Nie wieder Saisonnierstatut!

Angesichts aktueller Diskussionen um die Einführung neuer Zuwanderungskontingente erinnert die Unia mit einer Ausstellung in Bern an das menschenverachtende Saisonnierstatut. In einer nachgebauten Saisonnier-Wohnbaracke und anhand zahlreicher Fotos wird die Lebenssituation der ausländischen Arbeiter/innen erlebbar.

Hunderttausende Menschen wurden unter dem Saisonnierstatut als rechtlose Arbeiter/innen in die Schweiz geholt und mussten unter unwürdigen Bedingungen in Baracken hausen. Die nachgebaute, authentisch eingerichtete Baracke in der Berner Innenstadt macht, begleitet von zahlreichen Bildern, das Leben der Saisonniers sichtbar.

Gegen menschenfeindliche Kontingentierungen

Vor der Eröffnung der Ausstellung fand im Berner Kulturzentrum Progr eine Tagung zur Migrationspolitik statt. Mehrere ehemalige Saisonniers erzählten von ihren Erfahrungen und warnten vor der Wiedereinführung eines solchen Statuts. Erstmals wurde der Film «Verboten und versteckt – Saisonnierkinder erzählen» des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes einer breiteren Öffentlichkeit vorgeführt. Unia-Co-Präsidentin Vania Alleva bekräftigte das Engagement der Gewerkschaften gegen menschenfeindliche Statute und Kontingentierungen.

Die Ausstellung zum Saisonnierstatut wird bis am 13. November auf dem Waisenhausplatz in Bern zu sehen sein. Anschliessend ist sie vom 17.-23. November in Genf zu besichtigen.