Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie

Der Gesamtarbeitsvertrag der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (GAV MEM) regelt die Arbeitsbedingungen von 320'000 Beschäftigten.

Der aktuelle Gesamtarbeitsvertag der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (GAV MEM) läuft bis Ende Juni 2023 und gilt für 320'000 Beschäftigte. Er enthält viele Verbesserungen. Zum Beispiel: besserer Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmende, Förderung der Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf oder die MEM-Passerelle 4.0.

Der Gesamtarbeitsvertag der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (GAV MEM) besteht seit 1937 und ist einer der traditionsreichsten und wichtigsten GAV der Schweiz. Neben ihm gibt es in der MEM-Industrie zahlreiche weitere Firmenverträge, kantonale GAV oder Branchen-GAV wie denjenigen der Drehteile-Industrie. Der GAV MEM regelt die Arbeitsbedingungen von 320'000 Arbeitnehmenden.

Ein umfassender Gesamtarbeitsvertrag

Die GAV-Verhandlungen 2013 der MEM-Industrie waren geprägt von einem hart geführten Konflikt um die Einführung von Mindestlöhnen. Die Unia setzte sich durch und erreichte Mindestlöhne in der Branche – erstmals in der damals 76-jährigen Geschichte des GAV MEM.

Die Verhandlungen 2013 haben wir schonungslos im Buch «Heavy Metall» rekonstruiert. Ferner führten wir eine lange juristische Auseinandersetzung für mehr Transparenz beim Solidaritätsbeitragsfonds. Durch ihn werden wichtige GAV-Aufgaben finanziert. Auch hier bekam die Unia Recht.

Der GAV MEM 2018 bis 2023 mit wichtigen Verbesserungen

In den Verhandlungen 2018 war es unser Ziel, aus dem GAV einen umfassenden und kompletten Vertrag zu schmieden, der den Weg in die Zukunft weist. Es stand viel auf dem Spiel. Die Arbeitgeber wollten die wöchentliche Arbeitszeit erhöhen. Dagegen leistete die Unia Widerstand. Mit Erfolg. Die 40-Stunden-Woche bleibt im aktuellen GAV MEM, der bis Ende Juni 2023 gilt, bestehen. Gleichzeitig setzte das Verhandlungsteam wichtige Verbesserungen im Vertrag durch. Zum Beispiel:

  • Automatischer Teuerungsausgleich auf den Mindestlöhnen
  • Flächendeckende Lohnkontrollen zur Durchsetzung der Mindestlöhne
  • Besserer Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmende
  • Förderung der Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf
  • Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Die «MEM-Passerelle 4.0» für eine lebenslange Berufsbildung in der digitalen Industrie. Sie basiert auf dem Konzept «Berufspasserelle 4.0» der Unia

Für sichere Arbeitsplätze – auch in Zukunft

Sichere und gute Arbeitsplätze kann es in der MEM-Industrie in Zukunft nur geben, wenn der Industrie- und Werkplatz Schweiz nachhaltig gestärkt wird. Deshalb investiert die Unia in das Qualitäts- und Qualifikationsniveau der Branche:

  • Durch Fördern der dualen Berufsbildung (z.B. Berufslehre mit Praxis- sowie Theorieunterricht);
  • mit einem konkreten Programm, das die Innovation ankurbelt;
  • mit dem Entwurf einer aktiven Industriepolitik, die sich am ökosozialen Umbau der Wirtschaft orientiert.

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