Kantone

In der Schweiz bestimmen die Kantone und die Gemeinden über die Ladenöffnungszeiten. Die Unia engagiert sich in den Regionen zum Schutz der Angestellten und der Bevölkerung gegen ständig längere Öffnungszeiten.

Unterstützung der Bevölkerung

In den Kantonen hat die Unia mehrere Referenden gegen die unbegründete Ausdehnung der Wochenarbeitsstunden und der Sonntagsarbeit lanciert oder sich an diesen beteiligt. Die Stimmberechtigten haben in ¾ der kantonalen Abstimmungen längere Ladenöffnungszeiten abgelehnt. Dieses Resultat belegt, dass die Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten keinem reellen Bedürfnis entspricht, sondern vielmehr einer Strategie der Grossverteiler entspringt.

Gesetze über die Ladenöffnungszeiten

  • Rot: normale Öffnungszeiten (Mo-Fr bis max. 19 Uhr, Sa max. 18 Uhr)
  • Gelb: mittlere Öffnungszeiten (Mo-Fr bis max. 20 Uhr, Sa max. 18 Uhr)
  • Grün: ausgedehnte Öffnungszeiten (kein Gesetz oder liberalisiert)
Gesetze über die Ladenöffnungszeiten
Stand 1.1.2015

Allianzen mit kleinen Geschäften

Die Besitzer von kleinen oder mittelgrossen Läden gewinnen durch die Ausdehnung der Öffnungszeiten nichts. Eine in Basel durchgeführte Umfrage hat gezeigt, dass 60% der Ladeninhaber keine zusätzlichen Sonntage als Arbeitstage wollen. In der Berner Altstadt weigern sich 75% der Geschäftsleute, länger geöffnet zu haben. Die kleinen Läden sind nicht in der Lage, erweiterte Dienstschichten abzudecken. Die Ausdehnung der Öffnungszeiten begünstigt grosse Ketten und ist ein Nachteil für kleine Läden.

Dem Druck der Kantone entgegenhalten

Das nationale Parlament hat die Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten zwar versenkt – nun heisst es aber, in den Kantonen die immer weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit zu bekämpfen. Die Unia setzt sich weiterhin entschieden gegen eine Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten und überlange Arbeitstage ein. Helfen Sie mit!