Corona-Elternurlaub

Der Corona-Elternurlaub schützt alle erwerbstätigen Eltern mit Kindern unter 12 Jahren vor Lohneinbussen. Bis am 16. September 2020 können Sie ihn noch beantragen – nutzen Sie das. Hier erfahren Sie, wie es geht.

Der Bundesrat hat auf Druck der Gewerkschaften den Corona-Elternurlaub eingeführt. Dies für Eltern, die aufgrund der Covid-19-Krise und damit einhergehenden Kinderbetreuung (Ausfall Fremdbetreuung) während der Arbeitszeit Lohneinbussen hatten. Das gilt auch für Homeoffice.

Konnten Sie ab dem 16. März 2020 Ihrer Arbeit nicht oder nicht wie üblich nachgehen, weil die Fremdbetreuung Ihrer Kinder nicht gewährleistet war, haben Sie Anspruch auf den Corona-Elternurlaub. Diesen können Sie jedoch nur noch bis am 16. September 2020 beantragen. Danach können keine Anträge mehr erhoben werden – auch nicht rückwirkend.

Wann haben Sie Anspruch auf Corona-Elternurlaub?

Der Anspruch gilt für die Zeit, in der Sie als Elternteil wegen Kinderbetreuung (fehlende Fremdbetreuung) weniger als üblich arbeiten konnten und deshalb weniger Lohn erhalten haben. Unter Fremdbetreuung fallen neben Kitas, Schulen und schulergänzender Betreuung auch die Aufsicht durch Grosseltern, falls sie zur Risikogruppe gehören.

So viel Geld erhalten Sie und so kommen Sie dazu

Dank Corona-Elternurlaub erhalten erwerbstätige Eltern maximal 80 Prozent ihres monatlichen Bruttolohns, bzw. höchstens 196 Franken pro Tag. Pro Arbeitstag erhalten Eltern gemeinsamer Kinder jedoch nur eine Entschädigung.

Beantragen Sie den Corona-Elternurlaub bei der kantonalen Ausgleichskasse.

Das müssen Sie einreichen

  • Die Lohnabrechnungen der letzten drei Monate vor dem Unterbruch oder der Reduktion der Erwerbstätigkeit;
  • eine Auflistung, welche ausgefallenen Betreuungstage entschädigt werden sollen;
  • einen Nachweis über den Ausfall der vorschulischen Kinderbetreuung;
  • eine Bescheinigung des ausfallenden Lohns durch den Arbeitgeber.