Aktionen der Bauarbeiter für 150 Franken mehr

Bauarbeiter in Brienz

Die Arbeiter im Bauhauptgewerbe leisten täglich harte Arbeit. Dank ihnen verzeichnen die Baufirmen immer mehr Gewinne. Doch selber profitieren sie kaum davon. Mit Protestaktionen während des gesamten Oktobers fordern sie endlich eine faire Lohnerhöhung von 150 Franken. Sie verdienen es!

In der gesamten Schweiz protestieren Arbeitnehmenden aus dem Baugewerbe im Oktober gegen die mickrige Lohnentwicklung der letzten Jahre. Sie setzen sich für eine anständige Lohnerhöhung von 150 Franken ein.

Hohe Gewinne und keine Lohnerhöhungen

Die Gewinne der Baufirmen sind kräftig gestiegen. Im Schnitt erzielte eine Hochbaufirma 2008 knapp 6000 Franken Gewinn pro vollbeschäftigte Person, nur drei Jahre später waren es schon mehr als 10'000 Franken. Die Löhne der Bauarbeiter sind jedoch praktisch stehen geblieben.

Harte Arbeit, mehr Stress und mehr Tote

Im Bauhauptgewerbe hat trotz steigenden Umsätzen die Zahl der fest angestellten Bauarbeiter in den letzten Jahren abgenommen – die Produktivität hat aber zugenommen. Weniger Bauarbeiter leisten also in derselben Zeit mehr. Das heisst, sie arbeiten unter stärkerem Druck, haben immer kürzere Termine und enormen Stress. Traurig aber wahr, im Durchschnitt fällt ein Bauarbeiter alle fünf Jahre wegen einem Unfall aus, im letzten Jahr starben 22 Bauarbeiter auf den Schweizer Baustellen – so viel wie seit Jahren nicht mehr.

Eine anständige Lohnerhöhung von 150 Franken für alle

Die Bauarbeiter fordern für das nächste Jahr eine Lohnerhöhung von 150 Franken. Dies ist für die Bauarbeiter nötig – gerade auch weil die Krankenkassenprämien und Mieten weiter steigen. Und es ist für die Firmen verkraftbar. Die Bauarbeiter setzen im Oktober ein Zeichen, dass sie bereit sind, für eine gerechte Lohnerhöhung zu kämpfen.