Wissenswertes zur AHV

Datum der Einführung: 1. Januar 1948.
Die AHV war eine der wichtigsten Forderungen des Generalstreiks von 1918. Es dauerte aber bis nach dem 2. Weltkrieg, bis sie endgültig eingeführt wurde.

Bedeutung
Die AHV ist das bedeutendste Sozialwerk der Schweiz. Ihre Hauptaufgabe ist die Sicherung der materiellen Existenz im Alter. Im Altersversicherungssystem bildet sie die erste Säule. Die zweite Säule ist die Berufliche Vorsorge (BVG, Pensionskassen), die dritte die Private Vorsorge. Gemäss Bundesverfassung sollen AHV und BVG gemeinsam «die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise» ermöglichen (Art. 113).
Die Hinterlassenenversicherung (Witwen-, Witwer- und Waisenrenten) soll beim Tod des Ehepartners oder eines Elternteils verhindern, dass die Hinterbliebenen in finanzielle Not geraten.

Funktionsweise
Die AHV funktioniert nach einem sozialen und solidarischen Umlageverfahren. Das Geld, das einbezahlt wird, wird sofort wieder für die Renten ausbezahlt. Besser verdienende Personen bezahlen höhere Beiträge, erhalten bei der Pensionierung aber höchstens die Maximalrente, die plafoniert ist. Dagegen erhalten schlechter verdienende Person mehr Leistungen im Vergleich zu den Beträgen, die sie einbezahlt haben.

Finanzierung
Alle erwerbstätigen Personen und die Arbeitgeber bezahlen monatlich AHV-Beiträge ein. Zur Finanzierung trägt der Bund mit der Mehrwertsteuer (MWSt), der Tabak- und Alkohol- sowie der Spielcasino-Steuer bei.

Rentenanspruch
Frauen ab 64 Jahren, Männer ab 65 Jahren

  • Vollrente: bei ununterbrochener Beitragszahlung seit dem 21. Altersjahr
  • Teilrente: bei ungenügender Beitragszeit (ein fehlendes Beitragsjahr entspricht ca. 2.3 Prozent weniger Rente).

Monatlicher Rentenbetrag  
Einzelperson: Minimum 1'170 Franken, Maximum 2'340 Franken
Ehepaar-Doppelrente maximal 3'510 Franken (Stand 2014)
Die Renten werden alle zwei Jahre der Entwicklung der Löhne und Preise angepasst.