Holzbau

Das Holzbaugewerbe hat sich in den vergangenen Jahren massiv verändert. Von der traditionellen Handwerkskunst zum modernen, gestalterischen und zukunftsträchtigen Beruf. Holzbauer/innen beschäftigen sich heute nicht nur mit dem traditionellen ein- bis zweistöckigen Rieg- oder Ständerbau, sondern mit mehrstöckigen Gebäudekomplexen, welche die neuesten Energiestandards weitgehend erfüllen.

Tätigkeiten im Holzbau

Folgende Tätigkeiten gehören zu den Berufsarbeiten eines/einer Holzbauer/in:

  • holzbaugewerbliche Boden-, Wand- und Dachkonstruktionen
  • vorfabrizierte Holzbausysteme
  • holzbaugewerbliche Abbundleistungen
  • holzbaugewerbliche Unterkonstruktionen
  • holzbaugewerbliche Wärmedämmungen
  • holzbaugewerbliche äussere und innere Bekleidungen
  • holzbaugewerbliche Treppen und holzbaugewerbliche Oberflächenbehandlungen auf Tragkonstruktionen und Bekleidungen

Betriebsarten

Diese Berufstätigkeiten werden in Holzbaubetrieben oder Betriebsteilen und Montagegruppen ausgeführt, die Holzbauarbeiten (Zimmerei- und industrielle Holzsystembauarbeiten) herstellen oder reparieren.

Gesamtarbeitsvertrag (GAV)

Der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) Holzbau gilt in allen Betrieben des Holzbaugewerbes für die folgenden Mitarbeiterkategorien:

  • Lernende im Sinne des Berufsbildungsgesetzes
  • Holzbau-Arbeiter
  • Holzbearbeiter EBA
  • Zimmermann EFZ
  • Holzbau-Vorarbeiter
  • Holzbau-Polier
  • Techniker HF Holzbau
  • Holzbau-Meister
  • Kauffrau-Kaufmann EFZ
  • das übrige kaufmännische Personal
  • Praktikanten in Ausbildung und Mitarbeitende in einer Kurzzeitanstellung wie Schüler und Stundenten

Zahlen und Fakten zum GAV Holzbau

GAV-Unterstellung in der Branche: 13'000 Arbeitnehmende in 1'700 Betrieben (Stand 2012)
Geltungsbereich GAV: Gilt für die gesamte Schweiz ohne Kantone FR, GE, VD, VS, NE, JU, Berner Jura

Bessere Arbeitsbedingungen mit GAV

  Gesetzliche Bestimmungen GAV Holzbau
Wöchentliche Arbeitszeit 50 Stunden durchschnittlich 42 Stunden
13. Monatslohn Nein Ja
Ferien  
  • 25 Tage bis 20. Altersjahr
  • 20 Tage ab 21. Altersjahr
 
 
  • 6 Wochen bis zum vollendeten 20. Altersjahr, Lehrlinge (unabhängig vom Alter)
  • 5 Wochen bis zum vollendeten 50. Altersjahr
  • 6 Wochen ab dem 51. Altersjahr
 
Feiertage 1 Tag bezahlt (1. August) 9 Tage (1. August inklusive)
Bezahlte Absenzen    
  • 2 Tag bei eigener Hochzeit
  • 4 Tage bei Geburt eines eigenen Kindes
  • 1 Tag bei Heirat eines Kindes
  • 1 Tag bei Wohnungswechsel pro Jahr
  • 3 Tage für die Pflege eigener, kranker Kinder
  • 1 bis 3 Tage bei Todesfall in Familie
 
Weiterbildung   Max. 5 Tage/Jahr
Zuschläge  
  • 0% Samstag
  • 50% Sonntag
  • 25% Nacht
 
 
  • Überschreitung des Gleitstundensaldos (100h = Maximum): Kompensation mit 25% Zeitzuschlag (ausnahmsweise Lohnzuschlag).
  • Überzeit: nur in beschränktem Rahmen gemäss Bestimmungen des Arbeitsgesetzes zulässig.
  • 25% Zeitzuschlag (ausnahmsweise Lohnzuschlag) bei Abendarbeit (20-23 Uhr)
  • 50% Lohnzuschlag (Schichtarbeit ausgeschlossen) vorübergehende Nachtarbeit (23-06 Uhr)
  • 25% Lohn- oder Zeitzuschlag Samstagsarbeit
  • 50% Zuschlag Sonntagsarbeit (Sa 17 bis Mo 05 Uhr), Feiertagsarbeit (00-24 Uhr)
 
Berufsbeitrag   0.6% der SUVA-pflichtigen Lohnsumme.
Unia-Mitglieder erhalten 0,5% der SUVA-Lohnsumme, max. 80% des Verbandbeitrags, zurückerstattet.
Lohn Individuell Mindestlöhne
Lohn bei Krankheit 100% 3 bis max. 46 Wochen Max. 1 Karenztag zu Lasten des Mitarbeitenden, Taggeldversicherung, 80% des Bruttolohnes, 730 volle Taggelder.
Bei Unfall 80% ab dem 1. Tag.
Kündigungsfristen    
  • 5 Arbeitstage zum Wochenschluss während der Probezeit (3 Monate)
  • 1 Monat im 1. Dienstjahr
  • 2 Monate vom 2.-9. Dienstjahr
  • 3 Monate ab 10. Dienstjahr