Corona-Impfung: Schütze dich!

Die Unia ermuntert alle, die dies können, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Impfen schützt und ist solidarisch.

Impfen schützt

Die Impfung schützt zu 90% vor schwerer Krankheit oder Tod. 9 von 10 Menschen, die wegen Covid-19 ins Spital müssen, sind nicht geimpft.

Impfen ist solidarisch

Mit der Impfung schützen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch Ihre Familie, Freunde und Arbeitskolleg*innen. Wer geimpft ist, gibt das Virus weniger weiter.

Impfen ist gratis

Die Impfung ist kostenlos. Ab 12 Jahren kann man sich impfen lassen. In allen Kantonen gibt es Impf-Angebote. Das Info-Telefon für deinen Kanton finden Sie hier.

Fragen und Antworten zur Impfung

Die Zahl der Geimpften steigt nur langsam, während die vierte Corona-Welle längst da ist. Aber wie sicher ist die Impfung? Wie wirksam? Wie darf die Firma meine Entscheidung beeinflussen? (FAQ aus dem Dossier zur Covid19-Impfung der Zeitung «work»)

  • Auch vollständig geimpfte Personen erkranken, es werden sogar immer mehr. Was bringt die Impfung überhaupt?

    Die Herstellerstudien von Pfizer/Biontech und Moderna haben eine Wirksamkeit von rund 95 Prozent gegen die Ursprungsvariante des Virus ausgewiesen. Gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist unter 100 positiv getesteten Personen nur eine, die sich trotz vollständiger Impfung angesteckt hat.

    Mit der Virusvariante Delta, die weiter auf dem Vormarsch ist, dürfte sich dieses Bild etwas verschlechtern, dennoch sprechen alle bisherigen Statistiken dafür, dass die Impfung das Infektionsrisiko auch bei dieser Variante deutlich senkt.

    Vor allem das Risiko eines schweren Verlaufs ist tiefer. Auf jeden Fall bleibt es wahrscheinlicher, mit Impfung schadlos durch die Pandemie zu kommen als ohne.

  • Ich möchte mich zwar impfen lassen, fürchte aber die Schmerzen danach. Aus meinem Bekanntenkreis spürten die meisten irgendeine Nebenwirkung. Und Tote soll es auch schon gegeben haben.

    Die leichten «unerwünschten Impferscheinungen», wie die Fachwelt sagt, sind tatsächlich recht häufig. Mit kurzzeitigen Schmerzen an der Einstichstelle müssen Sie rechnen (84 Prozent der Geimpften).

    Andere Nebenwirkungen, mit Werten zwischen 30 und 60 Prozent ebenfalls recht häufig, klingen nach ein, spätestens zwei Tagen vollständig wieder: Kopfschmerzen, Muskelschmerzen oder Schüttelfrost. Diese Reaktionen gelten als «Immunantwort» des Körpers und sind ein Signal, dass die gewünschte Wirkung eintritt. Jüngere Personen zeigen eher heftigere Reaktionen als ältere.

    Schwere Nebenwirkungen sind in der Schweiz bisher in rund 1900 Fällen gemeldet worden. Bei etwas über 4,7 Millionen geimpften Personen entspricht das einer Quote von 0,4 Promille. In 133 der schwerwiegenden Fälle kam es in unterschiedlichem zeitlichem Abstand zu Todesfällen. Gemäss Swissmedic gibt es in keinem Fall konkrete Hinweise, dass die Impfung selbst zum Tod geführt hat. Das mittlere Alter dieser Personen lag bei 80,7 Jahren, praktisch alle hatten Vorerkrankungen.

  • Ich stille mein Kind noch einige Monate lang. Soll ich mit Impfen zuwarten? Und was gilt für die Kollegin, die schwanger ist?

    Für stillende Frauen gilt die Impfung als unbedenklich.

