicht: der Nationalrat hat mit heute die Ausweitung der Sonntagsarbeit über die Bahnhöfe hinaus klar ablehnt. Nach dem nur ganz knapp gescheiterten Referendum gegen die Änderung des Arbeitsgesetzes war Unia gegen die Ausweitung der Sonntagsarbeit angetreten. Ohne die starke Abstimmungskampagne und das knappe Resultat in der Volksabstimmung, hätte sich der Nationalrat dem Ständerat sicher angeschlossen und die Motion zur Ausdehnung der Sonntagsarbeit angenommen.

6. 12. 05 | Chur
Unia-Samichlaus bei der Migros!

Der Unia-Samichlaus hat am Dienstag dem Calandapark in Chur einen Überraschungsbesuch abgestattet und dabei die Migros-Leitung an ihre Lohn- und Sozialpartnerschaftspflichten erinnert. Der Samichlaus erinnerte an Duttweilers Idee vom sozialen Kapital. Noch seien noch zu viele Migros-Löhne nur knapp über dem Mindestlohn. Nachdem sich die Migros-Manager in den letzten zwei Jahren eine Lohnerhöhung von 11 Prozent genehmigten, seien diesmal nun die Mitarbeitenden dran.

6. 12. 05 | Langnau BE
Unia-Chläuse verteilen Ruten


Per Ende Jahr haben die drei Maschinenindustriebetriebe Liechti & Co., Jost AG und Kasag den seit 60 Jahren bestehenden «Langnauer GAV» mit der Gewerkschaft Unia gekündigt. Unter den rund 140 betroffenen Mitarbeitenden regt sich Widerstand. Sie haben Unia beauftragt, einen neuen GAV zu verhandeln – bisher allerdings ohne Erfolg. Am Samichlausen-Tag verteilte Unia «Chlausen-Säckli» an die Beschäftigten und Ruten an die Arbeitgeber.

2. 12. 05 | Schweiz
Feinstaub: Die Kantone müssen jetzt handeln

Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) und die Gewerkschaft Unia fordern die Kantonsbehörden auf, das Problem der Feinpartikelemissionen aus Dieselmotoren ernst zu nehmen und endlich griffige Gegenmassnahmen zu ergreifen. Chronische Erkrankungen der Atemwege und eine lange Liste anderer durch Feinpartikel hervorgerufener Schäden beim Menschen sind Besorgnis erregend.

>> mehr auf der Informationsplattform www.pm10.ch.

1. 12. 05 | Schweiz
Dem neuen GAV MEM zugestimmt

Die rund 250 Unia-Delegierten des Branchenparlaments der Maschinenindustrie haben heute ganz klar Ja zum neuen GAV gesagt. Eine ganze Reihe von Verbesserungen für die Arbeitnehmenden konnte durchgesetzt werden und jeglicher Versuch, die Arbeitszeit generell zu erhöhen und zu flexibilisieren wurde erfolgreich zurückgewiesen. >> mehr

 

30. 11. 05 | Zürich
Schauspielhaus ZH: Endlich Bewegung im Lohnstreit

Das Schauspielhaus Zürich verpflichtete sich vor dem Einigungsamt zu raschen Verhandlungen über ein neues Lohnsystems. Auf der Basis des Vorschlages der Unia muss die Ausarbeitung der Lohnbestimmungen bis Ende Jahr abgeschlossen sein. In der Zwischenzeit korrigierte das Schauspielhaus bereits die ersten Löhne und steht vor weiteren Nachzahlungen. >> mehr

29. 11. 05 | Schweiz
Transportgewerbe: Les Routiers Suisses übernehmen Unia-Lohnforderungen

Mit Befriedigung nimmt die Gewerkschaft Unia davon Kenntnis, dass der grösste Berufsverband der Lastwagenfahrer „Les Routiers Suisses“ die gewerkschaftlichen Lohnforderungen übernommen hat. Unia unterstützt Les Routiers Suisse vollumfänglich in der Auseinandersetzung um bessere Löhne und Arbeitsbedingungen. Umso unverständlicher ist es für Unia, dass kantonale Routiers-Verbände mit ASTAG Löhne vereinbaren, die nicht nur deutlich unter diesen Ansprüchen liegen, sondern auch noch schlechter sind, als die früher gültigen, von ASTAG einseitig gekündeten Unia-Verträge. >> mehr

27. 11. 05 | Schweiz
Das knappe Resultat ist ein klares Nein zu einer generellen Ausweitung der Sonntagsarbeit

Eine klare Mehrheit der Kantone und fast die Hälfte der Stimmberechtigten lehnen die Änderung des Arbeitsgesetzes ab. Dies macht deutlich: Eine weitergehende Liberalisierung der Sonntagsarbeit über die Bahnhöfe hinaus ist chancenlos. Unia wird in den nächsten Wochen Vorstösse unternehmen, um die betroffenen Angestellten in der ganzen Schweiz kollektivvertraglich abzusichern.

27. 11. 05| Wallis
Alcan behält seine Abbaustrategie im Wallis bei

Alcan weicht kein Jota von ihrer Abbaupolitik im Wallis ab. Der Aluminium-Gigant hat heute den Abbau von 110 Arbeitsplätzen bestätigt. Die industrielle Perspektive aller Alcan-Werke im Wallis ist nach wie vor unklar. Die Gewerkschaft Unia setzt sich mit Nachdruck für Lösungen ein, die eine Desindustrialisierung der gesamten Region verhindern.

26. 11. 05 | Schweiz
8000 SMS sind angekommen

Vier Fünftel der von Unia verschickten 10 000 SMS für ein Nein zur Sonntagsarbeit haben ihre Empfängerinnen und Empfänger erreicht. Fast 200 Unia-Mitglieder gaben spontan ein positives Feedback, einige wenige reagierten genervt. Die Auswertung der telefonischen Nachbefragung ist im Gange.

26. 11. 05 | Bern
Unia-Delegierte fürs Referendum

Die rund 200 Unia-Delegierten haben nach «einem Jahr Unia» eine positive Bilanz gezogen. Sie verabschiedeten für nächstes Jahr die Forderungen «rauf mit den Reallöhnen» und «Lohngerechtigkeit für Frauen» als Schwerpunkte und sprachen sich gegen die geplante Verschärfung des Ausländergesetzes aus. Falls das Parlament an den Verschlechterungen festhält, wird Unia das Referendum unterstützen.

Seit September 05 | Bern
Ansturm auf Deutschkurse

Die Unia-Deutschkurse für Mitarbeitende in der Reinigungsbranche finden grossen Anklang: Dank der finanziellen Unterstützung der paritätischen Branchen-Kommission können allein in Bern sieben Kurse für über hundert Interessierte angeboten werden. Auch in Müntschemier, Biel, Luzern und Basel führt Unia Deutschkurse durch, welche auf die speziellen Arbeitszeiten in der Reinigung, in der Landwirtschaft und im Gastgewerbe zugeschnitten sind.

19.-23. 11. 05 | Basel
Unia an der Gastro-Messe


An der grössten Schweizer Messe des Gastgewerbes mit rund 80 000 Besucherinnen und Besuchern darf die Branchen-Gewerkschaft Unia nicht fehlen: An einem eigenen Stand informierte Unia über die gewerkschaftliche Arbeit.

21.11.05 | Schweiz
Meister mauern gegen Poliere

Der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für Poliere läuft Ende Jahr aus. Der Baumeisterverband (SBV) hat am 21. November erklärt, dass er keinen neuen Polier-GAV mit der Unia abschliessen wolle, sondern einen ausgedünnten Rahmenvertrag. Dieser sieht unter anderem völlig deregulierte Arbeitszeiten und nur noch individuelle Lohnverhandlungen vor. Unia hingegen verlangt einen neuen GAV mit Minimallöhnen gegen Lohndumping und zwei Prozent mehr Lohn.

19. 11. 05 | Brig
Wallis: Null Bock auf Nazis

4300 Oberwalliser und Oberwalliserinnen haben die Juso-Petition «Null Bock auf Nazis» unterzeichnet. Am 19. November hat Unia-Sekretär Dominik Luggen (links im Bild) die Petition dem verantwortlichen Walliser Justizminister übergeben. Die Petition fordert, dass die Behörden die Gewalt der Neonazi-Szene endlich ernst nehmen. Mitte September hatten 400 Neonazis im Oberwallis von der Polizei unbehelligt rechtsextreme Parolen verbreitet.

16. 11. 05 | Zürich
Einigung nach Taxistreik

Der Taxi-Streik am Flughafen Zürich im vergangenen Juli war ein Erfolg: Im November konnte Unia für die Flughafen-Taxis einen 13. Monatslohn aushandeln. Die Fahrer müssen nur noch zwei Lohnprozente an die Taggeldversicherung zahlen. Ein erster Schritt zu einem Gesamtarbeitsvertrag, der bis Mai ausgehandelt werden soll.

16. 11. 05 | Aargau
Unia gewinnt vor Gericht

Im Kanton Aargau muss die Bewilligung von Sonntagsverkäufen im Advent restriktiver gehandhabt werden: Das Verwaltungsgericht hat eine entsprechende Klage der Gewerkschaft Unia gutgeheissen. Unia hält fest, dass die Beschwerde sich nicht gegen traditionelle Weihnachtsmärkte, sondern gegen Adventsverkäufe in Einkaufszentren und auf der grünen Wiese richtet.

15.11.05 | Schweiz
Mammut-Fusion im Baugewerbe: Keine Entlassungen!

Batigroup und Zschokke, die beiden grössten Schweizer Bauunternehmen, schliessen sich zu Implenia zusammen. Unia begrüsst es, dass mit Implenia ein starker schweizerischer Anbieter entsteht, der bei Grossprojekten in der Schweiz gegenüber internationalen Baukonzernen konkurrenzfähig bleibt. Der Zusammenschluss darf aber keinesfalls zu Lasten der Beschäftigten gehen. Es besteht kein Anlass für den angekündigten Stellenabbau von 10 Prozent. Unia fordert daher von der neuen Unternehmensführung keine Entlassungen, vollständige Transparenz und soziale Garantien.

14. 11. 05 | Bern
Höhere Mindestlöhne für Sicherheitsbranche

Die Unia-Delegierten der Sicherheitsbranche haben am 14. November dem neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) zugestimmt. Dieser bringt eine einheitliche Spesenregelung und um 1,2 bis 3 Prozent höhere Mindestlöhne. Der monatliche Mindestlohn bei 2000 Jahresarbeitsstunden beträgt nun 3700 Franken. Neu sind die Vollzugskostenbeiträge für alle Firmen verbindlich. Dadurch können die Unia-Verantwortlichen vor Ort in die Kontrollen einbezogen und für ihre Arbeit entschädigt werden.

14.11.05 | Bern
Gleichstellungspolitik konkret

Die erste Unia-Konferenz der Frauen in der Industrie setzt sich für Lohngleichstellung in den Betrieben ein. In Personalkommissionen engagierte Gewerkschaftsfrauen sollen gezielt unterstützt werden

14.11.05 | Reconvilier
Swissmetal: Personal einmal mehr hinters Licht geführt

Heute Morgen hat die Swissmetal-Leitung mitgeteilt, dass die Giessereiaktivitäten definitiv von Reconvilier nach Dornach verlagert werden. Damit entlarvt Swissmetal ihre eigenen Informationen vom vergangenen Dienstag und ihre Versprechungen gegenüber der Berner Regierungsrätin Elisabeth Zölch als rein taktisches Manöver. Die Gewerkschaft Unia kritisiert dieses Vorgehen aufs Schärfste. Zudem bezweifeln Unia und die Beschäftigten weiterhin, ob unter den neuen Bedingungen die Produktion an zwei Standorten langfristig aufrecht erhalten und weiter entwickelt werden kann. Denn funktionierende Produktionsketten würden gesprengt und durch neue, logistisch aufwändige Prozesse ersetzt, die nicht nur teuer, sondern auch störungsanfällig sind.

