Apotheken und Drogerien

Pharma-Assistent/innen leisten anspruchsvolle Arbeit

Pharma-Assistentinnen und –Assistenten nehmen in der Apotheke eine wichtige Rolle ein: Sie sind häufig die erste Ansprechperson für Kundinnen und Kunden und zeichnen sich durch ihre Kenntnisse der Medikamente und der pharmazeutischen Produkte aus. Die Ausbildung ist anspruchsvoll und die Verantwortung gross.

Kaum Entwicklungsperspektiven

Der Beruf Pharma-Assistent/in, der fast ausschliesslich von Frauen ausgeübt wird, erfährt wie das Verkaufspersonal allgemein eine geringe Wertschätzung. Die Entlöhnung ist beschämend niedrig und die Entwicklungsperspektiven gering. Viele Pharma-Assistentinnen wechseln deshalb den Beruf oder können die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht sicher stellen. Der allgemeine Druck auf den Apothekenmarkt und die Zunahme von Apotheken-Ketten stellen zudem neue Herausforderungen an den Beruf der Pharma-Assistentin.

Einzelne regionale Gesamtarbeitsverträge

Die Gewerkschaft Unia organisiert die Berufsgruppe der Pharma-Assistentinnen. Pharma-Assistent/innen sind keinem nationalen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) unterstellt. In verschiedenen Regionen konnten jedoch regionale Verträge abgeschlossen werden. Die Besonders in der Westschweiz gelang es in verschiedenen Kantonen mit einem kantonalen GAV die Löhne und Weiterbildungsmöglichkeiten zu verbessern und sich für den 13. Monatslohn einzusetzen. In Neuchâtel zum Beispiel wurden die Pharma-Assistent/innen auf ihren Wunsch hin in den kantonalen GAV für den Detailhandel aufgenommen.

Einsatz für grössere Wertschätzung

In jüngster Zeit sind die Apothekerverbände jedoch immer weniger bereit, auf Verhandlungen für eine Verlängerung des GAV und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen einzutreten. Die Unia prüft deshalb neue Vertragslösungen. Zusammen mit den Pharma-Assistentinnen macht sie sich für eine bessere Entlöhnung und eine grössere Wertschätzung stark.

Berufsstichwörter für diese Branche

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  • Pharma-Assistent/-in