Berufsbildung 4.0 für die Industrie

Die Unia hat die «Berufspasserelle 4.0» entwickelt, um die Beschäftigten für den digitalen Wandel zu qualifizieren und dem Fachkräftemangel vorzubeugen. Unter dem Namen «MEM-Passerelle 4.0» fand das Konzept Eingang in den neuen GAV der MEM-Industrie.

Aus- und Weiterbildung sind zentral

Eine starke und qualitativ gute Berufsbildung ist für die Schweizer Industrie zentral. Für die Unia soll die Berufsbildung in der digitalen Wirtschaft nicht aufs Lebensalter 16 bis 20 beschränkt sein, sondern während des ganzen Erwerbslebens stattfinden. Das Ziel ist ein Recht auf Weiterbildung, das es den Arbeitenden ermöglicht, wenn nötig neue Berufsprofile zu erlernen.

«Berufspasserelle 4.0» als Chance

Das Unia-Konzept der «Berufspasserelle 4.0» sieht die Möglichkeit einer berufsbegleitenden Ausbildung für Arbeitnehmende vor. So können sie sich Wissen zum Umgang mit neuen Technologien aneignen. Das Angebot soll paritätisch von Arbeitgebern und Arbeitnehmenden finanziert werden. Am Ende steht ein Abschluss mit einem eidgenössisch anerkannten Fachdiplom.

Digitalisierung mitgestalten

Die Arbeit in der Industrie verändert sich massiv und schnell. Ein Umschulungsprogramm wie die «Berufspasserelle 4.0» würde es gerade älteren Angestellten ermöglichen, mit der digitalen Entwicklung Schritt zu halten. So können auch die Beschäftigten von der Digitalisierung profitieren und sie menschenwürdig mitgestalten.

Unia-Industriechef Corrado Pardini erklärt die «Berufspasserelle 4.0»