Um was geht es?

Die Vorstösse von Ständerätin Karin Keller-Sutter (FDP) und Ständerat Conrad Graber (CVP) wollen  die Arbeitszeiterfassung für einen grossen Teil der Arbeitnehmenden abschaffen, auch gegen deren Willen und ohne zusätzliche Gesundheitsmassnahmen in einem Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Grundlegende Arbeitsschutzmassnahmen wie Höchstarbeits-, Ruhe- und Pausenzeiten sowie das Verbot der Nacht- und Sonntagsarbeit würden ausgehebelt bzw. könnten von den Arbeitsinspektor/innen nicht mehr kontrolliert werden.

Stress am Arbeitsplatz eine Realität für viele Arbeitnehmende

Gleichzeitig beklagen sich immer mehr Arbeitnehmende über zunehmenden Stress am Arbeitsplatz sowie über belastende Arbeitszeiten. Die Unia-Studie vom Januar 2017 zeigt: In büronahen Dienstleistungsberufen fühlen sich 70% der Beschäftigten am Arbeitsplatz Stress ausgesetzt und können sich auch in der Freizeit schlecht abgrenzen. Dem müssen wir entgegenwirken!

Vertiefte Abklärungen erwartet

Im Januar 2017 hat die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) des Nationalrates entschieden, die Parlamentarischen Initiativen von Graber und Keller-Sutter zu sistieren, um vertiefte Abklärungen zu machen. Die Unia erwartet nun, dass die Kommission bei ihrem Entscheid den effektiven Belastungen der Arbeitnehmenden Rechnung trägt und die gefährlichen Vorstösse ablehnt!