Unia-DV: Ecopop, Frauendemo und ein runder Geburtstag

Die Delegiertenversammlung (DV) der Unia von heute Samstag bekräftigte ihre Ablehnung von landesweiten längeren Ladenöffnungszeiten, wie sie der Bundesrat vorschlägt. Das Nein zur Ecopop-Initiative wertet sie als schallende Ohrfeige für die SVP. Zudem beschloss sie die aktive Unterstützung der grossen Frauendemonstration für Lohngleichheit vom 7. März 2015.

Das Nein zur Ecopop-Initiative sei «eine klare Absage an die Igel-Schweiz und eine schallende Ohrfeige für SVP», erklärte Vania Alleva vor den rund 250 Unia-Delegierten in Bern. Die Delegierten bekräftigten, alles zu unternehmen, damit bei der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative keine diskriminierenden Statute für bestimmte Arbeitnehmergruppen eingeführt werden. Stattdessen sollen die Arbeitsbedingungen und Löhne von allen besser geschützt werden.

Demo für Lohngleichheit

Als Schritt in die richtige Richtung werteten die Unia-Delegierten den Vorschlag des Bundesrates, die Unternehmen zu verpflichten, die Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen regelmässig zu analysieren und von Dritten überprüfen zu lassen. Zusätzlich müssten die Arbeitgeber aber verbindlich verpflichtet werden, den Grundsatz gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit tatsächlich umzusetzen. Die Unia-DV beschloss eine aktive Unterstützung der Demo, zu der ein breites Bündnis von Frauenorganisationen für den 7. März 2015 aufruft

Gegen landesweite Mindest-Ladenöffnungszeiten

Schliesslich verabschiedeten die Delegierten eine Resolution gegen den Vorschlag des Bundesrates, landesweite Mindest-Ladenöffnungszeiten vorzuschreiben. Längere Ladenöffnungszeiten bedeuteten längere Arbeitszeiten und schlechtere Arbeitsbedingungen für die Verkäufer/innen. Das sei umso unakzeptabler, als die Betroffenen durch keinen landesweiten Gesamtarbeitsvertag geschützt sind.

Fest 10 Jahre Unia

Nach der ordentlichen DV feierten die Unia-Delegierten mit einem Fest das zehnjährige Bestehen der Unia. Pünktlich zum Fest ist das Buch «Zehn Jahre Unia- Gewerkschaft in Bewegung» erschienen. Darin blicken verschiedene Autor/innen auf bewegte Zeiten zurück – und in die Zukunft.