Lohnrunde 2016/2017

Lohnrunde 2016/2017

Für das Jahr 2017 fordert die Unia generelle Lohnerhöhungen von 1 bis 1,5% und einen Arbeitgeberbeitrag an die Krankenkassenprämien. Die Unia verlangt zudem generelle Lohnabschlüsse. Diese stellen sicher, dass alle Beschäftigten von einer Lohnerhöhung profitieren können. Dadurch möchte die Unia die Tendenz der immer grösseren Lohnunterschiede stoppen.

Es braucht Zulagen an Krankenkassenprämien

Aufgrund der leichten Inflation gegen Ende Jahr und der starken Erhöhung der Krankenkassenprämien um 4-5% (20 Franken/Person) ist eine Zulage an die Krankenkassenprämien dringend notwendig. Deshalb fordert die Unia einen Arbeitgeberbeitrag an die Krankenkassenprämien von 45 Franken/Monat. Nur, wenn Arbeitgeber auch Zulagen an die Krankenkassenprämien bezahlen, kann verhindert werden, dass die Kaufkraft der Erwerbstätigen sinkt. 

Versäumte Lohnerhöhungen für Frauen jetzt realisieren

In der Privatwirtschaft beträgt die Differenz des Medianlohns in der Privatwirtschaft zwischen Frauen und Männern 988 Fr. oder 15,1% pro Monat (Lohnstrukturerhebung 2014). Rund 60% (593 Fr.) dieser Differenz kann mit objektiven Kriterien (Ausbildung, Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Anforderungsprofil und Funktion) erklärt werden. Aber 40% dieser Lohndifferenz (395 Fr.) ist durch direkte Lohndiskriminierung verursacht. Von einer generellen Lohnerhöhung können demnach gerade auch Frauen profitieren. Die Unia verlangt zudem, dass die Unternehmen ihre Löhne auf die Lohngleichheit hin überprüfen.