Pauschalsteuer abschaffen JA!

Das Komitee „JA zur Abschaffung der Pauschalsteuer“ hat heute vor den Medien seine Argumente für die Abschaffung dieses ungerechten Steuerprivilegs für Superreiche dargelegt. Unia-Geschäftsleitungsmitglied Nico Lutz wies darauf hin, dass in Kantonen, welche die Pauschalsteuer abgeschafft haben, die Steuererträge gestiegen sind.

Mit Schreckensszenarien und Phantasiezahlen verbreiten die Wirtschaftsverbände Angst vor Arbeitsplatzabbau, wenn Pauschalbesteuerte nach einem Ja zur Initiative wegziehen würden. Die Erfahrung zeigt aber, dass Kriterien wie Sicherheit, gute Infrastruktur und politische Stabilität für Ausländer/innen viel wichtiger sind als der Steuersatz, um sich in der Schweiz niederzulassen.

Ausfälle werden kompensiert

Sollten trotzdem ein paar gutbetuchte Pauschalbesteuerte dem Land den Rücken kehren, so würden ihre Villen kaum lange leer stehen. Im Kanton Zürich, der die Pauschalsteuer 2009 abgeschafft hat, leben heute in vielen solchen Liegenschaften Schweizer oder ausländische Personen, die regulär besteuert werden. Die Zusatzeinnahmen kommen in erster Linie den Gemeinden und Kantonen zugute.

Pauschalsteuer schadet überall

Ein weiteres Argument für die Abschaffung der Pauschalsteuer ist, dass sie auch im Ausland grossen Schaden anrichtet. Schwerreiche Oligarchen entziehen mit Hilfe der Schweizer Sonderregelung ihre Milliarden der Besteuerung in ihrem Heimatland. Bezahlen muss die Bevölkerung – oft mit schmerzhaften Sozialkürzungen. Die Schweiz darf nicht länger Beihilfe zu solch schädlichen Geschäftsmodellen leisten.

Beitrag (PDF) von Nico Lutz, Mitglied Geschäftsleitung Unia

Mediendokumentation auf der Website des Komitees