Krasse Vermögensungleichheit

Erbschaftssteuer gibt Gegensteuer

Die Vermögen in der Schweiz sind extrem ungleich verteilt. Noch viel ungerechter, als wir alle denken. Das zeigt eine repräsentative Umfrage bei über 1000 Schweizerinnen und Schweizern, welche die Unia und der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) in einem Video präsentieren.

Wir glauben zwar, dass die reichsten 20 Prozent mehr als die Hälfte des gesamten Privatvermögens besitzen. Die Realität ist aber viel extremer - das reichste Fünftel der Schweizerinnen und Schweizer besitzt sechs Mal mehr als alle anderen zusammen, 86 Prozent des Vermögens! Den ärmsten 20 Prozent bleibt hingegen gar nichts.

 

Schaut man die Superreichen an, wird das Verhältnis noch krasser: Die reichsten 2 Prozent besitzen gleich viel wie wir alle zusammen. Und diese Vermögenskonzentration nimmt ständig zu. Weil in den letzten Jahrzehnten die Kapitaleinkünfte der Reichen immer weniger, Arbeit und Konsum aber immer mehr belastet wurden. Und weil die Superreichen ihr Vermögen steuerfrei den Nachkommen vererben. Das ist ungerecht, unsozial und schadet Gesellschaft und Wirtschaft.

Können wir etwas dagegen tun? Können wir: Am 14. Juni stimmen wir über eine nationale Erbschaftssteuer für Erbschaften über 2 Millionen Franken ab. Betroffen sind nur die reichsten 2 Prozent der Bevölkerung. Profitieren werden wir alle, denn die Einnahmen fliessen zur AHV und zu den Kantonen. Ein fairer Deal. Deshalb am 14. Juni Ja zur Erbschaftssteuer. Für mehr Chancengleichheit und für eine Stärkung der AHV.