Entschädigungsfonds und Care Service

Der Runde Tisch Asbest, an dem auch die Gewerkschaft Unia beteiligt war, hat einen Entschädigungsfonds für Asbestopfer beschlossen. Alle Personen, die nach 2006 an einem Mesotheliom, dem gravierendsten asbestbedingten Tumor, erkrankt sind, erhalten finanzielle Unterstützung. Bis 2025 werden dafür rund 100 Mio Franken benötigt.

Meilenstein für die Asbestopfer

Die Schaffung dieses Fonds ist ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg zu einer würdigen Bewältigung der Asbestkatastrophe, einer der grössten Tragödien der Schweizer Wirtschaftsgeschichte.

Finanzierung sicherstellen

Die Finanzierung des Fonds ist aber nur für die ersten Jahre sichergestellt. Die Unia erwartet, dass die nötigen Gelder innert nützlicher Frist gesichert werden. Sie fordert Branchen, Unternehmen sowie die Gebäudeversicherer, die sich noch nicht beteiligt haben, auf, ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen.

Care Service für Betroffene

Ein neuer kostenloser Care Service bietet Betroffenen zudem Beratung und psychologische Betreuung. Er richtet sich an erkrankte Personen und ihre Angehörige, aber auch an potentiell Betroffene. Denn noch immer erkranken zu viele Menschen infolge Kontakt mit Asbest. Allein die Zahl der Mesotheliomfälle beträgt rund 120 pro Jahr. Die Unia hat sich von Anfang an für eine solche Dienstleistung eingesetzt.

Runder Tisch Asbest

Die Unia und die Gewerkschaften haben den entscheidenden Impuls zur Gründung des Runden Tisches Asbest gegeben. Dieser wurde 2015 ins Leben gerufen und von Alt Bundesrat Moriz Leuenberger geleitet. Teilgenommen haben Vertreter/innen der Asbestopfer, Gewerkschaften, Wirtschaft und die Suva.