1.–11. 11. 05 | Schweiz
Betonköpfe für Lohnabbau

Die Arbeitgeber der Betonwarenindustrie lehnen reale Lohnerhöhungen ab und wollen zudem die Überstundenzuschläge streichen: Die Gewerkschaft Unia wehrt sich dagegen und verlangt monatlich mindestens 120 Franken mehr Lohn. Derzeit informiert Unia die Beschäftigten mit Flugblättern und an Betriebsversammlungen.

10.11.05 | Biel
Suzanna auf der Baustelle

Wie viele andere Mädchen besuchte am nationalen Tochtertag auch die zwölfjährige Suzanna Pohl ihren Vater, den Bieler Unia-Bausekretär Antonin Pohl, bei der Arbeit. Am Berufswunsch von Suzanna hat sich allerdings nichts geändert: Sie möchte nach wie vor „etwas mit Kindern“ machen.

9.11.05 | Schweiz
Zementindustrie: Vorbildlicher Mutterschaftsurlaub

Unia hat die diesjährigen GAV-Verhandlungen bei Holcim, dem grössten Zementhersteller der Welt mit 60'000 Beschäftigten in 70 Ländern, erfolgreich abgeschlossen. In der Schweiz profitieren rund 1'400 Personen (davon sind 17 Prozent Frauen) von einer Reihe von Verbesserungen: Die Lohnsumme wird insgesamt um 2,6 Prozent erhöht. Ausserdem haben alle Mitarbeiterinnen, die mindestens ein Jahr bei Holcim arbeiten, Anrecht auf 18 Wochen Mutterschaftsurlaub bei vollem Lohn.

2.11.05 | Schweiz
Coop hat die Nase vorn

Erfreuliches Ergebnis der Unia-Lohnverhandlungen mit Coop: Alle Löhne unter 4000 Franken werden um 100 Franken erhöht. Von dieser Lohnerhöhung profitieren mehrheitlich Frauen. Das ist ein wichtiger Schritt zur Lohngleichstellung der Frauen. Auch die Mindestlöhne hebt Coop um je 100 Franken an. Somit verdienen Beschäftigte ohne Ausbildung (im Alter von 20 Jahren) neu 3400 Franken.

November 05 | Schweiz
Keine Chance für Rassisten

Die Unia-Abteilungen Jugend und Migration haben eine neue Broschüre für Gewerkschaftsmitglieder verfasst, die sich gegen Rassismus und Diskriminierung wehren wollen. Die Broschüre zeigt auf, wie man mit oder ohne rechtliche Schritte zu seinem Recht kommt und enthält eine Liste aller Vereine und Beratungsstellen, die weiterhelfen.

31.10.05 | Egerkingen SO
Sieg der Egerkinger


Der Kampf hat sich gelohnt: Die Gewerkschaft Unia hat sowohl die Verhandlungen mit Denner über den Erhalt von Arbeitsplätzen und über einen GAV als auch die Verhandlungen mit Rewe Schweiz über einen Sozialplan für die Beschäftigten in Egerkingen erfolgreich abgeschlossen. Der ausgehandelte Sozialplan übertrifft sämtliche Erwartungen.

31.10.-5.11.05 | Schweiz
An die Arbeit, „Mr. Lehrstellen“!


Im Vorfeld der Lehrstellenkonferenz vom 10. November macht die Unia-Jugend Druck auf die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Verwaltung. In fünfzehn Schweizer Städten hat Unia vom 31. Oktober bis 5. November gegen den Lehrstellenmangel und die Jugendarbeitslosigkeit protestiert. Den Abschluss der Aktionswoche bildete die von der offenen Jugendarbeit organisierte Demo in Zürich: Etwa 500 Jugendliche verlangten „Future Now!“ statt „No Future“. In seiner Rede forderte Unia-Co-Präsident Vasco Pedrina unter anderem einen nationalen Delegierten für Jugendbeschäftigung, einen „Mr. Lehrstellen“.

27. 10. 05 | TG, AG
Selbst die RAV kritisieren Aldi

Bei der Eröffnung der ersten Aldi-Läden in der Schweiz hat Unia die Anstellungsbedingungen als unhaltbar kritisiert. Ein Beispiel: Obwohl Aldi fast nur Teilzeitpersonal zu Löhnen unter 2000 Franken brutto beschäftigt, sind alle Zweitjobs genehmigungspflichtig. Nun hat Unia Schützenhilfe von den Regionalen Arbeitsämtern (RAV) bekommen. Laut Sonntagsblick können Arbeitslose einen Job bei Aldi ohne Sanktionen ablehnen – weil die Arbeitsverträge nicht arbeitnehmerfreundlich seien.

27./29. 10.05 | AG, BL
Maschinen-GAV verbessern

An Industriekonferenzen in Aarau und Pratteln hat Unia über den Stand der Verhandlungen in der Maschinenindustrie informiert. Die insgesamt 200 Delegierten beharren auf materiellen Verbesserungen im neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV).

26. 10. 05 | Schachen LU
Im Gespräch mit Astag-Mitglied

Die Unia-Kampagne gegen den Überstunden-Wildwuchs im Transportgewerbe zeigt Wirkung: Bei der Imbach Logistik AG hat Unia fehlende schriftliche Abrechnungen und mickrige Pauschalabgeltungen kritisiert. Der Firmeninhaber und Astag-Zentralkassier Walter Imbach und Unia-Sekretär Roland Schiesser haben nun Gespräche über die von Unia vorgeschlagene Arbeitszeit-Vereinbarung aufgenommen.

25. 10. 05 | Nyon VD
Auf den Erfolg anstossen

10 000 Franken mehr Lohn für jeden deutschen Arbeiter auf der Waadtländer Baustelle des Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher: Diesen Erfolg haben die Gewerkschaftssekretäre Aldo Ferrari und Jean Kunz bei einem Baustellen-Apéro gemeinsam mit den Arbeitern gefeiert.

25. 10. 05 | Bern
Unia-Delegierte beharren auf Verbesserungen im GAV Maschinenindustrie

Die rund 220 Delegierten der nationalen Industriekonferenz MEM der Gewerkschaft Unia haben heute den Stand der Verhandlungen zur Erneuerung des GAV in der Maschinenindustrie diskutiert und die Leitlinien für den weiteren Verlauf festgelegt. Zudem unterstützte die Versammlung einstimmig eine Petition gegen die Entlassung eines langjährigen Betriebskommissionspräsidenten der Matisa in Crissier (VD). Schliesslich kritisierten die Delegierten in einer Resolution die drohende Verlagerung von Produktionsanlagen bei Swissmetal von Reconvilier nach Dornach.

20.-23. 10. 05 | Schweiz
Mehr Sonntagsvergnügen statt Sonntagsarbeit


Sonntagsarbeit soll die Ausnahme bleiben. Deshalb sagt Unia Nein zur Aufweichung des Arbeitsgesetzes am 27. November. Die Gewerkschaft ist überzeugt, dass dies der Dammbruch zu mehr Sonntagsarbeit wäre – zuerst im Verkauf, dann auch in anderen Branchen – , mit einschneidenden Folgen für das Sozialleben vieler Beschäftigter. Darauf hat Unia während den Aktionstagen vom 20. bis 23. Oktober in der ganzen Schweiz aufmerksam gemacht.

Ende Oktober| Crissier VD
Matisa: Präsident der Betriebskommission grundlos entlassen

Der Maschinenbaubetrieb Matisa in Crissier VD hat dem Präsidenten der Betriebskommission (Beko) gekündigt. Der 52-jährige Schweisser Jean-Marc Coulon arbeitet seit fünfzehn Jahren bei Matisa, seit dreizehn Jahren engagiert er sich in der Betriebskommission. Unia wird alles daran setzen, dass der Gewerkschafter wieder eingestellt wird und hat eine Petition lanciert, die online unterzeichnet werden kann. >> mehr

20. 10. 05 | Schweiz
Gesamtarbeitsvertrag für Angestellte der elvetino AG

Die Gewerkschaften SEV und Unia haben mit der elvetino AG, SBB-Tochter für Bahngastronomie und Nachtzugservice, einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) abgeschlossen. Dieser gilt ab Anfang 2006 unbefristet und kann frühestens auf Ende 2007 gekündigt werden. Er bietet dem Railbar- und übrigen Bahnrestaurationspersonal eine Lohngarantie von mindestens 3182 Franken pro Monat, was dem Landes-Gesamtarbeitsvertrag (L-GAV) des Gastgewerbes entspricht. >>mehr

20. 10. 05 | Basel
Mitglieder feiern 60 Jahre GAV

Fast 200 Unia-Mitglieder beteiligten sich an der Feier zum  60-jährigen Jubiläum des Gesamtarbeitsvertrages in der Chemiebranche in Basel.

19. 10. 05 | Basel Stadt
Mindestlohn im Detailhandel

Seit Mitte Oktober muss sich der Basler Detailhandel an einen mit Unia ausgehandelten Rahmenarbeitsvertrag halten. Die Vereinbarung schreibt einen Mindestlohn von 3020 Franken (ab 2008: 3300 Franken) und mindestens zwölf arbeitsfreie Samstage vor.

17. 10. 05 | Ganze Welt
Frauensolidarität rund um die Welt


Zum Abschluss des «Marche mondiale» machten rund 50 Frauen, darunter viele Unia-Gewerkschafterinnen, ihre Forderungen in den Gassen von Bern sichtbar. Mit Ballonen und riesigen roten Händen forderten sie «Gerechtigkeit, Frieden, Gleichberechtigung» und – aus aktuellem Anlass – «Hände weg vom Sonntag».

15. 10. 05 | Bern
Chauffeure zu Fuss unterwegs


Rund 50 Chauffeurinnen und Chauffeure gingen am Samstag – für einmal zu Fuss – auf die Strasse. Sie fordern einen Gesamtarbeitsvertrag mit Minimallöhnen und den 13. Monatslohn für alle. Die Demo war der Abschluss einer internationalen Aktionswoche.

14. 10. 05 | Winterthur
Asbest-Skandal bei Sanierungsarbeiten

Firma vertuscht und gefährdet Mitarbeitende: Die Gewerkschaftszeitung work berichtet in ihrer heutigen Ausgabe über einen Asbest-Skandal, den sie in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Unia recherchiert hat. Unia fordert die verantwortliche Firma auf, endlich die Verantwortung zu übernehmen und alles zu unternehmen, um die betroffenen Arbeitnehmer abzusichern.

12. 10. 05 | Pfäffikon ZH
Mehr Lohn: Kontrollen wirken

In der Schweiz gelten Schweizer Löhne: Das musste auch die deutsche Baufirma Sen akzeptieren. Ihre Arbeiter auf der Aldi-Baustelle in Pfäffikon bekommen dank der Intervention von Unia rückwirkend 20 bis 30 Prozent mehr Lohn.

