Hintergrund

Für die Fussball-WM 2022 stampft Katar Stadien, Hotels, Flughäfen, Strassen, U-Bahnen und andere Infrastrukturbauten aus dem Boden. Zehntausende Arbeiter, vor allem aus Nepal, Indien, Bangladesch und den Philippinen, schuften unter sklavenähnlichen Bedingungen in der Wüste. Über 1‘400 Arbeiter sind auf den katarischen Baustellen seit der WM-Vergabe schon gestorben.

Protest der Gewerkschaften hat gewirkt

Die Gewerkschaften der Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI), der auch die Unia angehört, fordern seit langem die Respektierung der Menschenrechte und faire Arbeitsbedingungen für die Bauarbeiter. Im Herbst 2016 willigten die katarischen Behörden ein, dass künftig Arbeitsinspekteur/innen die Stadion-Baustellen besuchen dürfen.

Keine WM auf dem Buckel der Bauarbeiter

Katar und die FIFA sind gefordert. Es geht nicht, dass eine WM auf den Gräbern von Tausenden Bauarbeitern stattfindet. Es braucht schnelle Massnahmen, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Die gewerkschaftlichen Kontrollen können ein erster Schritt dazu sein.