Gleichstellungsgesetz völlig unzureichend - Frauen bereiten den Frauen*streik vor

Für die Unia ist die vom Nationalrat verabschiedete Revision des Gleichstellungsgesetzes absolut unbefriedigend. Das dürftige Gesetz eignet sich nicht, um die seit mehr als 30 Jahren in der Verfassung verankerte Lohngleichheit endlich umzusetzen.

Nur Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden (exklusive Lernende) müssen Lohnanalysen durchführen. Das betrifft nicht einmal 1% aller Firmen und nur 46% der Arbeitnehmenden. Das ist ein Affront gegen die Gewerkschaftsfrauen, welche seit fünf Jahren für eine Änderung des Gesetzes kämpfen.

Dazu kommt: Fehlbare Unternehmen müssen lediglich ihre Mitarbeitenden informieren. Sie werden weder sanktioniert, noch dazu verpflichtet, Massnahmen für die Lohngleichheit zu ergreifen. Das ist skandalös! Mit der zusätzlichen Begrenzung der Laufzeit auf 12 Jahre ist dieses Alibigesetz ein Hohn für alle Frauen.

Es gilt ernst

Am 22. September gingen 20'000 Frauen und solidarische Männer für die Lohngleichheit auf die Strasse. Seit Jahrzehnten kämpfen sie gemeinsam für das Recht auf Lohngleichheit und gegen Diskriminierung. Ihre Geduld ist am Ende!

Deshalb ist nun für den Frauen*streik 2019 eine breite landesweite Mobilisierung im Gange. In den meisten Kantonen haben sich breite Streikbündnisse gebildet. Die Frauen sind wütend über den weit verbreiteten Sexismus, den Backlash und die Verweigerungshaltung der Politik. Sie wollen deshalb alle gemeinsam mit dem Frauen*streik am 14. Juni 2019 Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zum Handeln bringen.