9. 10. 05 | Egerkingen
Beharrlicher Einsatz hat sich gelohnt

Der beharrliche Einsatz der über 150 Beschäftigten des Denner-Verteilzentrums in Egerkingen hat sich gelohnt. Nach einem Warnstreik zeigt sich Philippe Gaydoul offen für Verhandlungen und vespricht der Belegschaft sich persöhnlich für die Erhaltung der Arbeitspläztze in Egerkingen einzusetzen. Unia hat damit einen wichtigen Meilenstein gelegt. Erstmals hat sich Denner zu einer Sozialpartnerschaft mit der Gewerkschaft Unia bekannt. >> mehr

 

09. 10. 05 | Schweiz
Unia fordert Sozialpartnerschaft mit Denner

Mit der Übernahme des Rewe/Usego-Verteilzentrums in Egekingen hat sich Denner nicht nur als aufstrebende Kraft im schweizerischen Detailhandel bestätigt. Denner übernimmt damit auch soziale Verantwortung! Das Unternehmen steht nun insgesamt vor der Herausforderung, endlich eine zeitgemässe Sozialpartnerschaft mit der Gewerkschaft Unia einzugehen.

7. 10. 2005 | Schweiz
M-Abbau: Die Wahrheit auf den Tisch!

In ihrem Geschäftsbericht 2004 durfte die Migros 545 Millionen Franken Gewinn bejubeln. Dennoch sickern jetzt aus verschiedenen Migros-Genossenschaften Informationen über Stellenabbau-Programme in zweistelliger Millionenhöhe an die Öffentlichkeit. Allein bei der Migros Luzern sollen 40 Millionen Franken eingespart werden. Unia verlangt von Migros offene Information.

5. 10. 05 | Muttenz (BL)
Schuld ist das Management


An Kiosken in der ganzen Schweiz hat Unia untenstehende Plakate aufgehängt. Damit hat die Gewerkschaft auf den Abbau Hunderter von Stellen bei der Kioskbetreiberin Valora aufmerksam gemacht. Für Unia ist klar: Schuld an der finanziellen Misere ist das Valora-Management. Unia fordert dessen Rücktritt, offene Information und einen echten Sozialplan für die Betroffenen.

3. 10. 05 | Neuenburg
Mehr Exporte, mehr Lohn

Höhere Mindestlöhne, längere AHV-Überbrückungsrenten, kürzere Arbeitszeiten, bessere Sozialleistungen: Dies sind die gewerkschaftlichen Hauptforderungen für den neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) in der Uhrenindustrie. Die Arbeitnehmenden sollen am Exportwachstum der Uhrenindustrie, das sie miterarbeitet haben, beteiligt werden. Die Verhandlungen beginnen am 18. Oktober.

2. 10. 05 | Bern
Saubere Löhne

Am YB-Match vom 2.Oktober hat Unia die Fussballfans mit einer gelb-schwarzen Postkarte empfangen. Die Botschaft: Das Reinigungspersonal, welches das neue Stadion putzt, soll endlich sauber entlöhnt werden. In den gegenwärtigen Verhandlungen um eine Teilerneuerung des Gesamtarbeitsvertrages fordert Unia nebst einer anständigen Lohnerhöhung den vollen 13. Monatslohn für alle. Nach dem Spiel hat der Arbeitgeberverband Allpura gelb-schwarze Post bekommen: YB-Fans haben die Solidaritäts-Postkarten von Unia unterschrieben und eingeschickt.

1. 10. 05 | Schweiz
Ein GAV für alle Maler und Gipser

Der Bundesrat hat den Gesamtarbeitsvertrag der Malerinnen und Gipser per 1. Oktober allgemein verbindlich erklärt. Somit gilt er für alle rund 13 000 Beschäftigten der Branche in der deutschen Schweiz.

September | Schweiz
Unia fordert Erhöhung der Kilometer-Entschädigungen

Seit Anfang Jahr sind die Benzinpreise stark gestiegen. Berücksichtigt man auch die Kostensteigerung bei der Autohaftpflichtversicherung, wird das Portemonnaie der Autofahrer sogar um 5 Rappen pro Kilometer mehr belastet. Die Gewerkschaft Unia fordert die Arbeitgeber daher auf, die entsprechenden Entschädigungen auf Anfang 2006 um 5 Rappen pro Km zu erhöhen.

September | Brüssel
Visumspflicht: Bald freie Fahrt

In der Schweiz lebende Ausländerinnen und Ausländer aus Nicht-EU-Staaten brauchen ein Schengen-Visum, wenn sie in oder durch EU-Länder reisen. Unia setzt sich schon lange dafür ein, dass diese Visumspflicht aufgehoben wird. Nun hat die EU-Kommission endlich den Entwurf für ein neues Reglement unterzeichnet. Es soll Nicht-EU-Angehörigen aus der Schweiz die visafreie Durchreise erlauben, noch bevor die Schweiz Schengen-Vollmitglied ist. >>mehr

29. 9. 05 | Schweiz
Kein M-Budget für das Personal

Nachdem sich die obersten Migros-Bosse 2004 eine weitere Lohnerhöhung von 5,9 Prozent genehmigt haben, ist jetzt das Personal dran. Die Gewerkschaft Unia fordert von der Migros neben dem generellen Teuerungsausgleich 100 Franken mehr Lohn pro Monat. Ausserdem sollen die Frauenlöhne um 100 Franken erhöht und gelerntem oder erfahrenem Personal mindestens 4000 Franken bezahlt werden. >> mehr

25. 9. 05 | Schweiz
Nach dem Ja: Unia nimmt Arbeitgeber und Behörden beim Wort


Die Gewerkschaft Unia ist sehr erfreut über das Volks-Ja zum freien Personenverkehr. Die Gewerkschaften und insbesondere Unia haben sich vehement für diese Vorlage eingesetzt und damit entscheidend zum Ja beigetragen. Unia hat damit auch Verantwortung übernommen und wird jeden Fall von Lohndumping denunzieren. Zudem müssen Behörden und Arbeitgeber die abgegebenen Versprechen zur Bekämpfung von Lohndumping rasch einlösen.

22. 9. 05 | Schweiz
70 elvetino-Stellen sind gefährdet

Weniger Wägeli, weniger Railbar-Stewards – aber angeblich keine Entlassungen: Das teilt die SBB-Tochter elvetino mit. Unia wird auf der Einhaltung dieses Versprechens bestehen. Eine Häufung von scheinbar „individuellen“ Kündigungen, zum Beispiel, weil jemand zuwenig Umsatz erziele, wird Unia nicht akzeptieren. Denn das käme einer vertuschten Massenentlassung gleich, um die Sozialplanpflicht zu umgehen.

21. 9. 05 | Basel-Landschaft
Unia zieht Migros-Urteil weiter


Das Strafgericht Basel-Landschaft hat eine von der Migros wegen Hausfriedensbruch angezeigte Gewerkschafterin frei gesprochen. Das Gericht hat die Entschädigungsforderungen der Migros abgewiesen und das von der Migros ausgesprochene Hausverbot für GewerkschafterInnen als willkürlich taxiert. Der zweite Gewerkschafter wurde aber zu einer symbolischen Busse von 100 Franken verurteilt. Unia kann dieses Urteil nicht akzeptieren und strebt den vollumfänglichen Freispruch in zweiter Instanz an.

21. 9. 05 | Bern
Maschinenindustrie: Die Angestellten schlagen Alarm

So nicht! Die Voten an der nationalen Maschinenindustrie-Konferenz waren eindeutig: Der Angriff der Arbeitgeber auf die 40-Stunden-Woche und den 13. Monatslohn stossen bei den Beschäftigten auf Widerstand. Die rund 200 Delegierten verabschiedeten eine entsprechende Resolution und beschlossen weitere Aktionstage vom 17. bis 19. Oktober. In möglichst vielen Betrieben soll ein „GAV-Alarm“ ausgelöst werden.

18. 9. 05 | Egerkingen
Kampf für Pick-Pay-Standorte

Nach dem Verkauf von Pick-Pay an Denner kämpfen die Beschäftigten im Verteilzentrum Egerkingen (SO) um ihre Arbeitsplätze. Auf einer Betriebsversammlung am 18. September wählten die Beschäftigten ein Komitee. Dieses erarbeitet zusammen mit Unia Vorschläge, um die Zahl der bedrohten 250 Arbeitsplätze zu verringern. Unia verlangt zudem, dass der mit Rewe ausgehandelte Sozialplan für die nächsten zwei Jahre garantiert wird. Und: Der Usego-GAV muss übernommen werden. >> mehr

17. 9. 05 | Bern
Fussball ohne Grenzen


Auf dem Bundesplatz hat ein Fussballturnier der besonderen Art stattgefunden: Einheimische spielten zusammen mit Flüchtlingen und Papierlosen um den «Ohne-uns-geht-nichts-Pokal». Anlass für das von der Bewegung «Wir sind die Schweiz» organisierte Fussballturnier war die Herbstsession des Parlaments. Dort wird noch einmal über die Verschärfungen im Ausländer- und Asylgesetz beraten. Die beiden Unia-Teams landeten auf dem dritten und vierten Platz.

16. 9. 05 | Schweiz
Unia misst die Fortschritte in der Gleichstellung

 

Erst wenn Fortschritte bezüglich Gleichstellung in einem Unternehmen gemessen werden können, ist die Wirkung von Gleichstellungsmassnahmen belegbar. Das Verfahren nennt sich Gleichstellungscontrolling. Die Gewerkschaft Unia startet in ihrer eigenen Organisation ein breit angelegtes Programm dazu. Innerhalb der nächsten zwei Jahre werden so in der Gewerkschaft die Grundlagen für mehr Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern geschaffen. >> mehr

16. 9. 05 | Zürich
Lohnklau im Theater dauert an

 

Mit Stil hat Unia die Gäste zur Saisonpremiere am Schauspielhaus Zürich empfangen: Im Frack verteilten Unia-Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter prophylaktisch eine Portion «Anti-Lohnklau» – damit es den Gästen nicht so gehe wie den Angestellten hinter den Kulissen. Denn der Schauspielhaus-Verwaltungsrat verweigert seit einem halben Jahr die Umsetzung eines neuen Lohnreglements, welches das technische Personal gerechter einstufen würde. >> mehr

12. - 16. 9. 05 | Schweiz
Aktionswoche in 100 Betrieben

Zwei Wochen nach dem Auftakt zu den Vertragsverhandlungen in der Maschinenindustrie hat Unia eine nationale Aktionswoche durchgeführt. In über 100 Betrieben in der ganzen Schweiz haben Gewerkschaftsmitarbeitende über die Unia-Forderungen und die Angriffe der Arbeitgeber auf die Arbeitszeit und den 13. Monatslohn informiert.

13. 9. 05 | Schweiz
Rhenus Alpina kündigt GAV


Die Basler Rhenus Alpina AG hat den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) mit Unia, SEV und KV-Basel gekündigt. Für die rund 700 Betroffenen heisst das unter anderem 1,5 bis 4 Stunden mehr Wochenarbeitszeit ohne garantierten Lohnausgleich, keine Mindestlöhne, individuelle Arbeitsverträge und keine kollektive Arbeitnehmervertretung. Unia prüft rechtliche Schritte gegen den GAV-Ausstieg und Kampfmassnahmen.

13. 9. 05 | Willisau (LU)
Aus für Lego: Unia wehrt sich

Auf drei Betriebsversammlungen in Willisau am 13. September diskutierten rund 60 Lego-Beschäftigte mit Unia über Alternativen zur Schliessung ihres hochrentablen Betriebs. Für die seriöse Abklärung will Unia im Gespräch mit der Firmenleitung eine möglichst lange Konsultationsfrist erreichen. Und Belegschaft und Gewerkschaft wollen klären, ob Lego Schweiz wegen Verletzung der Mitwirkungsrechte eingeklagt werden kann. 90 Beschäftigte haben Unia mittlerweile mit der Verhandlung beauftragt.

