Wichtige Neuerungen des L-GAV 2017

In mehr als 30 Verhandlungs-Runden während über zwei Jahren haben Gewerkschaften und Arbeitgeber um den neuen L-GAV gerungen. Seit 1. Januar 2017 ist er in Kraft. Alle wichtigen Errungenschaften konnten erfolgreich verteidigt werden:

L-GAV erfolgreich verteidigt

Alle wichtigen Errungenschaften konnten erfolgreich verteidigt werden:

  • Mindestlöhne
  • 13. Monatslohn
  • 5 Wochen Ferien
  • Förderung der Aus- und Weiterbildung
  • Kontrollen und Bussen bei Verstössen gegen den L-GAV

Darüber hinaus beinhaltet der neue Vertrag Fortschritte bei den Kontrollen für eine korrekte Anwendung des L-GAV und bei der Förderung der Aus- und Weiterbildung. Verbesserungen gibt es auch bei den Löhnen und beim Vaterschaftsurlaub.

Neue Mindestlöhne

  • 3'417 Franken für Ungelernte
  • 3'618 Franken mit Progresso-Ausbildung
  • 3'718 Franken mit Berufsattest
  • 4'120 Franken mit Fähigkeitszeugnis
  • 4'824 Franken mit Berufsprüfung

Die Reduktionsmöglichkeit von 8% bei Stellenbeginn wird angepasst:

  • Für Ungelernte während 12 Monaten bei 1. Anstellung in L-GAV-Betrieb. Ab 2. Anstellung 3 Monate (heute 6).
  • Für Gelernte während 3 Monaten bei 1. Anstellung in L-GAV-Betrieb.

Aus- und Weiterbildung stärker gefördert

  • Deutliche Erhöhung der Teilnehmenden mit dem Ziel von 1% der Beschäftigten pro Jahr.
  • Finanzierung gesichert, bei Bedarf Erhöhung des Vollzug-/Bildungs-beitrages von 89.- bis 96.- Fr./Jahr.

Vaterschaftsurlaub erhöht

Der Vaterschaftsurlaub beträgt neu 5 statt bisher 3 Tage.

Kontrollen verbessert

  • Kontrollen neu auch unangemeldet
  • Gezielte Beratung und Kontrolle von neuen Betrieben
  • Breitflächige Kontrollen in Regionen, die den L-GAV weniger gut einhalten
  • Bei allen Kontrollen Zahlungsaufforderung an Arbeitgeber betreffend ausstehenden Lohnansprüchen

L-GAV gilt mindestens bis 2020

Der L-GAV 2017 ist am 1. Januar 2017 in Kraft getreten und sichert die Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmenden im Gastgewerbe mindestens bis Ende 2020.