Bauarbeiter fordern 150 Franken mehr Lohn

Bauarbeiter stimmen über ihre Forderungen ab.

Rund 450 Bauarbeiter beteiligten sich am 28. Juni 2014 in Bern an der Bau-Landsgemeinde der Gewerkschaft Unia. Sie diskutierten über die Situation im Bauhauptgewerbe und die Schwerpunkte für die anstehenden Verhandlungen zum neuen Landesmantelvertrag (LMV) im kommenden Jahr. Zudem legten sie die Lohnforderungen für diesen Herbst fest.

Volle Auftragsbücher
Die Bauwirtschaft boomt, die Auftragsbücher sind voll und die Bauarbeiter leisten einen enormen Einsatz. Nachdem in den vergangen Jahren die Löhne nur bescheiden erhöht wurden, erwarten die Bauarbeiter 2015 zu Recht eine anständige Lohnerhöhung.

... weil sie es verdienen!
An ihrer Landsgemeinde forderten 450 Bauarbeiter eine Lohnerhöhung von 150 Franken. Mehrere Redner betonten, dass die Bauarbeiter ihren Anteil am Erfolg verdient hätten; ohne sie wäre der Erfolg der Schweizer Bauwirtschaft nicht möglich. Zudem leisten sie nicht nur die harte Arbeit, sie sind auch diejenigen, die wissen, wie es ist, wenn man ständig steigende Mieten und Krankenkassenprämien zu bezahlen hat.

Erneuerung des Landesmantelvertrags
2015 wird zudem der Landesmantelvertrag für das Bauhauptgewerbe (LMV) neu verhandelt. Der LMV regelt die Arbeitsbedingungen für ca. 80'000 Bauarbeiter in der Schweiz – den Mindestlohn, die Arbeitszeit, die Ferien und Feiertage. Die Unia wollte in einer breit angelegten Umfrage von 15’000 Bauarbeitern wissen, was ihre grössten Probleme sind, mit denen sie heute zu kämpfen haben. Auf dieser Basis hat die Landsgemeinde erste gewerkschaftliche Forderungen ausgearbeitet. Über das gesamte Forderungspaket werden die Gewerkschaften Ende dieses Jahres beschliessen.