 

12. 9. 05 | Schweiz
SMS für freien Personenverkehr

Mitglieder der Unia Jugend haben mit Hunderten von SMS und Mails Freunde und Kolleginnen aufgefordert, am 25. September Ja zu stimmen. Die Message: Lehrstellenkrise und Jugendarbeitslosigkeit sind hausgemacht und haben nichts mit dem freien Personenverkehr zu tun. Im Gegenteil: Ein Nein würde weitere Jobs in der Schweiz bedrohen.

 

Herbst 05 | Schweiz
50 000 haben unterschrieben

Nach drei Monaten sind knapp die Hälfte der nötigen 120 000 Unterschriften für die Initiative «AHV ab 62» zusammen. Rund 30 000 hat Unia beigesteuert. Am kommenden Abstimmungswochenende vom 24./25. September will Unia noch einmal so viele sammeln.

 

 

Herbst 05 | Deutschschweiz
In der Zimmerstunde Deutsch büffeln

Wer bis spät in die Nacht hinein servieren oder putzen muss oder wer auf einem abgelegenen Bauernhof arbeitet, findet kaum einen passenden Deutschkurs. Deshalb führt die Gewerkschaft Unia seit vier Jahren Kurse durch, die sich nach den zeitlichen und örtlichen Bedürfnissen der Teilnehmenden richten. 147 Personen profitierten im vergangenen Jahr vom Angebot. Auch diesen Herbst starten wieder zahlreiche Unia-Deutschkurse in Luzern, Bern und Basel.

 

9. 9. 05 | Wil, Burgdorf, Luzern
Schluss mit Überstunden am Steuer


In der Transportbranche sind 60-Stunden-Wochen keine Seltenheit. Oft wird die Überzeit gar nicht erfasst, selten wird sie ausbezahlt - schon gar nicht mit den gesetzlich vorgeschriebenen Zuschlägen. Transportunternehmen mit solch gesetzeswidrigem und unsozialem Überzeiten-Management macht Unia nun Dampf . Als erstes hat Unia bei der Camion Transport AG in Wil, Burgdorf und Luzern dagegen protestiert, dass nicht bezogene Überstunden am Ende des Betriebsjahres vorbehaltlos gestrichen werden.

 

7. 9. 05 | Zürich
Ein Theater ohne faire Löhne

Das Personal des Schauspielhauses hat im August die längst fällige Einführung bereits ausgehandelter Lohnbestimmungen verlangt. Diese waren unter Einbezug der Gewerkschaft Unia erarbeitet worden und sollen Lohngerechtigkeit herstellen. Nun hat der Verwaltungsrat diese Lohnbestimmungen abgelehnt. Das Personal startet deshalb gemeinsam mit der Gewerkschaft Unia öffentliche Aktionen. >> mehr

 

6. 9. 05 | Stetten
Mitarbeiter entlassen statt Überzeiten abbauen

11 bis 13 Stunden täglich arbeiten: Das war für zwei Mitarbeiter der Transportfirma Twerenbold im aargauischen Stetten die Regel. Als sie sich bei der Disposition über ihre Einsatzpläne beschwerten, wurden sie kurz darauf entlassen und per sofort freigestellt. In einer Protestaktion bei Twerenbold hat Unia die Rücknahme der Kündigungen, die Auszahlung der vorgeschlagenen Überzeitzuschläge und eine Organisation der Arbeitseinsätze ohne unnötige Überstunden verlangt. Die Aktion zeigte Wirkung: Verwaltungsratspräsident Werner Twerenbold hat in Verhandlungen eingewilligt.

 

06. 09. 05 | Egerkingen/Volketswil
Verkauf von Pick Pay

Beim Verkauf von Pick Pay an Denner drohen deutlich mehr als 250 Arbeitsplätze verloren zu gehen. Die Gewerkschaft Unia fordert, dass der Standort Egerkingen voll erhalten bleibt. Unia klärt ab, ob Rewe und Denner alle nötigen Anforderungen zur Betriebsübernahme gemäss neuem Fusions-Gesetz erfüllt haben. Sollten die gesetzlich vorgeschriebenen Mitwirkungsrechte der Beschäftigten verletzt worden sein, wird Unia Klage führen. Im Bahnhof Egerkingen hat das provisorische Unia Gewerkschaftsbüro den Betrieb aufgenommen und wird von den betroffenen Mitarbeitenden rege genutzt.

 

05. 09. 05 | Bern/Schweiz
Hände weg von unserem Sonntag!


Das Verkaufspersonal fordert an ihrer Branchenkonferenz ein Nein zur Änderung des Arbeitsgesetzes. Sie fordert die Bevölkerung auf, am 27. November 2005 Nein zu mehr Sonntagsarbeit zu sagen. Im Anschluss an die Branchenkonferenz haben die Verkäuferinnen und Verkäufer mit einer Aktion vor dem Berner Bundeshaus ihre Forderung „Hände weg von meinem Sonntag“ bekräftigt.

02. 09. 05 | Bern
Reinigungsbranche: 13. Monatslohn für alle gefordert

Die Gewerkschaft Unia fordert für die Reinigungsbranche der Deutschschweiz neben dem Teuerungsausgleich und einer angepassten Reallohnerhöhung vor allem die Einführung des vollen 13. Monatslohnes für alle. Vor gut einem Jahr konnte in der Reinigungsbranche der Deutschschweiz erstmalig ein allgemein verbindlicher Gesamtarbeitsvertrag (GAV) eingeführt werden. Doch noch immer sind die Löhne vergleichsweise tief und viele der rund 30'000 dem Reinigungs-GAV unterstellten Beschäftigten haben keinen Anspruch auf einen vollen 13. Monatslohn.

01. 09. 05 | Luzern
Unia weist Schliessungsentscheid der LEGO zurück


In einem Schreiben an die LEGO Schweiz weist Unia darauf hin, dass der Konzern mit seinem Vorgehen das Schweizer Mitwirkungsrecht verletzt hat und es sozial unverantwortlich ist, aus blindem Profitmaximierungsinteresse zwei rentable Betriebe zu schliessen. Unia kündigt an, gemeinsam mit der Belegschaft sämtliche ihr zur Verfügung stehenden Mittel für die Wahrung der Interessen der ArbeitnehmerInnen einzusetzen. In den nächsten Tagen wird Unia vor den Betrieben präsent sein und gemeinsam mit der Belegschaft die nächsten Schritte definieren. Von der Luzerner Regierung erwartet Unia ein echtes Engagement für die Arbeitsplätze statt Resignation.

September 05 | Wallis
Erfolg für Migros-Verkäuferin vor Bundesgericht

Sieben Jahre kämpfte die ehemalige Verkäuferin Louiza De Souza gemeinsam mit Unia gegen ihre frühere Arbeitgeberin, die Migros Wallis, wegen missbräuchlicher Kündigung. Mit Erfolg: Das Bundesgericht gibt ihr nun recht. Die Migros hätte De Souza nicht fristlos entlassen dürfen, nur weil sie sich geweigert hatte, eine Stelle als Putzfrau anzunehmen, entschieden die Bundesrichter.

 

August 05 | Schweiz
Papierlos heisst nicht rechtlos

Auch wer ohne gültige Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz lebt, kann sich kranken- und sozialversichern lassen, seine Rechte vor Gericht einklagen und die Kinder in die Schule schicken. Doch die meisten Sans-Papiers kennen ihre Rechte nicht. Deshalb wurden im Juli und August mit Unterstützung von Unia auch in Bern und Zürich Anlaufstellen für Papierlose eröffnet. Zudem hat Unia die Broschüre „Kein Mensch ist illegal. Sans Papiers – du hast Rechte!“ herausgegeben.

 

30. 08. 05 | Monthey
Galecron: Task-Force untersucht Blasenkrebsverdacht

300 ehemalige Arbeiter der Ciba Geigy in Monthey sind mit dem Pestizid Galecron in Berührung gekommen. Neun sind bis heute an Blasenkrebs erkrankt, einer ist daran gestorben. Die Gewerkschaft Unia will dem tragischen Schicksal der Arbeiter auf den Grund gehen. Sie hat dafür eine Task-Force einberufen, an der sich so kompetente Persönlichkeiten wie Michael Arand, Toxikologe an der Universität Zürich, Franco Cavalli, Nationalrat SP und Krebsspezialist, Antoine Zermatten, Suva-Direktor in Sion, und André Daguet, Geschäftsleitungsmitglied Unia, beteiligen. Das Resultat der Abklärungen gibt Aufschluss darüber, ob allfällige Haftungsansprüche bestehen.

30. 08. 05 | Mattmark

Am 30. August 1965 ereignete sich auf der Baustelle des Mattmark-Staudammes eine der schlimmsten Katastrophen, die in den Schweizer Alpen je stattgefunden hat. Durch den Gletscherabbruch kamen 88 Personen ums Leben. Die meisten waren ausländische Bauarbeiter. Aus Anlass des 40. Jahrestages der Mattmark-Katastrophe veröffentlichte die Gewerkschaft Unia eine 80-seitige dreisprachige Publikation. >> mehr

29. 8. 05 | Dürrenäsch
Ein Recht auf Information

Mit einem offenen Brief an Firmenchef Hans-Jörg Bertschi pocht Unia auf das Recht auf Information bei der Bertschi AG. Das Transportunternehmen hatte verhindern wollen, dass Unia vor dem Betrieb Flugblätter zu den Lohnforderungen verteilt und damit gedroht, die Polizei zu rufen. Unia fordert mindestens 100 Franken mehr und den 13. Monatslohn für alle in der Transport- und Logistikbranche.

29. 8. 05 | Winterthur
Landsgemeinde will Frühpension


250 Arbeitnehmende machten an der von Unia einberufenen Industrie-Landsgemeinde deutlich: Sie wollen einen guten Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für die Maschinenindustrie. In ihrer Resolution verlangen sie die Frühpensionierung ab 62 und verurteilen den Angriff der Arbeitgeber auf den 13. Monatslohn und auf die 40-Stunden-woche.

27. 08. 05 | Basel
Angestellte bei Schild (ehemals Spengler) wehren sich erfolgreich


Rund 20 Frauen und Männer protestierten vor dem Modehaus Schild (früher Spengler) gegen ihre Entlassung. «Wir wollen einen Sozialplan!», war ihre Forderung. Bei der Übernahme von Spengler im letzten Oktober versprach Schild, alle Arbeitsverhältnisse ohne Einschränkungen zu übernehmen. Doch ein Drittel der ehemaligen Spengler-Angestellten wurde entlassen. Viele erhielten ihre Kündigung erst nachdem die Sozialplanfrist abgelaufen war. Der Protest der ehemaligen Spengler-Angestellten zeigt Wirkung. Am darauffolgenden Montag erklärte sich die Schild-Geschäftsleitung bereit, zusammen mit der Unia und den Basler Betroffenen nach Lösungen zu suchen.

26. 8. 05 | Basel
Endlich wieder Mindestlöhne

Unter dem Druck der Abstimmung über den freien Personenverkehr gelang ein Zwischenerfolg für die Chemie-Angestellten. Die Arbeitgeber haben einer GAV-Schutzklausel gegen Lohndumping zugestimmt: Nach neun Jahren hat die Basler Chemie damit wieder garantierte Mindestlöhne in den verschiedenen Lohnstufen.

