Elektriker/innen und Elektroinstallateur/innen

Seit anfangs 2018 laufen die Neuverhandlungen zur Erneuerung des Gesamtarbeitsvertrages (GAV), an denen auch die Unia beteiligt ist. Die Gewerkschaft wird sich konsequent für die Forderungen und die Interessen der Elektriker/innen einsetzen.

In der Schweiz sind rund 17‘000 Elektriker/innen dem GAV Elektro- und Telekommunikations-Installationsgewerbe unterstellt. Er gilt für alle Betriebe und Arbeitnehmer/innen der Branche, ausser für die Kantone Genf und Wallis, in denen lokale Vereinbarungen existieren.

Ein unverzichtbarer Beruf

Die Installateur/innen und Monteur/innen im Elektrogewerbe führen eine wichtige Funktion für unsere Gesellschaft aus. Sie garantieren das ordnungsgemässe Funktionieren des elektrischen Stroms für die Sicherheit und das Wohlergehen der Bevölkerung. Ohne sie würde nichts funktionieren.

Arbeitsbedingungen hinken hinterher

Trotz der Bedeutung des Berufes lassen die Arbeitsbedingungen an einigen Punkten zu wünschen übrig. Dazu ist ein Vergleich mit dem Bauhauptgewerbe aufschlussreich: In der Elektrobranche liegen die Löhne bei gleicher Qualifikation bis zu 600 Franken tiefer, die Mittagsentschädigung liegt beim Elektrogewerbe bei 12 Franken im Gegensatz zu 18 Franken bei den Maurern, die Pensionierung ist bis zu 5 Jahre später.

Neuer GAV notwendig

Die Elektriker/innen möchten eine Aufwertung ihres Berufes. Die Erneuerung des GAV in 2018 erlaubt die Diskussion derjenigen Punkte, die es dringend zu verbessern gilt. Die Prioritäten werden mithilfe einer nationalen Umfrage über die Arbeitsbedingungen eruiert. Die Delegierten der Unia-Regionen werden das letzte Wort haben.

Nationale Kampagne

Die GAV-Verhandlungen sind eine Gelegenheit, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und bessere Löhne zu fordern. Deshalb lanciert die Unia eine nationale Kampagne und ruft alle interessierten Elektriker/innen, die etwas bewegen möchten, dazu auf, sich den lokalen Komitees, die sich in der ganzen Schweiz formieren, anzuschliessen.