Migros – Für eine gelebte Sozialpartnerschaft mit GAV

Die Unia engagiert sich für eine wirkungsvolle Vertretung der Interessen der Beschäftigten gegenüber der Migros. Dazu gehört der Beitritt zum Landes-Gesamtarbeitsvertrag. Es braucht dazu eine gelebte Sozialpartnerschaft mit starken Gewerkschaften.

Beitritt zum Gesamtarbeitsvertrag

1973 wurde der erste Landes-GAV für Migros-Angestellte abgeschlossen, damals aber ohne nationale Mindestlöhne. Als Abstrafung für die Kampagne für höhere Mindestlöhne ab 1998 verweigerte die Migros 2005 den Beitritt der Unia zum Landes-Gesamtarbeitsvertrag. Dies obwohl die Vorgängergewerkschaft (VHTL) seit Jahrzehnten Vertragspartnerin der Migros war. Die Unia engagiert sich weiter für den Beitritt zum GAV und damit für eine wirkungsvolle Vertretung der Interessen der Beschäftigten gegenüber der Migros.

Forderungen an die Migros

Die Unia hat in der Vergangenheit immer wieder Missstände beim grössten schweizerischen Detailhändler öffentlich kritisiert. So wurde zum Beispiel in verschiedenen Regionen älteren, langjährigen Mitarbeiter/innen gekündigt. Die Unia wehrt sich gegen Verschlechterungen, wie beispielsweise gegen die ersatzlose Streichung von Schichtzulagen bei Chocolat Frey. Dieses Vorgehen ist ein Widerspruch zum Anspruch der Migros, «Vertreterin des sozialen Kapitals» zu sein.

Die Forderungen der Unia sind:

  • generelle und anständige Lohnerhöhungen für alle
  • jährliche Lohnverhandlungen in allen Betrieben bzw. Betriebsteilen
  • Umsetzung der Lohngleichheit Frau / Mann
  • weitere Anhebung der Mindestlöhne
  • keine missbräuchlichen Entlassungen
  • gute Arbeitsbedingungen und planbare Arbeitszeiten
  • Respektierung der Gewerkschaftsrechte und Beitritt der Unia zum Landes-GAV