    Bereits in der Schwangerschaft können sich Frauen nach vorheriger ärztlicher Abklärung impfen lassen. Sie benötigen dazu ein ärztliches Attest. Viele Fachärztinnen und -ärzte raten allen Schwangeren zur Impfung.

    Vom BAG ausdrücklich empfohlen wird die Impfung schwangeren Frauen mit chronischen Krankheiten.

  • Ich habe das Gerücht gehört, die Impfung könne unfruchtbar machen. Ist da was dran?

    Nein, denn die Behauptung, der Impfstoff enthalte ein Protein, das die Ausbildung der Placenta verhindere, ist nachweislich falsch.

    Schon während der Zulassungsstudie des Impfstoffherstellers Pfizer/Biontech wurden übrigens 23 der geimpften Probandinnen schwanger, und seither kommt es auch in der Schweiz regelmässig zu Schwangerschaften bei geimpften Frauen.

  • Meine Kinder (13 und 15 Jahre) möchten sich impfen lassen. Haben wir als Eltern dabei ein Wörtchen mitzureden?

    Jugendliche ab 12 Jahren haben das Recht, sich eigenständig für oder gegen eine Impfung zu entscheiden, sofern sie als urteilsfähig und informiert gelten.

  • In gewissen Kantonen wird offenbar bereits die dritte Dosis verimpft. Bei mir ist die Impfung fünf Monate her. Muss ich mich jetzt für die Nachimpfung anmelden?

    Einzelne Kantone haben damit begonnen, besonders gefährdeten Personen eine dritte Dosis anzubieten. Dies, weil der Impfschutz bei hochaltrigen oder schwer- und chronischkranken Personen weniger lang anhält.

    Anderen Personen empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit zurzeit die dritte Impfdosis noch nicht, da die Datengrundlage dafür ungenügend sei.

  • Darf der Arbeitgeber von mir verlangen, dass ich offenlege, ob ich geimpft sei?

    Grundsätzlich nein. Denn Impfdaten sind Gesundheitsdaten und damit Teil Ihrer Privatsphäre.

    Anders verhält es sich nur, wenn die Impfung für Ihre Arbeit aus besonderen Gründen erforderlich ist (siehe nächste Frage).

  • Kann mich mein Arbeitgeber zwingen, mich impfen zu lassen?

    Die Unia unterstützt die Impfempfehlung des Bundes. Es besteht aber in der Schweiz keine Verpflichtung, sich impfen zu lassen. Ihr Arbeitgeber darf daher von Ihnen in den allermeisten Fällen nicht verlangen, sich impfen zu lassen.

    Ausnahmen könnten etwa Berufstätige sein, die Hochaltrige oder Schwerkranke pflegen. Aber auch in diesem Fall darf die Impfung nicht erzwungen werden.

    Arbeitgeber haben gegenüber ihren Arbeitnehmenden zwar ein Weisungsrecht, müssen jedoch bei seiner Ausübung ihre Persönlichkeit und ihre physische und psychische Gesundheit achten und schützen. Daher muss stets eine Abwägung zwischen den Interessen der Arbeitnehmenden und anderen Interessen – etwa jenen von durch sie betreuten Personen – erfolgen. Möglich sind andere Massnahmen, etwa eine vorübergehende Versetzung an einen anderen Arbeitsplatz.

    Im Übrigen haben die Anwendung von Schutzkonzepten und das Abstandhalten immer Vorrang.

  • Darf ich mich während der Arbeitszeit impfen lassen?

    Ja. Ihr Arbeitgeber muss Ihnen für den Impftermin freigeben wie bei anderen ärztlichen Terminen. Im Monatslohn ist es üblich, dass die Firma trotzdem Lohn zahlt.

    Anders verhält es sich nur, wenn Sie im Stundenlohn angestellt sind. Schauen Sie auch in Ihrem Arbeitsvertrag oder im GAV nach, ob darin Arztbesuche geregelt sind.