Bildungspolitik der Unia

Die Unia setzt sich dafür ein, dass die berufliche Aus- und Weiterbildung qualitativ hochwertig und für alle zugänglich ist, unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Einkommen.

Förderung der Chancengleichheit: Diskriminierung tritt in unterschiedlichen Formen auf. Um bei der Bildung die Chancen für alle zu stärken, braucht es:

  • die Anerkennung ausländischer Diplome
  • die Möglichkeit der Anerkennung der eigenen Fähigkeiten
  • die Gleichstellung von Männern und Frauen bei der Berufswahl und -nutzung
  • der Zugang zu Sprachkursen und die Berufsausbildung junger Menschen in einer irregulären Situation

Gute Berufsausbildung: Jeder Jugendliche hat das Recht auf Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Berufsausbildung unter Bedingungen, die es ihm ermöglichen, seine Sicherheit zu gewährleisten und seine Gesundheit zu schützen.

Training für Erwachsene: Unia strebt danach, dass jeder nach der Pflichtschule, auch im Alter von 30 oder 45 Jahren, einen anerkannten Berufsabschluss erwirbt. Der Zugang zur Ausbildung muss demokratisiert werden!

Kollektives politisches Engagement: Unia setzt sich für eine starke Ausbildungspolitik mit anderen Gewerkschaften in der Union Syndicale Suisse (USS) ein.

Warum die Unia für gute Berufs- und Weiterbildung einsteht

Die Unia verfügt im Bereich Aus- und Weiterbildung über Fachwissen und politisches Know-how. Sie fordert gleiche Chancen auf Ausbildung, unabhängig von Geschlecht, sozialer und nationaler Herkunft sowie Weiterbildungsmöglichkeiten für alle. Als grösste Schweizer Gewerkschaft und  politische Akteurin leistet sie ihren Beitrag, um das Schweizer Bildungswesen aktiv mitzugestalten.

Bedeutung für die Schweizer Wirtschaft

In einigen Wirtschaftssektoren macht sich ein grosser Mangel an Arbeitskräften bemerkbar; die Annahme der fremdenfeindlichen Initiative «Gegen Masseneinwanderung» droht das Problem des Arbeitskräftemangels nun noch weiter zu verschärfen. Speziell betroffen sind der Informatikbereich und technische Berufe (z.B. Mikrotechnik und Elektroingenieurwesen), Gesundheitsberufe, Gastgewerbe und Bau. Es besteht die Gefahr von Produktionsauslagerungen ins Ausland, was eine Zunahme der Arbeitslosigkeit in diesen Branchen zur Folge hätte.

Zugang zu Aus-und Weiterbildung

Der Einsatz der Unia für die Demokratisierung der Ausbildung und für den Zugang zu beruflichen Qualifikationen bestand lange vor der Fachkräfteinitiative des Bundes. Krisen, wirtschaftliche Schwankungen, Auslagerungen wie auch technologische Entwicklungen sind eine grosse Herausforderung für Arbeitnehmende. Die wachsenden Anforderungen an die Kompetenzen im Arbeitsmarkt und unter Druck geratene Löhne sind heute Realität für alle Arbeitnehmenden. Mehr denn je muss der Zugang zum Schweizer Aus-und Weiterbildungssystem gestärkt und verbessert werden.

Gemeinsame Verantwortung

Die Unia ist überzeugt, dass die Verantwortung für die Ausbildung nicht auf die einzelne Person oder die Angestellten übertragen werden darf. Die Verantwortung für gute Zugangsbedingungen zur Ausbildung und deren Finanzierung ist eine gemeinschaftliche.