Frankenspekulation: Jetzt die drohende Welle von Massenentlassungen abwehren!

18.01.2013


Der Schweizer Franken hat sich in den letzten Tagen im Verhältnis zum Euro etwas abgeschwächt und heute einen Wechselkurs von 1.25 Franken erreicht. Die Unia fordert die Schweizerische Nationalbank auf, diesen Kurs sofort als neue Untergrenze festzulegen und diese mit allen Mitteln zu verteidigen.

Nach wie vor leiden Hunderte von Betrieben insbesondere im Tourismus und in der Exportindustrie unter der Überbewertung des Frankens gegenüber dem Euro. In der Hotellerie hat dies bereits Tausende von Arbeitsplätzen gekostet. Im Frühling droht eine weitere Abbauwelle, wenn sich die Situation jetzt nicht rasch bessert.

In der Industrie bereiten mehrere Betriebe die Verlagerung von Arbeitsplätzen aus der Schweiz in den Euro-Raum vor. Um die damit drohende Welle von Massenentlassungen zu vermeiden, fordert die Unia die SNB auf, die Gelegenheit beim Schopf zu packen. Im Sinne eines Schrittes in die richtige Richtung muss sie die Wechselkursuntergrenze unverzüglich bei 1.25 Franken festlegen. Mittelfristig muss die Nationalbank weiterhin einen vernünftigen Wechselkurs von gegen 1.40 Franken je Euro anstreben.
 
Für Rückfragen:
Corrado Pardini, Mitglied der Geschäftsleitung der Gewerkschaft Unia
Andreas Rieger, Nationaler Sekretär der Gewerkschaft Unia

Von: Kommunikation Unia