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Umfrage bestätigt: Es braucht 13. Monatslohn für Coiffeurgewerbe

Im Herbst 2016 wird der GAV Coiffeurgewerbe neu ausgehandelt. Um im Hinblick darauf zu erfahren, welche Punkte verbessert werden müssen, hat die Unia im Sommer 2016 bei ihren Mitgliedern und interessierten Kreisen eine Umfrage durchgeführt, bei der über 600 Personen teilgenommen haben.

13. Monatslohn

Eine grosse Mehrheit der Teilnehmenden wünscht sich, dass die Branche den 13. Monatslohn einführt. Dieses Ergebnis überrascht nicht, ist doch der GAV Coiffeurgewerbe einer der wenigen nationalen Verträge, der keinen 13. Monatslohn festlegt. Hinzu kommt, dass die Branchenmindestlöhne im Vergleich zu anderen Branchen sehr tief sind.

Die Forderung nach dem 13. Monatslohn lag schon anlässlich der letzten GAV-Erneuerung im Jahr 2013 auf dem Tisch. Allerdings hatten sich die Arbeitgeber vehement dagegen gestellt und dessen Einführung als überflüssig beurteilt. Dass dies vom Personal anders eingeschätzt wird, zeigt die Unia-Umfrage: Die Coiffeusen und Coiffeure wollen den 13. Monatslohn – und zwar jetzt!

Mindestlohn, 41-Stunden Woche und Mutterschaftsurlaub

Auf Rang zwei und drei der Forderungsprioritäten setzen die Coiffeusen und Coiffeure den Mindestlohn von 4‘000 Fr. für gelernte Arbeitnehmende (mit EFZ) und eine 41-Stunden Woche. In der Branche, in der mehrheitlich Frauen beschäftigt sind, verlangen die Teilnehmer/innen der Umfrage ausserdem die Erhöhung des Mutterschaftsurlaubes von 14 auf 16 Wochen.

Die rege Teilnahme an der Umfrage zeigt, dass Verbesserungen im GAV Coiffeurgewerbe dringend nötig sind. Die Unia wird sich in ihren Verhandlungen dafür einsetzen, dass die Rechte und Forderungen der Mitarbeiter/innen im Coiffeurgewerbe ernst genommen und durchgesetzt werden.