 

26. 8. 05 | Biel
Mindestlöhne für Uhrenarbeiter

Unia und die Arbeitgeber der Berner Uhrenindustrie haben sich auf Mindestlöhne geeinigt: Ungelernte erhalten nun mindestens 3250 Franken, Arbeitnehmende mit einer vierjährigen Ausbildung mindestens 4000 Franken. Es ist ein Novum, dass Unia in der Berner Uhrenindustrie regionale Mindestlöhne durchsetzen konnte.

25. 8. 05 | Bern/Zürich
Coca-Cola informiert falsch

Nach happigen Lohnkürzungen für fast 1000 Coca-Cola-Mitarbeitende hat Unia bei der Geschäftsleitung von Coca-Cola Schweiz interveniert. Jetzt behauptet Coca-Cola gegenüber den Beschäftigten, die Gewerkschaft habe verstanden, weshalb die «Veränderungen» notwendig seien. Unia habe also Verständnis signalisiert, dass die Arbeitsbedingungen verschärft wurden. Doch das ist frei erfunden: Unia beharrt darauf, dass Coca-Cola die Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen rückgängig macht und plant mit der Belegschaft nächste Schritte.

25. 08. 05 | Schweiz
Privater Gütertransport zahlt immer schlechter

Die Beschäftigten des privaten Gütertransports verdienen immer weniger. Während die Nominallöhne in der Schweiz von 1993 bis 2004 im Durchschnitt um 14,1 Prozent stiegen, waren es im privaten Gütertransport nur 6,8 Prozent. Die Angestellten in der Transport- und Logistikbranche haben eine spürbare Lohnerhöhung verdient. Unia fordert deshalb: Mindestens 100 Franken mehr auf denn Effektivlöhnen und den 13. Monatslohn für alle. Unia ist überzeugt, dass es in der Transport- und Logistikbranche einen schweizweiten, allgemeinverbindlichen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) mit Mindestlöhnen braucht.

23. 08. 05 | ganze Schweiz
«Ja zum freien Personenverkehr und zum Schutz der Löhne»

Unia wirbt mit 100 Aktionen in der ganzen Schweiz für ein Ja am 25. September. Mit gegen 100 Aktionen an öffentlichen Plätzen, in Betrieben und auf Baustellen in der ganzen Schweiz setzt sie ein starkes Zeichen für das gewerkschaftliche Ja. Unia-Inserate erscheinen in allen wichtigen Zeitungen. Tausende von Flugblätter und Unia-Abstimmungspostkarten liegen für Veranstaltungen und Verteilaktionen bereit.

5. 8. 05 | Bern
Gewerkschafter frei lassen


Im vergangenen Jahr wurden in Kolumbien 84 Gewerkschafter ermordet. Drei Gewerkschaftsführer tötete die kolumbianische Armee am 5. August 2004 im Departement Arauca. Die verantwortlichen Armeechefs befinden sich immer noch auf freiem Fuss. Dafür sitzen zwei Gewerkschaftsführer schuldlos im Gefängnis. Am Jahrestag dieser traurigen Morde forderte Unia mit einem Brief an den kolumbianischen Präsidenten und einem Schweigemarsch zur kolumbianischen Botschaft in Bern die Freilassung der Gefangenen und die Bestrafung der Täter.

Juli – August | Schweiz
Mit 62 endlich zurücklehnen

Mit einer humorvollen Aktion verleiht Unia der Forderung für die frühzeitige Pensionierung in der Betonwaren- und Ziegelindustrie Nachdruck. «Mit 62 endlich zurücklehnen» steht auf den aufblasbaren Luftkissen, welche Unia an die Arbeitnehmenden verteilt. Unia fordert in den laufenden GAV-Verhandlungen die Frühpensionierung ab 62 mit einer Rente von 75 Prozent des Durchschnittslohns der letzten Jahre.

12. 7. 05 | Bern
3000 Franken für Landarbeiter

Mit Treicheln und Fahnen hat Unia vor dem Sitz der Landwirtschaftlichen Organisation Bern (LOBAG) gegen Lohndumping protestiert. Die Berner Bauern unterbieten die vom Schweizerischen Bauernverband abgegebene Mindestlohnempfehlung von 2915 Franken massiv und wollen nur 1775 Franken brutto zahlen – für mindestens 55 Arbeitsstunden pro Woche. Um solchen skandalösen Tiefstlöhnen einen Riegel zu schieben, fordert Unia vom Bund endlich einen nationalen Normalarbeitsvertrag (NAV) mit einem Mindestlohn von 3000 Franken (ab 2009: 3500 Franken).

20. 07. 05 | Schweiz
Maschinenindustrie: 16'000 Arbeitnehmende unterschreiben Appell

Rund 16'000 Arbeitnehmende aus Betrieben der MEM-Industrie haben den Unia-Appell «Kein GAV zum Nulltarif» an die Arbeitgeber unterzeichnet. Anschliessend an eine Unia Medienkonferenz wurden die 16'000 Unterschriften dem Direktor des Arbeitgeberverbandes Swissmem, Thomas Daum, übergeben - eingeschweisst in einen schwarzen, rund einen halben Meter hohen und 50 Kilogramm schweren Metallkubus.

15. 07. 05 | Kloten
Lösung im Streik am Zürich Flughafen


Die im Taxistreik am Flughafen Zürich involvierten Parteien haben sich auf eine Lösung geeinigt. Damit findet der erste Taxi-Streik der Schweiz am fünften Tag ein gutes Ende. Die IG Airport Taxi verpflichtet sich, den für das Taxigewerbe massgebenden Gesamtarbeitsvertrag (GAV) der Stadt Zürich bis Ende 2006 einzuhalten. Dies betrifft insbesondere die Bestimmungen betreffend Krankentaggeld und 13. Monatslohn. Die Mindestlohnforderung soll Gegenstand der für den Herbst vereinbarten GAV-Verhandlungen sein.

14. 07. 05 | Schweiz
Einprozentige Erhöhung der Mindestlöhne im Gastgewerbe

Die Verhandlungen über die Erhöhung der Mindestlöhne für das Gastgewerbe sind mit der Erhöhung der Mindestlöhne um 1 Prozent abgeschlossen worden. Für Unia ist nun prioritär, dass in den kommenden Monaten der L-GAV in der täglichen Realität des Gastgewerbes durchgesetzt und nicht unterlaufen wird. Dafür waren im Frühling bei der Revision des L-GAV verstärkte Kontroll- und Sanktions-Instrumente beschlossen worden.

12. 07. 05 | Bern
Schluss mit den Hungerlöhnen in der Landwirtschaft

 

An einer Medienkonferenz weist Unia auf die zum Teil menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft hin. Unia fordert vom Bund den Erlass eines zwingenden nationalen Normalarbeitsvertrages, der die Löhne und Arbeitszeiten in der Landwirtschaft verbindlich regelt. Der Mindestlohn soll ab 1.1.2006 auf 3000 Franken festgesetzt und bis 2009 schrittweise auf 3500.- erhöht werden.

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11. 07. 05 | Kloten
Erfolgreicher streik der Taxifahrer am Unique Airport Zürich dauert an

Bei praktisch 100-prozentiger Streikbeteiligung stehen die lizenzierten Taxis am Flughafen Kloten seit 10.30 Uhr still. Sie arbeiten bis zu 300 Stunden im Monat und können von ihrem Lohn trotzdem kaum leben. Nach dem Scheitern der Verhandlungen und Ablauf des gestellten Ultimatums ist den TaxifahrerInnen am Flughafen Kloten jetzt endgültig der Kragen geplatzt. Sie fordern ein garantiertes Mindesteinkommen von 4’000.- pro Monat.

11. 07. 05 | Bern
Neue Info-Broschüre klärt Sans-Papier über ihre Rechte auf

Auch so genannte Sans-Papiers haben Rechte. An einer Medienkonferenz haben die Gewerkschaft Unia und die Anlaufstellen für Sans-Papiers eine Broschüre vorgesetellt, die den Betroffenen die wichtigsten Informationen gibt. >>mehr

07. 07. 05 | Bern
Aufwertung der Arbeit im Detailhandel und die längst fällige Angleichung der Frauenlöhne


An einer Medienkonferenz fordert die Gewerkschaft Unia substanzielle Lohnerhöhungen für den Detailhandel und stellt eine Studie der Konjukturforschungsstelle KOF vor, welche die geringen Auswirkungen dieser Forderung auf die Preise aufzeigt. >>mehr

01. 07. 05 | Schweiz
Einsparungen durch Mutterschaftsversicherung in Gleichstellung investieren

Ab 1. Juli 2005 wird der gesetzliche Mutterschaftsurlaub von 14 Wochen zu 80% Lohn eingeführt. Diese Regelung ist zwar begrüssenswert, jedoch nur sehr minimal angelegt. Unia fordert, dass Betriebe, welche bisher bessere Leistungen kannten, diese beizubehalten. Unia als Arbeitgeberin wird dies auch tun.

1. 7. 05 | Basel
Geschafft: Mit 62 in Pension


Die ersten elf Arbeitnehmer des Basler Ausbau-, Gipser- und Plattenlegergewerbes konnten am 1. Juli mit 62 Jahren in die Frühpension gehen. Die dreijährigen Übergangsrenten liegen zwischen 3500 und 4500 Franken. Die Unia hat das Rentenalter 62 nicht nur in Basel-Stadt, sondern auch im Baunebengewerbe der Romandie durchgesetzt.

28. 06. 05 | Egerkingen, Volketswil und Riazzino
Gesamtarbeitsvertrag für das Personal der Usego AG unterzeichnet

Usego und die Gewerkschaften Unia und Syna haben einen Gesamtarbeitsvertrag abgeschlossen. Der GAV regelt die Arbeitsbedingungen von rund 400 Usego-Angestellten aus Logistik und Verwaltung an den Standorten Egerkingen, Volketswil und Riazzino.

27. 6. 05 | Bern
Gemeinsame Forderungen

Die Unia hat die anderen in der Maschinenindustrie vertretenen Arbeitnehmerverbände (Syna, KV, VSAM und SKO) von einer gemeinsamen Strategie für die kommenden GAV-Verhandlungen überzeugen können. In Bern stellten die fünf Verbände einen detaillierten Forderungskatalog vor. Auf dem Bild in der Mitte Unia-Geschäftleitungsmitglied Fabienne Blanc-Kühn.

26. 6. 05 | Zürich
30 000 Franken gegen Rassismus

Etwa 100 Läuferinnen und Läufer sind am 5. Lauf gegen Rassismus um Sponsorengelder für die neue Sans-Papiers-Anlaufstelle in Zürich gerannt: Dabei kamen über 30 000 Franken zusammen. Besondere Ausdauer bewies Unia-Gewerkschafter Giovanni Giarrana: Er lief während zweieinviertel Stunden.

25. 06. 05 | Bern
Unia für Personenfreizügigkeit und den Schutz der Schweizer Löhne

Die Gewerkschaft Unia hat an ihrer heutigen Delegiertenversammlung in Bern ihr Ja zum freien Personenverkehr sowie den flankierenden Massnahmen am 25. September sehr deutlich bekräftigt. Unia wird sich zugleich hartnäckig für „einen effektiven Schutz unserer Schweizer Löhne und Arbeitsbedingungen“ einsetzen, hielt die verabschiedete Resolution fest.

23. – 25. 6. 05 | Schweiz
AHV-Initiative gut gestartet

Die Gewerkschaft Unia hat bereits 20 000 Unterschriften für die Initiative «für ein flexibles AHV-Alter» gesammelt. Die SGB-Initiative verlangt, dass Menschen mit tiefen und mittleren Einkommen ab dem 62. Altersjahr die volle AHV-Rente erhalten. Unia will in den nächsten Monaten weitere 40 000 Unterschriften beisteuern.

