Lohnrunde 2019/2020

Schweizer Geldnoten

Nach den Reallohneinbussen der vergangenen Jahre besteht bei allen Arbeitnehmenden Nachholbedarf: Alle Löhne müssen steigen. Die skandalöse Lohndiskriminierung der Frauen erfordert zusätzliche Massnahmen.

Lohnoffensive statt Lohnbremse!

Die Unia fordert mindestens 2 Prozent mehr Lohn für alle und mindestens 50 Franken zusätzlich für alle Frauen! So viel braucht es mindestens, um die laufende Teuerung und die Prämienerhöhung bei den Krankenkassen zu kompensieren, die steigende Arbeitsproduktivität zu verteilen und wenigstens einen Teil des Nachholbedarfs zu decken.

Die Lohnforderungen für die Unia-Branchen im Überblick

Alle Branchen: Mindestens +2% für alle und mindestens 50 Franken für alle Frauen!

  • Ausbaugewerbe: +2% und Erhöhung der Mindestlöhne um 2%
  • Detailhandel: +2% generell
  • Coop: +2% für alle, eine Lohnanalyse und einen transparenten Masterplan mit den nötigen zusätzlichen Mitteln, um die Lohnungleichheiten zwischen Männern und Frauen auszugleichen
  • Tankstellenshops: +150 Franken auf alle Mindestlöhne und Einführung Mindestlohn im Tessin
  • Coiffeurgewerbe: stufenweise Einführung 13. Monatslohn
  • Gastgewerbe: +2% auf alle Mindestlöhne
  • LGM und MEM-Industrie: +120 Franken oder +2% und 200 Franken für alle Frauen mit weniger als 4'000 Franken Monatslohn
  • Chemie/Pharma: Generell 120 Franken (x13) oder 2% generell; zusätzliche Lohnerhöhung für Frauen von 200 Franken (x13); Erhöhung der Löhne der Lernenden von 100 Franken (x13)
  • LMV Bau: 80 Franken generell auf Mindest- und Effektivlöhne (bereits verhandelt)
  • Gleisbau: 80 Franken generell auf Mindest- und Effektivlöhne (bereits verhandelt)
  • Reinigung Deutschschweiz: +2 bis 3,4% auf die Mindestlöhne, je nach Lohnkategorie (bereits verhandelt)

«Lohnoffensive statt Lohnbremse!» Vania Alleva, Präsidentin der Unia, zu den Lohnforderungen 2019/2020(PDF)