Nur eine Frau unter den Top CEOs

Top 10 Lohnscheren (Faktor zwischen höchstem und tiefstem Lohn) in Unternehmen im Jahr 2017

Die Lohnschere ist im Jahr 2017 leicht zurück gegangen, ist aber immer noch auf einem hohem Niveau. Nach wie vor fliessen die hohen Löhne in die Taschen männlicher CEOs – mit Ausnahme einer Frau. Fakt ist: Fünf Jahre nach Annahme der Abzocker-Initiative hat sich an den exorbitanten Managerlöhnen wenig geändert.

Die Unia untersucht in ihrer jährlichen Lohnschere-Studie den höchsten und tiefsten Lohn in den 39 der grössten Schweizer Unternehmen (<link file:36566 download>Auswahlkriterien: Seite 13). 2017 ging die Lohnschere um 14 Prozent zurück, betrug jedoch immer noch 1:143 (1:164 im Vorjahr). Top Abzocker, UBS-CEO Sergio Ermotti, hat einem Bruttolohn von 14'202'000 Franken und 3,6 Prozent mehr verdient als 2016.

Weibliche CEOs, eine Utopie

Eine einzige Frau sitzt in der Chefetage der grossen Unternehmen: Jasmin Staiblin, CEO von Alpiq. Sie verdiente 2017 knapp 2 Millionen Franken. In der Rangliste befindet sie sich im unteren Drittel. Frauen sind in den Chefetagen untervertreten. Das ist mitunter ein Grund, dass Frauen insgesamt immer noch rund 18,1 Prozent weniger verdienen als Männer.

Nach wie vor absurd hohe Vergütungen

Die Gewinne der untersuchten Unternehmen gingen um 24 Prozent zurück, doch die CEO-Vergütungen reduzierten sich durchschnittlich nur um 3,4 Prozent. Die 39 CEOs verdienten zusammen 172 Millionen Franken, mit den Vergütungen der GL-Mitglieder waren es fast 1 Milliarde Franken. Fazit: Fünf Jahre Annahme der Abzocker-Initiative hat sich nicht viel getan.