900 Euro-Lohn auf der ZARA Baustelle

ZARA-Besitzer Amancio Ortega, mit geschätzten 36 Milliarden Vermögen Europas reichster Mann, baut zurzeit im «Bally-Haus»an der Zürcher Bahnhofstrasse einen neuen, edlen Flagshipstore. Die Arbeitsbedingungen der Bauarbeiter sind jedoch deutlich weniger edel. Gemäss übereinstimmenden Aussagen der Betroffenen und entsprechenden Dokumenten, die der Unia vorliegen, werden absolute Tiefstlöhne von nur 900 bis 2000 Euro bezahlt. Dafür müssen die Arbeiter aus dem Bauhaupt- und Ausbaugewerbe bis zu 60 Stunden pro Woche arbeiten. ZARA und die Immobilienbesitzerin PSP Swiss Property AG stehen nun in der Pflicht, umgehend für korrekte Löhne zu sorgen.

Mit dem Einzug ins Bally-Haus an der Bahnhofstrasse 66 eröffnet die Modekette ZARA ihren neuen Flagshipstore an bester Adresse. Um das Ladenlokal fertig zu stellen und für die Kundschaft schön herzurichten, sind im Moment dutzende Arbeiter vor Ort. Gemäss übereinstimmenden Aussagen diverser Betroffenen und Dokumenten, die der Unia vorliegen, erhalten die Arbeiter massiv zu tiefe Löhne von nur 900 bis 2000 Euro im Monat und müssen dafür an 6 Tagen pro Woche bis zu 60 Stunden arbeiten. Damit werden sämtliche geltenden Gesamtarbeitsverträge massiv verletzt. Bei nur 900 Euro liegt der vorgeschriebene Lohn rund 4-5 Mal höher. Angestellt sind die betroffenen Arbeiter von diversen spanischen Firmen.
 
ZARA und PSP Swiss Property AG stehen in der Verantwortung
ZARA und die Liegenschaftsbesitzerin PSP Swiss Property AG stehen in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass auf ihrer Baustelle korrekte Arbeitsbedingungen herrschen. Deshalb wurden die beiden Unternehmen von der Unia aufgefordert, bis Samstagabend für alle Arbeiter auf der Baustelle die bisherigen Lohnzahlungen zu belegen und sämtliche Differenzen zu den geltenden Gesamtarbeitsverträgen sofort nachzuzahlen.