13. – 24. 6. 05 | Schweiz
1600 frische Mitglieder


Die Mitglieder-Werbewochen haben sich gelohnt: In vierzehn Tagen konnte die Unia 1600 Arbeitnehmende von einem Gewerkschaftsbeitritt überzeugen.

22. 6. 05 | Siders VS
Protest bei Alcan


Der Aluminiumkonzern Alcan will in Siders 110 Stellen streichen. Die Unia befürchtet, dass durch den Abbau der Pressen eine tragfähige industrielle Perspektive am Standort verloren geht. Die Gewerkschaft rief deshalb die Bevölkerung nach alter Walliser Tradition mit einer „Matze“, einem nagelbespickten Wurzelstock, zu einer Solidaritätskundgebung mit den Alcan-Beschäftigten auf.

20. 06. 05 | Heerbrugg
Leica-Beschäftigte verdienen das Vertrauen der AktionärInnen

Die Gewerkschaft Unia ruft die AktionärInnen von Leica Geosystems auf, nicht auf das unfreundliche Übernahme-Angebot der schwedischen Hexagon einzutreten. Ein Zusammengehen des Heerbrugger Unternehmens mit Hexagon macht wegen mangelnder Synergien keinen Sinn und gefährdet auf fahrlässige Weise die Arbeitsplätze in der Schweiz.

18. 6. 05 | Freiburg
Neue Sektion in Deutschfreiburg

Bald soll es im zweisprachigen Kanton Freiburg eine deutschsprachige Unia-Sektion geben. Die regionale Delegiertenversammlung hat einen entsprechenden Beschluss gefasst. Bisher gibt es nur französischsprachige Sektionen.

18. 6. 05 | Bern
„Wir sind die Schweiz“


Rund zehntausend Demoteilnehmende, darunter viele Migrantinnen und Migranten, machten am 18. Juni in Bern deutlich: Wir haben genug von der Ausländerhetze. An der Kundgebung „Wir sind die Schweiz“ demonstrierten sie gegen die Verschärfungen im Asyl- und Ausländergesetz, gegen Fremdenfeindlichkeit und gegen die Blocher-Politik.

17. 6. 05 | Pratteln
Guter Sozialplan ausgehandelt

Die Gewerkschaft Unia und der Angestelltenverband VSAM haben erreicht, dass die Kündigungen bei der Pratteler Firma Glatt AG von 65 auf 50 reduziert werden. In einem Sozialplan werden zusätzlich Mittel für Betreuungs- und Begleitmassnahmen bereitgestellt.

16. 6. 05 | Chienbergtunnel
Sofortmassnahmen gegen Staub

Die Unia nimmt befriedigt zur Kenntnis, dass sofortige Massnahmen gegen die zu hohe Staubkonzentration im Chienbergtunnel beschlossen wurden. Messungen der SUVA hatten in der Vorwoche mehr als das Sechsfache der zulässigen Staubbelastung nachgewiesen. Die Gewerkschaft Unia wird die Umsetzung der Massnahmen streng überwachen.

14. 6. 05 | Bern
Goldreserven für Kinderkrippen


An der Aktion «Kinder sind Gold wert» haben Gewerkschafterinnen vor der Nationalbank in Bern symbolische Goldbarren aufgeschichtet. Momentan erhalten die Kantone von der Nationalbank insgesamt 14 Milliarden Franken aus dem Verkauf von 1300 Tonnen Gold. Die Gewerkschafterinnen fordern, dass das Geld in Kinderbetreuungsangebote statt in Steuergeschenke investiert wird.

14. 6. 05 | Brüssel
Die Visapflicht vorzeitig aufheben

Dank dem Ja zu Schengen/Dublin können in der Schweiz lebende Personen aus Nicht-EU-Ländern künftig ohne Visa in EU-Länder reisen. Allerdings soll das Abkommen erst 2007/2008 umgesetzt werden. Die Gewerkschaft Unia fordert nun, dass die Visapflicht vorzeitig aufgehoben wird. Der zuständige EU-Justizminister hat der Unia und der Migrantinnenorganisation FIMM an einem Treffen zugesichert, dem Parlament im Herbst das entsprechende Visa-Reglement vorzulegen.

13. 06. 05 | Freiburg/Solothurn
Das Loeb-Personal verlangt von der Direktion mehr Respekt statt Arroganz

Die Gewerkschaft Unia macht sich mit Aktionen vor mehreren Standorten der Warenhauskette Loeb für die Rechte der Angestellten stark. Die Filialen in Freiburg und Solothurn sollen in Kürze geschlossen werden. In Freiburg vertritt die Unia 65 Prozent des Personals. Die Loeb-Direktion lehnt ein Treffen mit der Gewerkschaft Unia als Interessenvertreterin des Personals kategorisch ab.

 

10. – 14. 6. 05 | Schweiz
Weltmarsch gegen Gewalt

Vom 8. März bis 17. Oktober wird die «Weltcharta der Frauen für die Menschheit» um die ganze Welt getragen. Unia beteiligte sich vom 10. bis 14. Juni an verschiedenen Veranstaltungen gegen Armut und Gewalt, die im Rahmen dieses Weltmarsches in der Schweiz stattfanden.

9. 6. 05 | Bern
Hellweg soll gehen

Unia kritisiert, dass die Konzernleitung von Swissmetal die nach dem Novemberstreik in Renconvillier getroffenen Vereinbarungen nicht einhält. Geschäftsleitungsmitglied Fabienne Blanc-Kühn forderte an der Aktionärsversammlung von Swissmetal in Bern, dass Konzernchef Martin Hellweg abgesetzt wird.

6. 6. 05 | Bern
Neuer GAV Gastgewerbe mit mehr Biss


Die Unia-Branchenkonferenz Gastgewerbe hat dem erneuerten Landes-Gesamtarbeitsvertrag (L-GAV) im Gastgewerbe zugestimmt. Dieser sieht neue Vollzugs-Massnahmen zur Bekämpfung der vielen Vertragsverstösse vor. Insbesondere werden die jährlichen Kontrollen verdoppelt und die Sanktionen für fehlbare Betriebe verschärft. Mit der Durchsetzung dieser zentralen Forderung hat Unia das wichtigste Verhandlungsziel erreicht. Im Hinblick auf die bevorstehenden Lohnverhandlungen für 2006 verlangen die Unia-Delegierten eine Reallohnerhöhung von 2 Prozent.

6. 06. 05 | Schweiz
Bau-GAV verteidigt – 106 Franken mehr Lohn für alle

Die Unia Berufskonferenz BauUnia hat dem Verhandlungsergebnis zur Teilerneuerung des Landesmantelvertrages (LMV) zugestimmt. Der neue LMV 2006 basiert auf dem alten Vertrag und bringt neben einer generellen Lohnerhöhung von 106 Franken eine transparentere Arbeitszeitregelung.

4. 6. 05 | Bern
GAV-Mindestlöhne gegen Dumping

Die Unia-Delegierten der Industrie haben Position bezogen: Die Öffnung in Europa ist sehr wichtig für den Werkplatz Schweiz. Doch nur wenn die Arbeitnehmenden mit guten Löhnen abgesichert sind, wird das Volk im September Ja zur erweiterten Personenfreizügigkeit sagen. Deshalb forderten die Industrie-Delegierten in einer Schlusserklärung unter anderem GAV-Mindestlöhne nach Qualifikationsstufen.

3.- 5. 6. 05 | Fribourg
Menschenrechte auch für Multis


Mit einem Workshop und Podium zum Thema Menschenrechtsverletzungen von Multinationalen Konzernen hat sich Unia Bern am Sozialforum in Fribourg beteiligt. Gewerkschafter aus Kolumbien (im Bild Fredy Pulecio) kritisierten dabei, dass Klagemöglichkeiten gegen Multis etwa beim Internationalen Arbeitsamt (ILO) viel zu unverbindlich seien. Das Fazit von Unia-Sekretärin Barbara Rimml: «Der öffentliche Druck muss noch stärker werden.»

29. 5. 05 | Zürich-Luzern-Bern-Basel-Zürich
Lieber Sonntagsausflug als Sonntagsarbeit


Eine Teddyfamilie aus der Zürcher Bahnhofstrasse hat am 29. Mai ein Zeichen gegen die zunehmende Sonntagsarbeit im Verkauf gesetzt: Statt als Werbeträger für den Sonntagsverkauf stramm zu stehen, sind die Teddys zusammen mit der Gewerkschaft Unia zu einer kleinen Tour de Suisse aufgebrochen. Die Gewerkschaft Unia machte mit der Aktion auf die grossen sozialen Nachteile der zunehmenden Sonntagsarbeit aufmerksam.

28. 5. 05 | Zürich
Erfolgreicher Verkäufer-Streik

Erstmals in der Schweiz haben Verkäufer im Einzelhandel gestreikt – und gewonnen: Statt gravierende strategische Fehler zu korrigieren, entlässt das Management als Reaktion auf sinkende Umsatzzahlen lieber das Personal. Das haben sich die Verkäufer der Fust-Filiale in Dietlikon nicht bieten lassen: Von Unia unterstützt, machten sie den Laden dicht. Der Protest hat gewirkt: Die entlassenen Verkäufer erhalten eine hohe Entschädigung sowie grosszügige Freistellungen.

28.- 29. 5. 05 | Kiental
Von Marx und Lenin lernen


 

An einem Wochenende in den Berner Voralpen setzten sich rund zwanzig Unia-Jugendliche mit den Vordenkern der sozialistischen Arbeiterbewegung (Marx, Bakunin, Lenin, Bauer) auseinander. Die Lehre daraus: Die Zusammenarbeit zwischen Jugendlichen verschiedener Gruppierungen muss verbessert werden, um gewerkschaftliche Erfolge zu erkämpfen.

27. 05. 05 | Bern
Gesundheitsschutz für Bauarbeiter hat Vorrang!

Der Zentralvorstand der Gewerkschaft Unia hat einen Appell an die Mitglieder des Nationalrates verabschiedet. Er fordert darin die ParlamentarierInnen auf, die Gesundheit der Arbeitnehmenden auf dem Bau Ernst zu nehmen und die Motion Hutter zum «Aufschub der Russpartikelfilterpflicht auf Baumaschinen» abzulehnen.

26.- 29. 5. 05 | Helsinki
WM-Gold für Unia-Mitglied

Sanitärspengler und Unia-Mitglied Benjamin Müller ging an der Berufs-WM leer aus. Dafür gehört er zum erfolgreichsten Team: Die Schweiz gewann die Nationenwertung – und mit dem Spengler Gilles Kehrli stand auch ein Unia-Kollege bei der Siegerehrung ganz oben.

24. 5. 05 | Bussigny
Sozialplan für Usego unterzeichnet

Unia hat mit Syna und Usego einen Sozialplan für die rund 125 Entlassenen des Logistikzentrums in Bussigny VD unterzeichnet. Er beinhaltet unter anderem Unterstützung bei der Stellensuche und Abgangsentschädigungen nach Alter, Dienstalter und familiärer Situation. Weil sich Usego aus dem Klein-Detailhandel zurückzieht, übernimmt die Lebensmittelhändlerin LVH das Logistikzentrum mit der Hälfte der 250 Beschäftigten.

24. 5. 05 | Unterrealta
Im ersten LKW-Kontrollzentrum

Zwanzig Chauffeurinnen und Chauffeure machten mit Unia einen Bildungsausflug ins erste Schweizer Schwerverkehrs-Kontrollzentrum. Bisher wurden die gesetzlichen Vorschriften für Fahrer, Fahrzeug und Ladung mit mobilen Einrichtungen kontrolliert. Im bündnerischen Unterrealta werden nun Lastwagen von der Autobahn ins Kontrollzentrum gelotst. Innert Sekunden werden die LKW gescannt und Abweichungen von den zulässigen Massen angezeigt.

