Maler/innen und Gipser

Malerpinsel

Mit Würde in die Rente

Die Arbeit der Maler- und Gipser/innen ist kein Zuckerschlecken. Viele leiden an Rückenschmerzen und Gelenkproblemen. Wegen des Termindrucks herrscht oft Stress. Viele Berufsleute halten nicht bis zur ordentlichen Pensionierung durch und wurden bisher oft in die IV abgedrängt.

Deshalb setzte sich die Unia seit über zehn Jahren für ein Vorruhestands-Modell für Maler/innen und Gipser ein. Nach zwei harten Verhandlungsjahren ist ihr 2016 endlich der Durchbruch gelungen.

Frühpensionierung für Maler/innen und Gipser

2016 gelang endlich der Durchbruch. Voraussichtlich 2018 werden die ersten Berufsleute vom neuen Modell der Frühpensionierung profitieren können.

Ab 60 flexibel in Rente

Das Modell, auf die sich der Schweizerische Maler- und Gipserverband (SMGV) und die Gewerkschaften im Frühjahr 2016 einigten, sieht folgendes vor:

  • Teilpensionierung ab 60 für Männer und ab 59 Jahren für Frauen
  • Vollständige Frühpensionierung ab 63 für Männer und ab 62 Jahren für Frauen
  • Übergangsrente von rund 70% bis zum ordentlichen Pensionsalters sowie Beiträge an die 2. Säule. Die Beiträge werden paritätisch von Arbeitgebern und Arbeitnehmenden mit je 0,85 Lohnprozenten finanziert.

Anspruchsberechtigt sind alle Arbeitnehmenden, die mindestens 15 Jahre in einem Maler- bzw. Gipserbetrieb gearbeitet haben, davon die letzten sieben Jahre vor der Frühpensionierung ununterbrochen.

Start 2018

Die ersten Arbeitnehmenden können ein Jahr nach Inkrafttreten der neuen Regelung von der Frühpensionierung profitieren, d.h. voraussichtlich ab dem 1.1.2018. Sie müssen aber unbedingt ein halbes Jahr vor Inanspruchnahme der Überbrückungsrente einen Antrag stellen. Die zuständige Unia-Sektion hilft dabei gerne.

Beispielhaft auch für andere Branchen

Mit dem neuen Modell erhalten die Maler/innen und Gipser der Deutschschweiz und des Jura und die Maler/innen des Tessins die gleichen Rechte wie ihre Berufskollegen andernorts. Das Ausbaugewerbe der Westschweiz, die Maler- und Gipser/innen der beiden Basel sowie die Gipser im Tessin profitieren bereits jetzt von einem Frühpensionierungsmodell, ebenso die Kolleg/innen des Gebäudehüllen- und des Bauhauptgewerbes. Die Unia wird sich dafür einsetzen, dass auch weitere Branchen die Möglichkeit erhalten, in Würde in den Ruhestand überzutreten.