Sieg der Verkäufer*innen: nicht mehr Sonntagsarbeit im Kanton Bern

Die Unia Bern hatte das Referendum gegen mehr Sonntagsarbeit ergriffen – mit Erfolg!

Die Stimmberechtigten des Kantons Bern haben heute entschieden: Zwei Sonntagsverkäufe sind genug. Das ist ein klares Stoppsignal gegenüber den Bestrebungen der Bürgerlichen, die Sonntagsarbeit schweizweit zu liberalisieren. Die Unia verlangt vom Nationalrat, auch diesen Entscheid ernst zu nehmen und den Antrag Noser zu zwölf Tagen Sonntagsarbeit abzulehnen – so, wie es auch der Ständerat letzten Donnerstag auch gemacht hat.

Während mehreren Monaten hat sich das Verkaufspersonal gemeinsam mit der Unia gegen die Ausdehnung der Öffnungszeiten eingesetzt. Der Einsatz hat sich gelohnt!

Der Kanton Bern macht mit dem Nein zu vier Tagen Sonntagsarbeit eine klare Ansage: Die Stimmberechtigen stellen sich gegen die bürgerliche Phantasie, die Sonntagsarbeit weiter zu liberalisieren. Nun muss der Nationalrat den geplanten zwölf Sonntagen im Covid-Gesetz eine Absage erteilen, so wie es die kleine Kammer letzte Woche schon getan hat.

Frauenarbeit aufwerten, statt Vereinbarkeit erschweren

Im Verkauf, einer so genannten «Frauenbranche», sind tiefe Löhne und flexibilisierte Arbeitszeiten an der Tagesordnung. Die Verkäuferinnen stehen schon jetzt unter Druck und ringen damit Beruf, Freizeit und Familie zu vereinbaren. Das Abstimmungsresultat ist gerade einen Tag vor dem internationalen Frauentag ein wichtiges Zeichen und muss ernst genommen werden. Es gilt, die Branche auf-, statt abzuwerten!