Altersvorsorge 2020: darum geht es

Reform Altersvorsorge 2020

Die Altersvorsorge 2020 ist eine Reform der 1. und 2. Säule der schweizerischen Altersvorsorge, also AHV und berufliche Vorsorge. Die Unia setzt sich für ein JA am 24. September ein. Denn die Reform stärkt die AHV und sichert ihre Finanzierung.

Stärkung der AHV

Erstmals seit über 40 Jahren werden die AHV-Renten substantiell erhöht. Neurentner/innen erhalten monatlich 70 Franken und Ehepaare bis zu 226 Franken mehr. Zudem werden Arbeitnehmende mit tiefen Löhnen und kleinen Teilzeitjobs in der 2. Säule besser versichert. Davon profitieren insbesondere Frauen.

Bürgerlicher Kahlschlag verhindert

Arbeitgeberverband, SVP und FDP bekämpfen die Reform. Ihnen ist die Stärkung der solidarisch finanzierten AHV ein Dorn im Auge. Denn bei der AHV müssen auch Grossverdiener auf ihrem gesamten Einkommen Beiträge bezahlen, die Renten aber sind plafoniert. Stattdessen wollen sie das Rentenalter für alle auf 67 Jahre und mehr erhöhen und das private Sparen in der unsicheren 2. Säule fördern.

Rückschritt Frauenrentenalter

Die Altersreform 2020 ist ein Kompromiss. Die vorgesehene Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 ist ein klarer Rückschritt. Es ist nicht nachvollziehbar, warum Frauen den höchsten Preis für die Reform bezahlen müssen, obwohl die Lohngleichheit bei weitem nicht verwirklicht ist und Frauen viel Gratisarbeit leisten, von der die ganze Gesellschaft profitiert. Doch trotz diesem schwer verdaulichen Rückschritt ist die Reform insgesamt gesehen positiv und bringt wichtige Verbesserungen, gerade auch für Frauen.