Bäcker-, Konditoren- und Confiseriebranche

Rund 30'000 Personen arbeiten im Bäcker-, Konditoren- und Confiseriegewerbe Die Branche hat sich in den letzten 20 Jahren stark verändert: Kleine, unabhängige Bäckereien verschwinden zusehends und werden durch grosse Ketten mit industrieller Produktion ersetzt.  Immer mehr Bäckereien eröffnen auch ein Café und verkaufen Fertiggerichte (Convenience Food), um ihr Einkommen aufzubessern.

Eine vielfältige Branche unter dem Dach eines einzigen GAV

Die Arbeitnehmenden der Branche arbeiten also in der industriellen oder gewerblichen Produktion, im Verkauf am Tresen der Bäckerei oder im Service.  Immer mehr ungelernte Arbeitskräfte arbeiten in der Produktion. Im Verkauf und im Service sind hauptsächlich Frauen beschäftigt.

Harte Arbeit mit flexiblen Arbeitszeiten

Die Arbeitsbedingungen in den verschiedenen Sektoren der Branche sind hart, es herrschen flexible und atypische Arbeitszeiten. Die Löhne sind im Vergleich zur restlichen Wirtschaft niedrig. Solche Bedingungen sind nicht förderlich für die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und führen zu Nachwuchsproblemen.

Die Unia kehrt an den Verhandlungstisch zurück

Die Unia hat lange Zeit kritisiert, dass das ungelernte Personal nicht dem GAV unterstellt war. Das trifft seit 2019 nicht mehr zu. Die Unia hat deshalb beschlossen, 2022-23 wieder in die Verhandlungen für die Erneuerung des GAV einzutreten.

Notwendige Verbesserungen

Zu diesem Zweck hat die Unia unter ihren rund 800 Mitgliedern eine Umfrage durchgeführt, um zu erfahren, welche Punkte im GAV vorrangig verbessert werden müssen. Allem voran müssen die Löhne und Zulagen für Nacht- und Sonntagsarbeit erhöht werden. Der Anspruch auf den 13. Monatslohn muss ab Anstellungsbeginn gelten. Die Unia-Mitglieder wünschen sich auch mehr gemeinsame Freizeit mit dem Rest der Gesellschaft: Sie wollen mindestens 1 freies Wochenende pro Monat und mehr Feiertage.

Die Unia wird sich mit der Unterstützung ihrer Mitglieder für die Verbesserung und Modernisierung der Arbeitsbedingungen in der Branche einsetzen.

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