Altersvorsorge 2020

Das Projekt «Altersvorsorge 2020»ist drauf und dran, zur krassesten Rentenkürzungs-Vorlage der Geschichte zu werden. Die massvolleren Ansätze des Ständerats wurden von der zuständigen Nationalratskommission über Bord geworfen.

Der Vorschlag der Nationalratskommission beinhaltet deutliche Verschlechterungen:

  • Senkung des Umwandlungssatzes für die Pensionskassen-Renten von 6,8 auf 6,0 Prozent.
  • Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre.
  • Kürzungen bei Witwen- und Waisenrenten sowie bei den Kinderrenten.
  • Keine Kompensation bei der AHV, wie sie der Ständerat vorschlägt (Erhöhung der Neurenten um 70 Franken).
  • Automatische Rentenaltererhöhung auf 67 Jahre für alle bei Unterdeckung des AHV-Fonds.

Kompensiert werden sollen die Kürzungen durch höhere Beiträge in der zweiten Säule. Das kommt die Versicherten – insbesondere die Jüngeren – extrem teuer zu stehen. Auch die Arbeitgeber werden weitaus stärker zur Kasse gebeten, als wenn die Kompensation durch eine Stärkung der AHV erfolgen würde.

Für die Unia ist zudem klar: Die Rentenaltererhöhung ist nicht akzeptabel. Es darf nicht sein, dass die Reform erneut auf dem Buckel der Frauen durchgeführt wird. Und für ein Rentenalter 67 wird es nie und nimmer eine Volksmehrheit geben.