Ausbaugewerbe für die Westschweiz

Ausbaugewerbe Westschweiz

Ausbaugewerbe Romandie: kein Vertragsloser Zustand ab 2017

Dank der Mobilisierung der Angestellten im Westschweizer Ausbaugewerbe konnte eine Einigung erzielt und für 2017 ein vertragsloser Zustand verhindert werden. Die Arbeitgeber haben die Kündigung des GAV zurückgezogen und sind auf die Forderungen der Gewerkschaften nach materiellen Verbesserungen und der Fortsetzung der im September unterbrochenen Verhandlungen eingegangen. Die Gespräche werden im nächsten Jahr fortgesetzt.

Um einen vertragslosen Zustand im Jahr 2017 zu verhindern, haben die Delegierten von Unia und Syna an ihrer Sitzung vom Dienstagabend in Lausanne die Vereinbarung mit den Arbeitgebern akzeptiert. Vorausgegangen war dieser Einigung eine Welle von Protesten gegen die Kündigung des GAV. Damit weiterverhandelt werden kann, haben die Arbeitgeber einer Erhöhung der Verpflegungsentschädigung von 17 auf 18 Franken pro Tag und einer Erhöhung der Mindestlöhne um 30 Rappen pro Stunde zugestimmt. Ausserdem verzichten sie darauf, den freien Samstag in Frage zu stellen.

GAV gerettet

Mit der Einigung haben die Sozialpartner den Gesamtarbeitsvertrag gerettet. Ein vertragsloser Zustand hätte Chaos auf den Baustellen und einen massiven Preiskrieg bedeutet. Für 25'000 Beschäftigte in den Bereichen des Holz-, Maler- und Glasgewerbes in der Romandie wären alle Verbesserungen gegenüber den gesestzlichen Minimalbestimmungen wegfallen.

Dank der Mobilisierung der Arbeitnehmenden im Ausbaugewerbe der Romandie konnte dies verhindert werden!