Für eine moderne Einbürgerungspolitik

Auch die Unia steht für eine Einbürgerungspolitik, die Hürden abbaut und Rechte stärkt.

Es braucht einen Paradigmenwechsel im Einbürgerungsrecht. Denn heute haben nur drei Viertel der Schweizer Bevölkerung politische Rechte – Menschen ohne Schweizer Pass sind davon ausgeschlossen.

 

Deshalb hat der Verein «Vierviertel» ein Manifest für eine moderne Einbürgerungspolitik lanciert, das auch Unia-Präsidentin Vania Alleva als Erstunterzeichnerin mitträgt. Denn die Unia ist nicht nur die grösste Gewerkschaft, sondern auch die grösste Migrant*innen-Organisation der Schweiz.

Ein Grundrecht auf Einbürgerung

Das wichtigste Anliegen ist, dass die Einbürgerung nicht eine «Belohnung» darstellt, die durch Anpassung «verdient» werden muss. Stattdessen sollen Menschen, die jahrelang in der Schweiz gelebt haben, ein Recht auf Einbürgerung haben. Kinder, deren Eltern bei der Geburt ihren Wohnsitz in der Schweiz haben, sollen zudem automatisch das Schweizer Bürgerrecht erhalten.

Ein Schritt zu mehr demokratischer Teilhabe

Das ist wichtig, denn die Einbürgerung ermöglicht eine vollwertige Teilhabe an der Gesellschaft. Sie bringt das Recht, an Wahlen und Abstimmungen teilzunehmen, das Recht auf einen sicheren Aufenthalt und das Recht, als vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft anerkannt zu werden. Die tatsächliche oder zugeschriebene Herkunft eines Menschen, seine weltanschaulichen Überzeugungen und seine soziale Stellung dürfen für das Bürgerrecht keine Rolle spielen.