Bundeshaus im Lohngleichheits-Look

«Lohngleichheit jetzt!» Diese Forderung der Gewerkschaft Unia leuchtete am 19. April frühmorgens am Bundeshaus. Die Unia fordert mit der Aktion massive Verbesserungen bei der laufenden Revision des Gleichstellungsgesetzes statt eine weitere Verwässerung der jetzt schon moderaten Vorlage.

Nachdem das Ratsplenum die Vorlage Ende Februar an die vorberatende Kommission zurückgewiesen hatte, beriet am 19. April die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) erneut die Revision des Gleichstellungsgesetzes.

Lohngleichheit umsetzen statt verzögern!

Die Unia will diese inakzeptable Verzögerungstaktik nicht hinnehmen und machte mit ihrer Aktion Druck. Sie verlangt von der WBK-S massive Verbesserungen am Gleichstellungsgesetz. Statt einer weiteren Verzögerung und Verwässerung der jetzt schon moderaten Revisionsvorlage muss das Parlament endlich den seit 37 Jahren geltenden Verfassungsauftrag zur Lohngleichheit umsetzen!

Griffige Massnahmen zwingend

Die Unia setzt sich ein für:

  • systematische und verbindliche Lohnkontrollen, bei denen die Arbeitnehmenden-Vertretung mit einbezogen ist
  • die Anpassung diskriminierender Frauenlöhne
  • hohe Bussen, sollte ein Betrieb das geltende Gesetz missachten