Einbürgerung: Wie vorgehen?

Einbürgerung: Wie vorgehen?

2018 tritt ein neues, verschärftes Bürgerrechtsgesetz in Kraft. Deshalb lohnt sich jetzt die frühzeitige Einreichung eines Einbürgerungsgesuches. Hier einige Angaben, was man beachten muss.

Kantonale Unterschiede

In den Kantonen und Gemeinden gelten unterschiedliche Bedingungen. Und je nach kantonaler Regelung muss das Einbürgerungsgesuch entweder bei der Gemeinde oder beim Kanton eingereicht werden.

Auch die Dauer des Verfahrens ist kantonal sehr unterschiedlich; es lohnt sich deshalb, das Gesuch frühzeitig einzureichen! Auf der Website www.ch.ch finden Sie Informationen darüber, welche Anforderungen wo gelten und an welche Stelle Sie sich für Informationen wenden können oder wo Sie das Einbürgerungsgesuch einreichen müssen.

Ordentliche oder erleichterte Einbürgerung?

Generell wird zwischen der ordentlichen und der erleichterten Einbürgerung unterschieden. Von der erleichterten Einbürgerung kann insbesondere Gebrauch machen,

  • wer mit einer Schweizerinoder einem Schweizer verheiratet ist
  • oder als Kind einen Schweizer Elternteil hat.

Die erleichterte Einbürgerung gilt hingegen nicht für Secondas/Secondos und Terzas/Terzos.

Bedingungen bis Ende 2017

Gemäss dem noch bis Ende 2017 gültigen Gesetz kann ein Einbürgerungsgesuch stellen, wer seit mindestens zwölf Jahren in der Schweiz wohnt. Die Jahre zwischen dem 10. und dem 20. Altersjahr werden doppelt gezählt.

Einige Kantone (BE, SG, SZ) setzen eine C-Bewilligung (Niederlassung) voraus.

Neues Gesetz ab 2018

Am 1. Januar 2018 tritt ein neues Bürgerrechtsgesetz in Kraft. Es bringt u.a. folgende Änderungen:

  • Neu kann man nach 10 Jahren den Schweizer Pass beantragen; die Jahre zwischen dem 8. und 18. Lebensjahr zählen doppelt.
  • Voraussetzung ist eine Niederlassungsbewilligung (Bewilligung C). Menschen mit den Bewilligungen B (Aufenthaltsbewilligung) oder F (vorläufig Aufgenommene) können sich ab 2018 nicht mehr einbürgern lassen.
  • Strengere Vorschriften bei den Sprachkenntnissen: Neu muss man die jeweilige Landessprache mündlich (mindestens B1) und schriftlich (mindestens A2-Niveau) beherrschen.
  • Das neue Gesetz schreibt eine Teilnahme «am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung» vor. Wer arbeitslos ist, könnte Probleme haben, sich einbürgern zu lassen. Sozialhilfe-Bezüger/innen sind von der Einbürgerung ausgeschlossen.