AHV hat unschlagbares Preis-/Leistungsverhältnis

Die grosse Mehrheit der Bevölkerung in der Schweiz bekommt für jeden in die AHV einbezahlten Franken deutlich mehr Rente, als wenn das gleiche Geld auf einem Konto der privaten Vorsorge angespart würde. Das zeigen Modellrechnungen, die der Schweizerische Gewerkschaftsbund und die Unia der Presse präsentierten.

Das viel bessere Preis-/Leistungsverhältnis ist im genialen AHV-Finanzierungsmodell begründet. Es zeichnet sich durch eine starke Solidarität zwischen hohen und tiefen Einkommen aus und berücksichtigt auch die unbezahlte Familienarbeit in der Rentenberechnung.

AHV stärken statt schwächen

Zudem verfügt die AHV über eine schlanke Verwaltung, ist unabhängig vom Gewinnstreben privater Anbieter und wird im sog. Umlageverfahren finanziert. Im Hinblick auf die Debatte über die «Altersvorsorge 2020» muss die AHV deshalb gegenüber den Privatversicherern der 2. Säule gestärkt und nicht geschwächt werden.

Privatversicherer als Systemrisiko

Aldo Ferrari von der Unia-Geschäftsleitung wies auf die Gefahr hin, welche die im Geschäft mit der 2. Säule tätigen privaten Versicherungen darstellen. 44% alle Arbeitnehmenden bezahlen ihre Lohnabzüge an einen der sieben Lebensversicherungsgesellschaften. Angesichts der anhaltenden Tiefzinsphase könnten diese aber «die Mindestversprechen der 2. Säule, irgendwann einmal nicht mehr einhalten, ohne sich selber zu gefährden», so Ferrari. Er plädierte deshalb für eine «beruflichte Vorsorge, die in den Händen der Angestellte, Arbeitgeber und ihrer Verbände bleibt».