24. 5. 05 | Thun /Altdorf
Gegen RUAG-Kündigungen

Unia verlangt, dass die zwanzig Kündigungen an den RUAG-Standorten Thun und Altdorf rückgängig gemacht werden. Die Entlassenen aus dem Wehrgeschäft müssten in aufstrebenden zivilen Firmenbereichen des Technologiekonzerns weiter beschäftigt werden. Unia Oberland kritisiert zudem, dass die Konzernleitung konstruktive Ideen aus der Betriebskommission nicht entgegennehme.

24. 05. 05 | Pratteln
Unia nimmt Aderlass beim Personal nicht ohne Widerspruch hin

Das Maschinen- und Apparatebauunternehmen Glatt hat den Abbau von 65 der 180 Arbeitsplätze in Pratteln angekündigt. Die Gewerkschaft Unia hat umgehend eine Versammlung der Glatt-Belegschaft einberufen. Unia fordert Massnahmen, um die Zahl der Entlassungen massiv zu reduzieren. Unter anderem sind Solidaritätsmodelle für das ganze Unternehmen und die Möglichkeiten zur Frühpensionierung zu prüfen. Im Rahmen eines grosszügigen Sozialplans sollen die Entlassenen bei der Suche nach einer neuen Arbeit und bei der Umschulung unterstützt werden.

20. 5. 05 | Buchs
Rechner für die Zimmermeister

«Mit uns müssen Sie rechnen» – unter diesem Motto verteilten Unia-Gewerkschafter an der Delegiertenversammlung von Holzbau Schweiz Taschenrechner und Flugblätter. Unia machte den Zimmermeistern klar, dass es ohne die Mehrheitsgewerkschaft Unia keinen allgemein verbindlichen GAV gibt. Man rechne …

20. 5. 05 | Bern
Mehr Mitglieder in Schoggifabrik


Die Unia-Branchengruppe Schokolade will mit den Mobilisierungen für die GAV-Erneuerung Ende 2006 frühzeitig beginnen. Insbesondere soll der tiefe Organisationsgrad in der Schokoladenindustrie massiv erhöht werden.

19. 5. 05 | Martigny
Unia kämpft weiter für GAV im Transportgewerbe

Die Delegierten des Schweizerischen Nutzfahrzeugverbandes Astag haben statt einem griffigen GAV mit der Unia einer unverbindlichen Vereinbarung mit den Routiers Suisses zugestimmt. Unia hält an der Forderung nach einem echten GAV mit anständigen Mindestlöhnen, einem 13. Monatslohn und verbindlichen Arbeitszeiten fest

18. 5. 05 | Schweiz
Schreiner wieder mit einem GAV

Die Schreinerinnen und Schreiner erhalten wieder einen Gesamtarbeitsvertrag. Dafür liessen Arbeitgeber und die Gewerkschaft Unia ihre zentralen Forderungen fallen. Die Eckpunkte des Kompromisses: Die Arbeitszeit bleibt unverändert, die Löhne werden in zwei Schritten um insgesamt 90 Franken erhöht.

14. 5. 05 | Kappelen
Bandenwerbungauf der Kartbahn


140 Jugendliche nahmen an den kantonalen Unia-Gokart-Meisterschaften in Kappelen (BE) teil. Der Anlass wurde genutzt, um Infomaterial zu verteilen und sieben Neumitglieder zu werben. An den Banden machten Unia-Transparente auf die GAV-Verhandlungen in der Maschinenindustrie und im Bauhauptgewerbe aufmerksam.

13. 5. 05 | Moron
Lehrlinge dem GAV unterstellen


Beim symbolträchtigen Tour de Moron forderte die Unia Jugend, dass auch Lehrlinge dem neuen GAV in der Maschinenindustrie unterstellt werden. Lehrlinge hätten ein Recht auf einen 13. Minimallohn, vertraglich festgelegte Minimallöhne und eine siebte Ferienwoche. Am Turm in der Nähe von Moutier, der von Stararchitekt Mario Botta entworfen und allein von Jugendlichen erbaut worden war, machten die jungen Unia-Mitglieder deutlich: Es lohnt sich, der Jugend Vertrauen zu schenken.

13. 05. 05 | Schweiz
Unia startet Petition gegen diskriminierende Autoversicherer

Absurd, unfair, diskriminierend: Unter diesem Titel startet Unia eine Petition gegen die Diskriminierung ausländischer Autofahrer/ -innen und Autohalter/ -innen durch die Versicherungen. Die Unterschriftensammlung zur Petition läuft bis 30. September 2005.

11. 5. 05 | Tessin
Unia kooperiert mit italienischer CGIL

Im Tessin geht die Gewerkschaft Unia neue Wege, um Lohndumping zu bekämpfen: Sie hat mit der italienischen Gewerkschaft CGIL eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist, die rund 35000 italienischen Grenzgängerinnen und Grenzgänger besser über ihre Rechte im Schweizer Arbeitsalltag aufzuklären.

9. 5. 05 | Egerkingen
Mit Chauffeuren im Gespräch


Roland Schiesser, Unia-Transportsekretär, hat die Einladungen gleich persönlich überbracht: An einem Kreisel in Egerkingen, an dem die Camions mehrerer grosser Logistikfirmen vorbeifahren, lud er die Chauffeure zu einer Unia-Infoveranstaltung ein.

1. 5. 05 | Ganze Schweiz
Der 1. Mai im Zeichen der Unia


Am Tag der Arbeit lachte die Sonne mit den Gesichtern unter den Unia-Hüten um die Wette, z.B. in Zürich, in Chur und in Bern.

 

29. 4. 05 | Bern
Mit GAV gegen Dumpinglöhne

Unia fordert von der Chemie- und Pharmaindustrie eine Lohnpolitik ohne «Nebenwirkungen»: Die Branchenkonferenz verabschiedete eine Petition für einen zusätzlichen Artikel im GAV, um Lohndumping im Zusammenhang mit der Personenfreizügigkeit zu verhindern.

28. 4. 05 | Lötschberg
Sichere Tunnels

Am Tag des Tunneldurchstichs am Lötschberg gedachte Unia den elf Mineuren, die auf den Alptransit-Baustellen bisher ums Leben kamen. Unia appellierte an die Baumeister, sich für mehr Arbeitssicherheit und einen guten LMV einzusetzen.

25. 4. 05 | Lungern
Echter GAV für Camionneure

In einem offenen Brief forderte Unia die Astag-Delegierten in Lungern auf, an der schweizerischen Generalversammlung Mitte Mai statt des bisherigen Entwurfes einen echten Transport-GAV zu verabschieden: Den Unia-Vertragsentwurf mit Minimallöhnen und einem 13. Monatslohn.

20. 4. 05 | Zürich
Entlassungen vermeiden

Das Rüstungsunternehmen Oerlikon Contraves AG will in den nächsten Monaten 100 von rund 900 Arbeitsplätzen abbauen. Unia ist überzeugt, dass mit gleitendem Altersrücktritt und vorzeitigen Pensionierungen zahlreiche Entlassungen vermieden werden können.

21. 4. 05 | Moosseedorf
Info-Aktion vor MEM-Betrieb


Frühmorgens wurden die Mitarbeitenden beim Kaffeemaschinenhersteller Schaerer in Moosseedorf über die bevorstehende GAV-Erneuerung in der Maschinenindustrie informiert. CEO Peter Bigler (Bildmitte) zeigte sich gesprächsbereit.

19./20. 4. 05 | Zürich und Appenzell
High2 lässt nicht locker

Bei Schulbesuchen von Bundesrat Deiss in Appenzell und Zürich marschierte die Ostschweizer Unia-Jugend High2 mit Transparenten und Flyer auf: Während Deiss über die Bilateralen 2 informieren wollte, machte ihm High2 klar, dass die Jugend solange nicht locker lässt, bis sich der Bundesrat endlich ihrer Probleme, allen voran der Jugendarbeitslosigkeit, annimmt.

18. 4. 05
Neuer GAV für Maler und Gipser

Nach über einjährigem vertragslosen Zustand einigten sich die Verhandlungsdelegationen der Arbeitgeber, der Unia und der Syna auf einen neuen GAV. Der alte Vertrag wurde im wesentlichen übernommen. Zusätzlich wurden die Löhne um 100 Franken erhöht. Für Frühpensionierungen gibt es keine Regelung. Über den Kündigungsschutz bei Krankheit und die Krankentaggeldversicherung soll in der nächsten Runde verhandelt werden. Nun müssen noch die Entscheidungsgremien der Verhandlungspartner zustimmen.

16. 4. 05 | Biel
670 Mitglieder an Bieler GV

Geglückter Start für die Unia Biel-Seeland: 670 Mitglieder beteiligten sich an der ersten Generalversammlung der Unia Biel-Seeland. Bundesrätin Micheline Calmy-Rey referierte über das Schengen/Dublin-Abkommen.

4. 4. 05 | Zürich
Hupend gegen Lohneinbussen

Mit einem Hupkonzert haben die Taxifahrer am Flughafen Zürich ihrem Unmut Luft verschafft. Seit 20 Taxifahrer mehr den Flughafen bedienen dürfen, seien die Löhne um bis zu 50 Prozent gesunken. Gemeinsam mit Unia fordern die Taxifahrer einen Minimallohn und die Reduktion der Konzessionen.

2. 4. 05 | Reconvilier und Dornach
Ein Zeichen des Misstrauens


Die Swissmetal-Beschäftigten haben ein von den Sozialpartnern ausgehandeltes Arbeitszeitmodell knapp abgelehnt. Unia wertet die Ablehnung in Reconvilier als erneutes Misstrauensvotum gegenüber der Swissmetal-Leitung.

29. 3. 05 | Balsthal
Unia appelliert ans Obergericht

Die beiden Unia-Angestellten Vincenzo Giovanelli und Christine Danieli sind vom Amtsgericht Thal-Gäu zu einer Busse von 80 Franken verurteilt worden. Der Grund: eine Flugblattaktion in der Firma des Unternehmers Heinz Taufer, der während einer Gerichtsverhandlung handgreiflich geworden war. Das Gericht taxierte den Gewerkschaftsprotest als Racheaktion. Unia wird ans Obergericht appellieren.


29. 3. 05 | Bern
Neustart in der Unia-Zentrale

Die Unia-Zentrale im Berner Egghölzli ist fertig umgebaut, die rote Unia-Leuchtschrift ist montiert. Bis Mitte April werden die rund 160 Unia-Mitarbeitenden der Zentrale ihre neuen Büros bezogen haben.

22. 3. 05 | Schweizweit
203 000 Mitglieder

Mit 203 000 Mitgliedern ist die Gewerkschaft Unia am 1. Januar gestartet. Der Frauenanteil ist im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent gestiegen. 50 Prozent der Unia-Mitglieder sind ausländischer Herkunft.

19. 3. 05 | Brüssel
Unia an Euro- Demo in Brüssel

Eine zwanzigköpfige Delegation der Gewerkschaft Unia nahm an der Euro-Demo in Brüssel gegen weitere Deregulierungen und gegen den Entwurf der so genannten «Bolkestein-Richtlinie» teil

18. 3. 05 | Berner Oberland
2,85 Millionen erstritten

Rund 800 Arbeitnehmende aus dem Berner Oberland kamen im vergangenen Jahr nur dank der Gewerkschaft Unia zu ihrem wohlverdienten Lohn oder ihren Sozialversicherungsbeiträgen: Bei Lohnbuchkontrollen und mit Rechtsvertretungen hat Unia rund 2,85 Millionen Franken erkämpft.

17. 3. 05 | Genf
Menschenrechtedurchsetzen

In Kolumbien ging es auch anfangs März weiter mit Attentaten und Drohungen gegen Gewerkschaftsführer. An einem Treffen mit dem kolumbianischen Vizepräsidenten in Genf forderte SGB-Sekretär Jean-Claude Prince - auch im Namen der Unia - unverzüglich Massnahmen.

14./15. 3. 05 | Bern
Anliegen der Jugend ignoriert


Mit einer Mahnwache haben Mitglieder der Juso Schweiz und der Unia-Jugend eine Nacht lang gegen die Senkung des Jugendschutzalters demonstriert. Der Ständerat ignorierte allerdings die Anliegen der Jungen: Künftig ist Nachtarbeit ab 18 Jahren erlaubt.

10. 3. 05 | Muttenz
Gegen beliebige Arbeitszeiten


Frühmorgens hat die Gewerkschaft Unia mit rund 60 Beschäftigten gegen die unmenschlichen Arbeitsbedingungen bei der Valora/Kiosk AG demonstriert. Im Verteilzentrum Muttenz herrscht ein extremer Arbeitsdruck und teilweise ein unwürdiger Umgangston. Bei den Löhnen werden die Frauen konsequent benachteiligt und die täglich variierenden Arbeitszeiten werden erst im Laufe des Tages bekannt.

8. 3. 05 | Ganze Welt
Aktionen zum Tag der Frau

Der internationale Tag der Frau wurde von Frauenorganisationen in der ganzen Schweiz thematisiert. Die Gewerkschaft Unia beteiligte sich an Aktionen in verschiedenen Städten.

 

5. 3. 05 | Bern
Demo gegen Abbaupläne


Im Anschluss an die Unia-Baukonferenz haben die 300 Delegierten eine Kundgebung vom Helvetiaplatz zum Berner Bahnhof gemacht. Sie forderten vom Baumeisterverband, die Kahlschlagpläne für den Landesmantelvertrag fallen zu lassen.

5. 3. 05 | Schweiz
Vorschlag für Transport-GAV

Die Unia-Delegierten der Transport- und Logistikbranche haben einen Vertragsentwurf für die Branche verabschiedet. Er beinhaltet für Fahrer ab 26 Jahren Minimallöhne von 4500 bis 4800 Franken (je nach Lohnzone), den 13. Monatslohn und eine Reduktion der Wochenstunden auf 43. Die Delegierten fordern den Arbeitgeberverband ASTAG auf, in die Verhandlungen einzusteigen.

2. 3. 05 | Bern
Baustopp wegen extremer Kälte

Auf Wunsch der Bauarbeiter intervenierte Unia auf einer Baustelle in Bern. Die extreme Kälte erschwert die Arbeiten, ist gesundheitsbelastend und erhöht das Unfallrisiko. Nach heftigen Diskussionen erreichte Unia, dass die Arbeiten am 2. März wegen der extremen Kälte unterbrochen wurden.

1. 3. 05 | Aargau
Jetzt kann das Volk bestimmen


Nach einer Unia-Aktion vor dem Grossratsgebäude in Aarau hat sich der Aargauer Grossrat für ein Behördenreferendum gegen die Abschaffung des Ladenöffnungsgesetzes ausgesprochen. Jetzt kann das Volk entscheiden, ob ihm Shopping rund um die Uhr oder die Arbeitsbedingungen des Verkaufspersonals wichtiger sind.

28. 2. 05 | Bern
Aktiv Mitglieder werben

Der Branchenvorstand Chemie will dem Mitgliederschwund der letzten Jahre entgegen treten. Vertrauensleute und Sekretäre sollen in einem zweitägigen Kurs in aktiver Mitgliederwerbung geschult werden.

18. 2. 05 | Genf
Ausstand bei Fiat

Vergangenen Freitagmorgen hatten die Fiat-Angestellten in Genf ihre Arbeit niedergelegt. Sie verlangten ein Gespräch mit dem Direktor betreffend der 30 vorgesehenen Entlassungen. Mehrere Tage nach deren Ankündigung wussten die Beschäftigten immer noch nicht, wer gehen muss. Zudem wollen die Angestellten die Zusicherung, dass die gestrichenen Stellen nicht - wie auch schon geschehen - durch billigere Arbeitskräfte ersetzt werden.

14. 2. 05 | Schaffhausen
Missbräuchliche Kündigungen

Vergangenen November hatte die Kameraherstellerin Sinar die Streichung von mehr als der Hälfte der 100 Arbeitsplätze bekanntgegeben. Unia kritisiert das Vorgehen des Firmenchefs und den Sozialplan. Die Gewerkschaft will Klage wegen missbräuchlichen Kündigungen einreichen.

 

10. 2. 05 | Deutschschweiz
Schreinerdemo aufgehoben

Die Schreinermeister und Unia sind an den Verhandlungstisch zurückgekehrt. Der Durchbruch gelang in einem Gespräch des VSSM-Präsidenten und Vasco Pedrina, Unia-Co-Präsident. Die geplante Schreinerdemo vom 26.2. ist deshalb aufgehoben.

 

10. 2. 05 | Bussigny VD
Sozialplan für Entlassene

Die Bon appétit Gruppe zieht sich auch in der Westschweiz und im Klein-Detailhandel zurück. In der Folge trennt sich die Gruppe vom Logistikzentrum in Bussigny VD. Damit verlieren knapp 125 Beschäftigte die Stelle. Die Gewerkschaft Unia setzt sich für einen guten Sozialplan ein.

 

9. 2. 05 | Dietlikon ZH
Manager auswechseln

Mit Megafon und Flugblättern hat Unia auf die Missstände beim Grossverteiler Carrefour in Dietlikon ZH aufmerksam gemacht. Das Klima im Betrieb ist miserabel: Es ist zu mehreren Fällen von Mobbing, sexueller Belästigung und missbräuchlichen Kündigungen gekommen. Unia unterstützt die Opfer und fordert, dass die Kündigungen zurückgezogen und die betreffenden Manager ausgewechselt werden.

7. 2. 05 | Pratteln
Industriepolitische Bankrotterklärung


Rund 100 Beschäftigte der Bombardier-Werke in Pratteln haben vergangenen Montag während einer halben Stunde die Arbeit niedergelegt und an der Aktion «Der Zug ist abgefahren. Gibt es eine Zu(g)kunft auch für uns?» teilgenommen. Sie blockierten auf einem Testgeleise die drittletzte, in Pratteln produzierte ICN-Komposition. Von der Werkschliessung auf Ende März 2005 sind 500 Personen betroffen. Davon konnte für 100 eine Beschäftigungslösung gefunden werden.

3. 2. 05 | Raron
Schutzmassnahmen jetzt

Nach dem dritten, tödlichen Unfall auf der Neat-Baustelle innerhalb von zwei Wochen ist Unia erneut an die Neat Aufsichtsdelegation gelangt. Unia fordert sofort einen runden Tisch aller Beteiligten, um verbindliche Massnahmen zur Unfallprävention zu definieren. Die Erfahrungen der Tunnelarbeiter müssten systematisch berücksichtigt werden, um rechtzeitig praktikable Schutzmassnahmen zu ergreifen. Zudem hat Unia nun bei Bundesrat Moritz Leuenberger interveniert.

1. 2. 05 | Gesamte Schweiz
Aktionstag gegen Lohndumping


Mit dezentralen Aktionen in der ganzen Schweiz machte Unia auf die Forderung „Kein Lohndumping – Ja zu griffigen flankierenden Massnahmen und guten GAV jetzt!“ aufmerksam. In Zürich zogen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter mit einer Kuh vor die Staatskanzlei und verlangten von Rita Fuhrer aufzuhören, «Blinde Kuh» zu spielen und die Umsetzung der flankierenden Massnahmen zu behindern. In Appenzell stattete Unia Carlo Schmid, Ständerat und ASTAG-Präsident, einen Besuch ab. Er wurde aufgefordert, den vertragslosen Zustand im Transportgewerbe zu beenden.

29. 1. 05 | Bern
Migrantinnen einbeziehen

120 Personen haben sich an einer Zukunftswerkstatt in Bern West mit den Alltagsproblemen von Migrantinnen und Migranten auseinandergesetzt. Das Mitwirkungsprojekt wird unter anderem von der Gewerkschaft Unia getragen.

28. 1. 05 | Herisau
Wegen WEF gesperrt

Mit diesem Slogan und einem Stacheldrahtzaun hat die Ostschweizer Gewerkschaftsjugend während des WEF den Zugang zum Haus von Bundesrat Merz in Herisau blockiert. Der Bundesrat dürfe beim Planen von Sozial- und Stellenabbau, Gewinnoptimierung und Ausbeutung nicht von irgendwelchen Chaoten gestört werden, begründeten die Junggewerkschafter die ironische Aktion.

26. 1. 05 | Zofingen, St. Gallen, Luzern
Kein Schreiner-GAV ohne Unia

Der Schreinermeisterverband (VSSM) will zunächst nur mit der Gewerkschaft syna über einen neuen GAV verhandeln. Mit Protestaktionen bei den Firmen dreier VSSM-Spitzenfunktionäre protestierten Unia-Aktivisten und betroffene Arbeitnehmende in Zofingen, St.Gallen und Luzern gegen diesen Affront.

25. 1. 05 | Bern
Über 40000 Unterschriften


Das Referendum «Nein zu Sonntagsarbeit!» ist zu Stande gekommen. Die Hälfte der über 80000 Unterschriften hat Unia gesammelt. Am Dienstag wurden die beglaubigten Unterschriften in Bern eingereicht.

22. 1. 05 | Bern
Migrationskonferenz

Am 22. Januar hat die erste Migrationskonferenz der Gewerkschaft Unia getagt. Sie fordert Unia auf, sich in den Regionen vermehrt für Sans-Papiers einzusetzen und mit einer migrationspolitischen Plattform im September 2005 einen Schwerpunkt zu setzen. Die Migrantinnen und Migranten beantragen zudem, dass Unia die für den Sommer geplante Demo «Wir sind die Schweiz» unterstützt. Als Delegierte für den Unia-Zentralvorstand (ZV) wurden Ali Sahin-Alcinkaya, Judite Fazliay, Guglielmo Bozzolini und Vania Alleva gewählt.

21. 1. 05 | Bodio
Mehr Sicherheit für Mineure

Auf der Neat-Tunnelbaustelle sind erneut zwei Tunnelarbeiter tödlich verunfallt. Unia hatte zuvor mehrmals bei Arbeitgebern und Bauherrschaft interveniert, um die Arbeitssicherheit zu verbessern. Nun gelangt die Gewerkschaft an die parlamentarische Aufsichtsdelegation, um rasch eine Konferenz mit allen Beteiligten einzuberufen. Unia ist nicht bereit, den nächsten Unfall abzuwarten.

18. 1. 05 | Zürich
Unia unterstützt Swiss-Personal

Unia wehrt sich gegen die von Swiss angekündigten Restrukturierungsmassnahmen. Der Wettbewerbsdruck dürfe nicht auf das ohnehin benachteiligte Teilzeitpersonal abgeschoben werden. Die Unia-Mitgliedergruppe ufas (United Flight Attendants of Switzerland) vertritt die Flugbegleiterinnen mit Pensen unter 50 Prozent.